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Hausmittel Heilpflanzen

Arnikatinktur

Arnikatinktur Anwendung

Arnikatinktur ist das ideale Mittel zur natürlichen Behandlung von nicht blutenden Wunden. Die Tinktur verdünnen und direkt auf die betroffene Stelle geben. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich die schmerzstillende und heilende Wirkung ein. Tragen Sie die Arnikatinktur nie auf eine offene Wunde auf, auch nicht in verdünnter Form.

Rezept Arnikatinktur

Zutaten:
30 Arnika-Blütenköpfe, ein halber Liter Weingeist oder Wodka/Korn.

Zubereitung:
Die Blüten mit dem hochprozentigen Weingeist/Schnaps ansetzen, einen Monat an einem warmen Ort aufbewahren, täglich schütteln. Die Tinktur hilft bei Insektenstichen, Verstauchungen und Prellungen. Im Verhältnis 1 : 3 mit Wasser verdünnen.

https://www.gesunde-hausmittel.de/arnika

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Goji Beeren

Die ursprüngliche Heimat der Goji Beere, auch Wolfsbeere, Bocksdornfrucht oder Glücksbeere genannt, liegt in den Hochebenen Chinas und der Mongolei. Dort ist sie traditionell fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auch in manchen Regionen Tibets und des Himalaja finden Goji Beeren schon seit Jahrtausenden zur Vorbeugung und Linderung verschiedener Beschwerden Anwendung. In Europa wird die Goji Beere vor allem aufgrund ihrer enorm hohen Nährstoff- und Vitamindichte geschätzt. So decken beispielsweise 50 Gramm davon den Eisenbedarf eines erwachsenen Menschen und versorgen ihn mit einer hohen Dosis der Vitamin A, B, C und E. Weiterhin enthalten die Powerbeeren 21 wichtige Spurenelemente. In Deutschland findet man die Goji Beere meist in getrockneter Form (Info: http://www.nu3.de/goji/). Die roten Früchte mit ihrem unvergleichlichen Aroma schmecken süß.

Goji Beeren für ein starkes Immunsystem

Die in den kleinen roten Beeren enthaltenen Polysaccharide wirken positiv auf die Abwehrkräfte der Zellen und damit auf das Immunsystem. Bei Sportlern sind Goji Beeren als kalorienarmer, muskelstärkender Snack sehr beliebt.
Weiterhin können Goji Beeren helfen, folgenden Krankheiten vorzubeugen oder bestehende Beschwerden zu lindern:

– Verdauungsprobleme
– Pilzinfektionen
– chronischen Entzündungen
– Makuladegeneration, einer häufig bei älteren Menschen auftretenden Augenkrankheit
– Allergien
– Beschwerden infolge Überlastung und Stress

Guji Beeren enthalten folgende gesundheitlich wertvollen Stoffe:

– Polysaccharide
– alle essentiellen Aminosäuren
– Vitamin A, B, C und E
– Eisen
– Lutein
– Zeaxanthin
– Kalium

Zwei Rezepte mit Goji Beeren

Goji Smoothie

Zutaten

50 g getrocknete Goji Beeren
150 ml Orangensaft
200 g Früchte der Saison, wie Banane, Erdbeere, Melone, Pfirsich

Zubereitung: Alle Zutaten mit einigen Eiswürfeln mixen, kalt genießen.

Karottensuppe mit Goji Beeren

Zutaten

1 Brühwürfel Gemüse- oder Hühnerbrühe
300 g Karotten
1 mittelgroße Kartoffel
30 g Goji Beeren
500 ml Wasser
50 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Koriander zum Würzen

Zubereitung: Zuerst Karotten- und Kartoffelwürfel in der Brühe weichkochen und pürieren, abschmecken. Kurz vor dem servieren die getrockneten Beeren in die Suppe geben.

