Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit ist für alle Menschen eine große Belastung: Für die, deren Welt immer leiser wird und für jene, die immer lauter werden müssen, damit die Schwerhörigen sie verstehen. Schwerhörigkeit tritt meistens mit zunehmendem Alter auf, die Altersschwerhörigkeit ist ein natürlicher Prozess.

Aber auch schon in jungen Jahren kann Lärm (Disco) die Ohren schädigen. Auch Erkrankungen wie Infektionen oder Verletzungen können dazu führen, dass man schwer hört. In vielen Fällen helfen leistungsfähige Hörgeräte, die Schwerhörigkeit zu verringern. Sie selbst aber können der Schwerhörigkeit mit Natur- und Hausmitteln abhelfen. Lesen Sie, was Sie tun können, um weiter gut hören zu können.

Das führt zur Schwerhörigkeit

Der Gehörgang ist durch Ohrenschmalz oder Fremdkörper verstopft. Die Ärzte wundern sich immer wieder, was sie in verstopften Ohren von Menschen finden. Ein durch Unfall oder Krankheit perforiertes Trommelfell. Eine chronische Entzündung oder Fehlbildungen des Mittelohrs. Sie können nur noch schlecht hören, weil Sie ständigem Lärm ausgesetzt sind. Auch ein Hörsturz kann die Ursache für Schwerhörigkeit sein, das müssen die Ärzte feststellen. Nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma kann es zum Verlust des Hörens kommen.

Wann müssen Schwerhörige zum Arzt

Tritt der Hörverlust plötzlich auf oder geht er mit Schmerzen oder Fieber einher, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Auch wenn sich die Schwerhörigkeit schleichend entwickelt, sollten Sie Ihr Hörvermögen testen lassen. Denn hält der Hörverlust länger an, verlernt das Gehirn die Verarbeitung der Signale auf den betroffenen Frequenzen. Dann helfen auch Hörgeräte nicht mehr. Ein sicheres Anzeigen für beginnende Schwerhörigkeit ist es, wenn Sie in einer größeren Gesprächsrunde, bei der auch mal durcheinander geredet wird, nicht mehr mitkommen, weil Sie die Menschen nicht mehr hören.

Natur- und Hausmittel bei Schwerhörigkeit

Menschen mit dem Handicap Schwerhörigkeit werden leider oft ausgegrenzt. Hier einige Tipps, wie Sie selbst mit der Schwerhörigkeit umgehen sollten:

Verheimlichen Sie nicht dass Sie schwer hören und tun Sie nicht so, als hätten Sie das Gespräch verstanden. Das führt nur zu Irrtümern. Wenn Sie auf Fragen die völlig unpassenden Antworten geben. Bitten Sie Ihre Gesprächspartner lauter, und vor allem verständlicher zu sprechen. Tun Sie nie so, als hätte Sie alles verstanden. Setzen Sie sie sich in einer großen Runde neben jemanden von dem Sie wissen, dass er laut und verständlich spricht. Bitten Sie ihn notfalls, zu “dolmetschen”, und das Gespräch für Sie zusammen zum fassen.

Eine gute Shiatsu-Übung um besser zu hören: Nehmen Sie den rechten Mittelfinger zwischen linken Zeigefinger und Daumen (Zeigefinger oben, Daumen unten).Drücken oder massieren Sie den unteren Rand des Nagels, zählen Sie bis fünfzehn. Entspannen Sie sich. Wechseln Sie danach die Hand: Rechter Zeigefinger und rechter Daumen nehmen nun den linken Mittelfinger “in die Zange”. Massieren Sie nun wiederum fünfzehn Sekunden lang den Nagelrand. Zweimal wechseln. Bei der ganzen Übung tief ein- und ausatmen.

Schalten Sie Lärmquellen in Beruf, Haushalt und Privatleben möglichst aus – oder dämpfen Sie diese. Ein bis zwei Stunden am Tag sollte es wirklich leise um sie herum sein.

Geben Sie in einen Liter Weingeist 100 g Meisterwurz, das Gemisch 14 Tage in einem geschlossenen Glas bei ca. 20 Grad ziehen lassen, dann den Meisterwurz auspressen und acht Wochen lang jeden Tag vielmals je 25 Tropfen mit einem EL Wasser einnehmen.

Tränken Sie einen Wattebausch mit Schwedenkräutern und stecken Sie diesen locker etwa eine Viertelstunde lang ins Ohr. Immer wieder wiederholen.

Das Reinigen des Ohres mit Wattestäbchen ist problematisch. Oft wird Ohrenschmalz nicht entfernt, sondern im Gehörgang zusammengeschoben – die Schwerhörigkeit wird verstärkt. Das bessere Hausmittel. Tropfen Sie vier bis fünf Tropfen handwarmes Olivenöl ins Ohr. Den Kopf zur Seite legen, so dass es tief eindringen kann. Nach etwa fünf Minuten den Kopf wenden und das gelöste Ohrenschmalz abtropfen lassen. Für die alltägliche Ohrenpflege genügt es, ein sauberes Tuch um den kleinen Finder zu wickeln und das das Ohr zu säubern.

Wenn Sie dem Lärm nicht entkommen können, dann benutzen Sie Ohrenstöpsel ohne sin zu scheuen.

Besprechen Sie bei Schwerhörigkeit mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Akupunktur-Behandlung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Zwiebel würfeln und mit Zucker bestreuen, über Nacht stehen lassen, damit sich Zwiebelsaft bildet; diesen am nächsten Tag durch ein Tuch abseihen. Den so gewonnenen Zwiebelsaft mit einem Schuss Olivenöl verrühren. Mit einer Pipette (in Apotheken erhältlich) ins Ohr träufeln. Das Ohr mit einem Wattebausch verschließen.