Hausmittel gegen Hitzewallungen

Plötzlich aufsteigende Hitze, im Volksmund auch “fliegende Hitze” genannt, treten bei Frauen meistens während der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren auf. Die Häufigkeit variiert stark: Von gelegentlich bis zu 30 mal und öfter am Tag. Die Hitzewallung beginnt im Brustbereich, steigt von da in den Kopf. Die Haut rötet sich, das Herz klopft stark, der Schweiß bricht aus allen Poren aus. Dieses unangenehmen Erlebnis dauert ca. eine bis fünf Minuten. Es ist unangenehmen, es ist peinlich – und es schwächt den Körper.

Normalerweise verschwinden diese Hitzewallungen nach drei bis fünf Jahren. Aber diese Jahre sind schlimm. Es gibt natürlich hormonelle Behandlungen – aber es gibt ach gesunde Hausmittel gegen das Phänomen der Hitzewallungen.
Es gibt drei sichere Möglichkeiten Hitzewallungen hervorzurufen: Alkohol, Nikotin und Kaffee. Also: Diese drei Genussmittel streichen oder den Verbrauch radikal senken. Auch die richtige Ernährung trägt dazu bei, Hitzewallungen zu vermeiden: Bauen Sie in Ihren Ernährungsplan verstärkt Sojaprodukte ein. Die enthalten Isoflavonoide, die diese Beschwerden lindern. Oder: Lassen Sie jeden Morgen einen Teelöffel Bienenpollen im Munde zergehen. Stellen Sie Ihren Körper auf eine vorwiegend basische Ernährung um: Wenig Fett, Fleisch und Zucker, mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Dazu gehör auch, dass sich Ihr Körper an regelmässiges Essen gewöhnt. Chaotisches Essverhalten und ständig wechselnde Essenszeiten führen zu starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels – das verstärkt die Hitzewallungen.
Wenn es um Hausmittel gegen Hitzewallungen geht, dann spielen auch Tees eine grosse Rolle. Wenn Sie – über den Tag verteilt – drei Tassen Salbeitee trinken, dann vermindert der das Schwitzen. Generell eignen sich folgende Kräutertees: Holundertee, Hafertee, Johanniskrauttee, Hopfentee, Erdbeerblättertee. Sie sollten die Teesorten ständig wechseln. Noch eine Teemischung, die den Hitzewallungen Einhalt gebietet: Lassen Sie sich in der Apotheke 50 Gramm Brennesselblätter, 50 Gramm Brennesselsamen, 50 Gramm Salbeiblätter und 30 Gramm Zitronenmelisse mischen. Davon geben Sie 1Teelöffel voll in 1Tasse und übergießen dies mit kochendem Wasser, lassen 7 Minuten zugedeckt ziehen. Dann durchseihen. Lauwarm trinken. Sie können 3 Wochen lang jeden Tag 3 Tassen trinken.

Weitere Hausmittel, um die Hitzeattacken zu vermeiden:

  • Ihre Kleidung sollte locker sitzen und aus Naturmaterialien sein.
  • Bewegen Sie sich – vor allem vor dem Schlafengehen – ausgiebig an frischer Luft.
  • Verwenden Sie öfters Nachtkerzenöl.
  • Trinken Sie über einen längeren Zeitraum jeden Abend eine Tasse Rotklee-Tee.
  • Auch Schüßler-Salze eignen sich besonders gut bei Hitzewallungen. Da sind es die Salze: Nummer 2, Calcium phosphoricum, Nr. 3, Ferrum phosphorsicum, Nr. 7, Magnesium phosphoricum
  • Schon Pfarrer Kneipp empfahl gegen Hitzewallungen Saunagänge und Wechselbäder.
  • Machen Sie – soweit es das Wetter und Ihre Umgebung zuläßt – jeden Morgen Tautreten: Ca. zehn Minuten barfuß im taunassen Gras herumgehen.
  • Sorgen Sie dafür, das Ihr Magnesium-Haushalt immer in Ordnung ist. Da können Sie mit Magnesiumpulver oder -tabletten nachhelfen.
  • Die Traubensilber-Kerze wird seit Jahrhunderten als Mittel gegen Hitzewallungen eingesetzt. Der Wirkstoff Jinda aus dem Cimicifuga-Extrakt wirkt über Dopamin-Rezeptoren im Gehirn. Man nimmt von dem Heilpflanzen-Extrakt jeden Tag 1 Tablette ( Apotheke ). Nach 8 bis 14 Tagen zeigt sich die erste Wirkung.
  • Auch Leinensamen ist hilfreich bei Hitzewallungen in den Wechseljahren. Weichen Sie über Nacht 2 Eßlöffel Leinsamen in 1/4 Liter Wasser auf, kauen Sie am nächsten Morgen den Leinsamen und trinken Sie das Wasser nach. Sie müssen außerdem tagsüber 2 Liter Wasser trinken.