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Johanniskraut

Seite Jahrtausenden wird das Johanniskraut als Heilpflanze und Naturarznei eingesetzt. Das Blut des Märtyrers “Johannes der Täufer” soll auf die Pflanze getropft sein und ihr den Namen gegeben haben. Es wächst weltweit und ist eine anspruchslose Pflanze. In den magischen Rezepturen des Mittelalters hat das Kraut eine große Kraft gegen Geister und Dämonen, da wurde es auch für Liebeszauber verwendet. Johanniskraut an der Stalltür sollte das Vieh vor Krankheiten schützen. Aber schon Paracelus hatte seine größte Bedeutung erkannt: Die Hilfe gegen Depressionen. Geerntet und verwendet wird das obere Drittel des Krautes.

Johanniskraut hat so gut wie keine Nebenwirkungen

Seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin angewendet, sind seine vielfältigen Heilwirkungen jetzt auch wissenschaftlich erforscht und bestätigt: Johanniskraut ist zum Star der Pflanzenheilkunde geworden. Natürlich gibt es für die Anwendungsbereiche des Johanniskrauts auch synthetische Medikamente, aber Die Heilpflanze hat einen großen Vorteil: Es gibt bei ihrer Anwendung so gut wie keine Nebenwirkungen. Und wenn doch, dann sind diese wesentlich sanfter. Das einzige Problem: Johanniskraut sollte man nicht mit anderen Medikamenten kombinieren, denn es kann deren Wirkung unterdrücken. Sie sollten also eine solche Möglichkeit immer mit Ihrem Arzt besprechen. Die Tagesdosis sollte zwischen 400 bis 1 000 Milligramm des Extrakts betragen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Johanniskraut noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Es ist ein wertvolles pflanzliches Antidepressivum
  • Es beruhigt die Nerven, schafft inneren Frieden
  • Als Öl hilft es bei Gicht, Rheuma, Arthritis und Hexenschuss
  • es hat eine schmerzstillende Wirkung
  • Johanniskraut ist krampflösend und wirkt antiseptisch
  • Es beschleunigt Heilungsprozesse
  • Es fördert den Schlaf und bringt schöne Träume
  • Hilfe bei Blutergüssen und Quetschungen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Johanniskraut

  • Die Pflanze hat ätherische Öle
  • Hypericin ist verantwortlich für die beruhigende Wirkung, dazu kommen Gerbstoffe und Fett
  • Wichtige Flavanoide und Cholin

Zwei Rezepte mit Johanniskraut

Johanniskrautöl

Zutaten:
100 g frische Johanniskrautblüten, dazu ein halber Liter kaltgepresstes Olivenöl

Zubereitung:
Geben Sie die Blüten mit dem Öl in ein weithalsiges Gefäss. Gut verschliessen und an einem warmen sonnigen Ort zwei Monate stehen lassen. Immer wieder kräftig durchschütteln. Nch dieser Zeit durchseihen und die Kräuter gut auspresssen. In braunen Flaschen kühl und dunkel lagern – hält sich bis zu zwei Jahre.

WARNUNG: Johanniskraut macht lichtempfindlich. Während der Tee- oder Ölkur auf Sonnenbäder verzichten.

Johannikrauttee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel frisches oder getrocknetes Johanniskraut, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Wasser mit Johanniskraut zum Sieden bringen, dann eine Viertelstunde ziehen lassen und abseihen. Vor den Mahlzeiten eine Tasse Tee warm und langsam trinken. Das hilft dem Magen und macht fröhlich. Allerdings sollten Sie diese Kur sechs Wochen lang machen, damit sich ein Erfolg einstellt.

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Heilpflanzen

Hirtentäschel

Aus dem Mittelmeerraum kommend, hat das Hirtentäschel inzwischen ganz Europa erobert. Die Pflanze wird vom Frühjahr bis zum Herbst geerntet, dabei wird sie ganz aus dem Boden gezogen. Ihren Namen hat sie von den kleinen Fruchtkörpern, die herzförmigen Taschen gleichen, wie sie früher von Hirten verendet wurden. Hirtentäschel sollte nicht in der Schwangerschaft angewendet werden weil es Wehen fördert.

