Mariendistel

Mit ihrem üppigen rotvioletten Blütenkopf steht sie bei uns oft auf Wiesen und an Wegrändern. Sie ist unter den Disteln die Schönheitskönigin. Einen ähnlichen hohen Rang hat sie auch in der Naturheilkunde. In der französischen und orientalischen Küche werden ihre jungen Blätter als Delikatesse im Salat verwendet. Für medizinische Zwecke nimmt man das Kraut, die Samen und die Früchte. Schon in der Antike beschreiben medizinische Lehrbücher ihre heilende Wirkung bei Leberkrankheiten. Hildegard von Bingen schrieb: „Nimm Mariendistel und etwas weniger Salbei und mache unter Zugabe von Wasser davon Saft. Gerade zur Stunde, wenn das Stechen einsetzt, trinke es, und es wird besser.“ Das Stechen in den Gliedern nämlich.

Mit der Wirkung der Mariendistel hilft bei

  • Leberleiden aller Art
  • Gallenprobleme
  • Bei Fettleber
  • Bei Erkrankungen der Milz
  • Bei Diabetes
  • Bei Leberzirrhose
  • Zur Stärkung des Immunsystems
  • Sie schützt uns vor Umweltgiften
  • Sie fördert den Gallenfluss
  • Sie wirkt harn- und schweisstreibend

Die starken Inhaltsstoffe der Mariendistel

  • Bitterstoffe für Galle, Leber und Verdauung
  • Ätherische Öle
  • Pflanzenfarbstoffe für das Immunsystem
  • Ihre Hauptwirkstoffe Silybin und Silymarin
  • Harze
  • Tyamin

Zwei Rezepte mit Mariendistel

Mariendistel-Tee

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel zerkleinerter Mariendistel-Samen (Apotheke), ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen und über den Mariendistl-Samen giessen. Zugedeckt eine Viertelstunde ziehen lassen, dann durchseihen. Täglich drei bis vier Tassen trinken. Schon nach etwa drei Wochen reagiert die Leber positiv auf diese Kur. Sie sollten Mariendistel für Ihre Leber nur nach Absprache mit Ihrem Arzt einsetzen.

Mariendistelöl

Das gibt es fertig in Reform- und Bioläden. Es eignet sich sehr gut für Salate.