Hirtentäschel hat eine große Bedeutung in der Frauenheilkunde

Einer unscheinbare Pflanze mit großer Heilwirkung: Vor allem für Frauen ist das Heilkraut von großer Bedeutung. Schon in der Erfahrungsmedizin der Antike wurde es vor allem gegen Blutungen und zum Spülen der Gebärmutter angewendet. Die Wirkstoffe von Hirtentäschel gibt es als Tropfen, Tabletten, Tinkturen und Dragees. Mit einem Aufguss können auch Umschläge zur äußeren Anwendung verabreicht werden. Da gibt man etwa 5 Gramm des Krauts auf 150 ml Wasser. Man kann mit Hirtentäschel auch die Herzfrequenz steigern.

Darüber hinaus heilt und wirkt Hirtentäschel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Gebärmutterblutungen
  • Starken Menstruationsblutungen
  • Fieber
  • Blutdruckproblemen
  • Krampfadern
  • Hämorrhoiden
  • Nierenproblemen
  • Krampfadern
  • Gicht
  • Wunden
  • Ekzemen
  • Nasenbluten
  • Entzündungen der Harnwege

Die heilenden Inhaltsstoffe des Hirtentäschel sind

:

  • Ätherische Öle
  • Kalium
  • Gerbstoff
  • Saponin
  • Cholin
  • Tyramin
  • Brusasäure
  • Acethylcholin

Hirtentäscheltee

Zutaten:
2 gehäufte TLHirtentäschelkraut, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen und das Kraut siedend übergiessen. Zehn Minuten ziehen lassen, zweimal täglich eine Tasse trinken.
Bei äusseren Blutungen kann man von diesem Tee auch Umschläge machen.

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Heilpflanzen

Frauenwurzel

Die Pflanze stammt aus Asien und aus Nordamerika und spielte bei den Indianern bei der Geburtshilfe eine grosse Rolle: Die Frauenwurzel. Im Volksmund wird sie bei uns “Blauer Hahnenfuss” genannt. Sie spielt inzwischen in der europäischen Physiotherapie eine grosse Rolle, zu medizinischen Zwecken werden ihre Wurzeln verwendet.

Frauenwurzel hilft in und nach den Wechseljahren

Um bei der Wahrheit zu bleiben müsste diese Heilpflanzen eigentlich “Indianische Frauenwurzel” heissen, denn sie spielte in der Schamanenmedizin der nordamerikanischen und kanadischen Indianer schon vor Jahrhunderten eine grosse Rolle. Dorr heisst sie “Squaroot” – eben Frauenwurzel. Die Wirkstoffe dieser unscheinbarer Pflanze greifen in die Steuerfunktion des weiblichen Hormonhaushalts ein und hilft nachweislich bei allen Östrogen-Mangelzuständen (und und vor allem nach den Wechseljahren). Die Pflanzen wurde auch bei Schlangenbissen und zur Hautpflege eingesetzt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Frauenwurzel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Sie stärkt die Gebärmutter
  • Sie fördert den Rhythmus der Wehen
  • Sie hat eine krampflösende Wirkung
  • Sie fördert die Monatsblutung
  • Sie hilft bei Menstruationsschmerzen und Migräne
  • Sie beseitigt Stauungen im Venenbereich

Die heilenden Wirkstoffe der Frauenwurzel:

  • Saponine
  • Glykoside
  • Organische Säuren
  • Harze
  • Fermente
  • Methylcytisin
  • Benzylisochinolalkaloide

Als Medizin sollte sie nur unter Aufsicht eines Arztes verwendet werden. Man nimmt sie als Tee, Tinktur oder als Pulver.

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Heilpflanzen

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) wächst fast überall, vor allem aber an Seewiesen oder an Dorfrändern. Es ist die Leibspeise von Gänsen, daher sein Name. Von Mai bis September trägt die Pflanze große, gelbe Blüten. Mit den Blüten verbindet sich ein Volksglaube: Ein Zweiglein um den Hals getragen bringt Glück bei Geldangelegenheiten. Zu Zeiten unserer Ahnen kannte man es auch als “Krampfkraut”. Gänsefingerkraut findet in der Naturheilkunde vielfältige Anwendung. Das Kraut wird zur Blütezeit ohne die Wurzeln gesammelt und schonend an einem trockenen und luftigen Ort getrocknet.

Gänsefingerkraut ist ein altes Bauernmittel gegen Blutvergiftung

Viele unserer Heilkräuter sind absolute “Multi-Talente”: Mit ihren Wirk- und Inhaltsstoffen decken sie sehr oft einen weit gespannten Bereich von gesundheitlichen Problemen ab. Das trifft auch für das Gänsefingerkraut zu. Es hilft zum Beispiel in der Kombination mit Goldruten- und Schachtelhalmkraut gegen Nierenleiden und Entzündungen der Harnwege. Im Allgäu und in Oberbayern benutzen es die Bauern seit Jahrhunderten um Blutvergiftungen zu vermeiden. Dazu wird das Kraut in Milch gekocht, diese getrunken und das weichgekochte Kraut auf die Verletzung aufgelegt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Gänsefingerkraut noch bei folgenden Beschwerden:

  • Durchfall
  • Menstruationsbeschwerden
  • Krämpfe
  • Herzbeklemmungen
  • Husten
  • Blähungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Herzbeklemmungen
  • Koliken (Kleinkinder)
  • Wundheilung
  • Hämorrhoiden
  • Asthma
  • Keuchhusten
  • Sonnenbrand

Die heilenden Inhaltsstoffe des Gänsefingerkrauts:

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Harze
  • Flavone
  • Glykoside
  • Krampflösende Stoffe

Zwei Rezepte mit Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut Tee

Zutaten:
Zwei TL Gänsefingerkraut, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, das Gänsefingerkraut damit übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen, dann trinken. Bis zu drei Tassen täglich.

Most mit Gänsefingerkraut

Zutaten:
40 g Gänsefingerkraut (Blätter), 20 g Gänsefingerkraut-Wurzel, ein Liter Apfelmost.

Zubereitung:
Gänsefingerkrautblätter und -wurzel in einer gut verschließbaren Flasche mit dem Apfelmost ansetzen, an einem kühlen und dunklen Ort eine Woche stehenlassen, dann abseihen. Auf nüchternen Magen ein Gläschen davon trinken.

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Heilpflanzen

Eukalyptus

Mit seinem scharfen, frischen Geruch kennen wir ihn aus der Sauna, aus Mundwässern, Lutschtabletten bei Erkältungen und Ölen zum Einreiben. Ein uraltes Heilmittel aus Australien. Die Ureinwohner, die Aborigines, verwenden Eukalyptus schon seit Jahrtausenden in der Naturheilkunde. Eukalyptus ist ein Baum mit einem außerordentlich hohen Wasserverbrauch, deshalb wird er auch zum Trockenlegen von Sümpfen angebaut. Dadurch wurden grossräumig Brutstätten von Malariamücken vernichtet. Deshalb trat er auch den Namen “Fieberbaum”. Für die Herstellung von Hausmitteln werden vor allem seine Blätter verwendet.

Eukalyptussalbe selber machen

Da weht plötzlich ein frischer Wind durch die Atemwege, die Bakterien und Viren verkriechen sich – die ätherischen Öle und Inhaltsstoffe des Eukalyptus wirken sehr schnell. Ob als Öl für die Duftlampe, als Kapseln, als Badezusatz, in Lutschbonbons oder als Erkältungssalbe – Eukalyptus ist ein uraltes Heilkraut gegen alle möglichen Erkältungskrankheiten. Übrigens, Sie können sich die Salbe auch selbst herstellen: Verreiben Sie vor dem Schlafengehen einen TL Fett auf der Brust und beträufeln Sie die Schicht mit zehn Tropfen Eukalyptusöl. Gut abdecken und über Nacht einwirken lassen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Eukalyptus noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Asthma
  • Husten
  • Bronchitis
  • Festsitzendem Schleim
  • Nervenschmerzen
  • Rheuma
  • Verstopfte Nase und belegte Atemwege

Die heilenden Inhaltsstoffe des Eukalyptus:

  • Ätherische Öle
  • Cineol
  • Triterpene
  • Gerbstoffe
  • Phellandren
  • Piperiton

Zwei Rezepte mit Eukalyptus

Eukalyptus gegen Husten

Zutaten:
Ein TL Schweineschmalz, Eukalyptusöl.

Anwendung:
Verreiben Sie das Schweineschmalz auf der Brust und beträufeln Sie es mit dem Eukalyptusöl. Dann Mit einem Leinen- oder Baumwolltuch abdecken und über Nacht mit einer elastischen Binde fixieren.

Eukalyptuslikör

Zutaten:
25 g Eukalyptusblätter, sechs Pfefferminzblätter, 100 g Hustenbonbons, 200 g Zucker, ein Litter Grappa.

Zubereitung:
Blätter und Bonbons zerkleinern, in ein Gefäss gegen und mit dem Grappa übergiessen. An einem warmen. nicht zu sonnigen Platz zwei Wochen ziehen lassen. Dann den Zucker in heißem Wasser auflösen und dazugiessen. Noch eine Woche ziehen lassen und jeden tag kräftig durchschütteln. Dann filtern, umfüllen und weitere 5 Wochen stehen lassen. Dieser Likör lindert Husten.

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Heilpflanzen

Faulbaumrinde

Er wächst in unseren Wäldern, liebt es feucht, wird bis zu sechs Meter hoch, seine Beeren sind giftig und sein Name abstossend: Der Faulbaum. Aber in der Naturheilkunde hat er seinen festen und sicheren Platz. Denn in der faulig stinkenden Rinde stecken grosse Heilkräfte, die vor allem für die Verdauung wichtig sind. Zusammen mit anderen Heilkräutern wird er in vielen Tees gegen Blähungen und andere Magen und Darmproblem verwendet. Die Rinde dieses Strauches wird erst nach einer einjährigen Trockenzeit in der Naturheilkunde eingesetzt, da sie in frischem Zustand Brechreiz verursacht.

Faulbaumrinde sorgt für weichen Stuhl bei Hämorrhoiden

Dieses Naturheilmittel wird sehr erfolgreich bei Verstopfungen und bei Hämorrhoiden, Analfissuren und nach Operationen im Rektum und Anus eingesetzt: Es sorgt dafür, dass der Stuhl weich abgeht. In Kombinationspräparaten ist Faulbaumrinde oft zusammen mit krampflösenden Pflanzen und Quellstoffdrogen enthalten. Sie sollten jedoch nicht versuchen, mit Hilfe von Faulbaumpräparaten abzunehmen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Faulbaumrinde noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Die Inhaltsstoffe schonen die Dickdarmhaut
  • Sie hilft bei Mundfäule und Entzündungen im Rachenraum
  • Sie wirkt bei Hauterkrankungen
  • Sie ist wurmtötend
  • Sie regt die Milz an
  • Sie hilft bei Krätze
  • Bei einer Stauung des Gallenflusses
  • Sie ist ein sehr wirksames Abführmittel

Die heilenden Inhaltsstoffe der Faulbaumrinde

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Glykoside
  • Anthrachinone

Zwei Rezepte mit Faulbaumrinde

Faulbaumrindentee

Zutaten:
Ein TL geschnittene Rinde, ein Viertelliter kaltes Wasser

Zubereitung:
Die Rinde mit dem Wasser kurz aufkochen, abseihen. lauwarm trinken. Oder die Rind zwölf Stunden in kaltem Wasser untermehrmaligem Umrühren ziehen lassen, dann abseihen und das Wasser lauwarm trinken.

Faulbaumrindentinktur

Zutaten:
100 g Faulbaumrinde, ein halber Liter 60%iger Ansatzbranntwin.

Zubereitung:
Die Rinde mit dem Alkohol in einem Gefäss zehn tage gut verschlossen bei einer Temperatur von 15 bis 20 Grad Celsius ansetzen, dann abseihen. Davon bei Bedarf mehrmals täglich 15 bis 20 Tropften einnehmen.

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Heilpflanzen

Erdrauch

Dieses Kraut hat viele Namen, unter anderem heißt es auch Ackerkraut. Es ist in der Naturheilkunde kaum noch bekannt, dabei war es im Mittelalter – zu Recht – eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Seinen Namen verdankt es den grüngrauen Blättern, die von der Ferne wie aufsteigender Rauch aussehen und der Tatsache, dass beim Verbrennen des Krautes eine beißender Rauch aufsteigt, dem man früher starke Kräfte gegen böse Geister nachsagte. Im Mittelalter war es das wichtigste Heilmittel für eine Frühjahrskur zur inneren und äußeren Reinigung.

Seine Furmarsäure hemmt Schuppenflechte

Dem Erdrauch werden in der Volksmedizin harntreibende und krampflösende Eigenschaften nachgesagt. In der Homöopathie werden seine frischen oberirdischen Teile angewendet. Erdrauchkraut kann in Form von Tee oder der Trockenextrakt des Krautes auch in Form von Tabletten und Dragees eingenommen werden. Wenn Sie mit Erdrauch eine Kur machen wollen, dann sollte die Tagesration etwa 5 bis 6 Gramm betragen. Sein Inhaltsstoff Furmarsäure hemmt bei Schuppenflechte und Ekzemen überschießende Reaktionen des Immunsystems, kann deshalb lindern wirken.

Darüber hinaus heilt und wirkt Erdrauch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Reguliert die Gallenausscheidung
  • Ist blutreinigend
  • Krampflösend
  • Hilft bei Verstopfung
  • Vertreibt Würmer
  • Stoppt Gallenkoliken
  • Hilft bei Depressionen
  • Heilt Hautentzündungen
  • Hilft bei Migräne
  • Heilt Hämorrhoiden

Die heilenden Wirkstoffe des Erdrauchs

  • Alkaloide
  • Fumarsäure
  • Protopin
  • Gerbsäure
  • Schleime
  • Fumarin
  • Flavanoide

Erdrauchkraut – Tee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Erdrauchkraut, 150 ml Wasser.

Zubereitung:

Das Wasser zum Kochen bringen, das Erdrauchkraut damit übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen, den frisch zubereiteten Tee warm eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Die Anwendung muss über mehrere Wochen erfolgen

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Eisenkraut

Der Sage nach macht es unwiderstehlich: Das Eisenkraut, auch Wunschkraut genannt. Schon im Altertum wurden ihm magische Kräfte zugeschrieben, es war ein Zauberkraut, half gegen Geister und Dämonen und bewahrte das Haus vor Schäden. Kelten und Germanen nutzten die Pflanze als Wundheilmittel. Dieses wunderbare Heilkraut blüht von Juli bis September, wächst auf Schutt und an Wegen, bevorzugt an der Sonne oder im Halbschatten. In Südfrankreich wird aus dem Kraut ein sehr wohlriechendes Öl hergestellt. Getrocknetes Eisenkraut gibt es in der Apotheke.

Eisenkraut als Tee, Tropfen und Dragees

Schon vor vielen Jahrhunderten hat de Erfahrungsmedizin die Bedeutung dieses Heilkrauts als entzündungshemmendes und harntreibendes Mittel erkannt. Bei Frauen soll die Pflanze einen positiven Effekt bei Wechseljahresbeschwerden, unregelmäßiger Periode und Problemen beim Stillen haben. Schließlich wird das Kraut äußerlich auch bei schlecht heilenden Wunden, Brandwunden und Geschwüren eingesetzt. Eisenkraut gibt es in Tees, aber auch als Tropfen und Dragees. Die normale Dosis pro Tag: vier bis fünf Gramm.

Darüber hinaus heilt und wirkt Eisenkraut noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Gallenschwäche
  • Leberschwäche
  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • Mandelentzündung
  • Krämpfen
  • Blasensteine, Nierensteine
  • Rheuma
  • Sodbrennen
  • Geschwüren
  • Ekzemen

Das sind die heilenden Wirkstoffe des Eisenkraut

  • Kieselsäure
  • Schleime
  • Ätherische Öle
  • Verbenalin
  • Alkaloid
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Gerbsäure
  • Glykoside
  • Alpha-Sitosterol

Eisenkrauttee

Zutaten:
Zwei Teelöffel gtrocknetes Eisenkraut, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen, das Eisenkraut etwa zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen, pro Tag einige Tassen trinken.

Für die äusserliche Anwendung gibt es Eisenkrauttinktur.

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Heilpflanzen

Eibisch

Den kennn wir als Wirkstoff in vielen Hustenmitteln. Aber er kann viel mehr, wie schon sein volkstümlicher Name “Heilwurz” sagt. Wegen seiner schönen lila- bis rosafarbenen Blätter ist er eine beliebte Gartenpflanze, die bis zu anderthalb Meter hoch wird. Die Blätter werden im April/Mai, die Wurzeln im Oktober/November geerntet. Die Pflanze kommt vom Schwarzen und vom Kaspischen Meer, bei uns wächst sie kaum wild. Als Heilpflanze hat sie eine uralte Geschichte: Schon im Grab eines vor 80 000 Jahren verstorbenen Neandertalers fanden sich Spuren von ihr.

Eibisch hilft gegen Magengeschwüre und Husten

Der Eibisch ist ein Zierde unserer Gärten und gleichzeitig ein Wunder an Heilkraft. Ganz wichtig als Wirkstoff ist der Schleim, der im Eibisch in grossen Mengen vorkommt. Deshalb darf Eibisch auch nicht gekocht werden, sondern man muss ihn als Kaltauszug einsetzen. So werden die Kräfte des Schleims erhalten. Mit den Extrakten des Eibisch kann man vor allem gesundheitliche Probleme der Schleimhäute bekämpfen. Mund-, Magen- und Darmschleimhautentzündungen zum Beispiel. Die Extrakte werden vorwiegend aus der Wurzel gewonnen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Eibisch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Erkältungen
  • Darmschleimhautentzündung
  • Bronchitis
  • Magengeschwür
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Blasenentzündung
  • Insektenstichen
  • Mundgeruch
  • Muskelkater
  • Furunkel

Die heilenden Wirkstoffe des Eibisch:

  • Ätherische Öle
  • Schleim
  • Saponine
  • Gerbstoff
  • Zink
  • Cumarina
  • Gerbsäure
  • Asparagin
  • Ephedrin

Zwei Rezepte mit Eibisch

Eibischtee (Blüten und Blätter)

Zutaten:
Zwei TL voll mit Eibischblättern oder -blüten, Wasser.

Zubereitung:
Die Blätter und Blüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrühen, fünf Minuten ziehen lassen, durchseihen und mehrmals täglich eine Tasse warm trinken. Eventuell mit Kandiszucker süssen.

Eibischwein

Zutaten:
Vier EL getrocknete Eibischwurzel, ein halber Liter trockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Eibischwurzeln in einem Glasgefäss mit dem Wein übergiessen. gut verschliessen. Nach 24 bis 30 Stunden durchfiltern und in eine Flasche geben. Bei Erkältungen ein Glas trinken.

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Oregano

Nicht mehr wegzudenken aus unseren Küchen – der Oregano. Aber auch in der Naturheilmedizin spielt das Kraut eine grosse Rolle. Bekannt ist es schon seit Jahrtausenden. Seine Hauptvorkommen sind in Mittel- und Südeuropa, in Russland und im Kaukasus. Er liebt karge, bergige Lagen, warme Waldränder und steile Böschungen. Das blühende Kraut wird in den Monaten Juli bis September geerntet und dann vor der Sonne geschützt. Wir kennen es von jeder Pizza, denn die wird damit bestreut.

Oregano wirkt heilend bei

  • Cellulitis
  • Krampfhusten
  • Blähungen
  • Ekzemen
  • Rachen- und Mandelentzündungen
  • Verdauungsstörungen
  • Psoriasis

Die heilenden Wirkstoffe des Oregano:

  • Gerbstoffe
  • Thymol
  • Ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Carvacrol

Zwei Rezepte mit Oregano

Tee mit Oregano

Zutaten:
Ein gehäufter EL Organo, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, den Oregano übergiessen, zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen, zwei bis drei Tassen pro Tag.

Speisen mit Oregano

Frisch oder getrocknet ist Oregano ein wunderbarer Aromaspender für Spießen mit Tomaten oder Hülsenfrüchten, gegrilltem Fleisch und Salaten. Er nimmt Speisen die blähende Wirkung und hilft z. B. einen fetten Schweinebraten besser zu verdauen.

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Currykraut

Das hat nichts mit den scharfen indischen oder südostasiatischen Gerichten zu tun, sondern kommt aus dem Mittelmeerraum und wir kennen es auch als Immortelle. Früher wurden die Blätter des Currystrauches oft als Teeersatz verwendet, heute nutzen wir seine Öle. Das Currykraut ist eine Heckenpflanze und wird zwischen 40 cm und einem Meter hoch. Es duftet nach Curry, vor allem dann, wenn es regnet.

Currykrautöl hilft gegen unreine Haut

Es wächst an den sonnigen Hängen im Mittelmeerraum, und zwar überall. Seine wichtigsten Inhaltsstoffe sind seine ätherischen Öle, die gerne bei Massagen oder in Duftlampen verwendet werden. Man sagt ihren Wirkstoffen eine beruhigende und angstlösende Wirkung nach. Auch bei der Bewältigung von Trauer ist der Duft hilfreich, verdrängt er doch Depressionen. Aber das Öl des Currykrauts hat auch handfeste medizinische Wirkungen. Zum Beispiel bei Akne und generell unreiner Haut. Da ist es besonders wirksam, wenn man einige Tropfen in Mandel- oder Jojobaöl gibt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Currykraut noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Prellungen
  • Schwellungen
  • Schmerzen
  • Pilzbefall
  • Ekzemen
  • Gelenkschmerzen
  • Blutergüssen
  • Husten
  • Insektenstichen
  • Krampfadern
  • Zerrungen
  • Blutergüssen

Die heilenden Wirkstoffe des Currykrauts

  • Ätherische Öle
  • Borneol
  • Beta-Pinen
  • Limonen
  • Nerol
  • Bitterstoffe
  • Italidion

Zwei Rezepte mit Currykraut

Tee mit Currykraut

Zutaten:
Ein EL getrocknete Blüten, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Blüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, fünf Minuten ziehen lassen, durchseihen. Dieser Tee hilft gegen Husten und wirkt entgiftend. Man kann ihn äusserlich auch zur Hautbehandlung und für Bäder nutzen.

Currykraut in der Küche

Das süße und milde Aroma des Currykrauts ist für viele Speisen geeignet. Man kann ganze Zweige mitkochen, oder man zerstösst das Kraut zusammen mit anderen Gewürzen im Mörser. Es eignet sich besonders für Eintöpfe, Suppen, gedünstetes Gemüse und Reis- sowie Fleischgerichte.

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Heilpflanzen

Borretsch

Diese Gewürz- und Heilpflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und kam im Mittelalter über die Alpen. Weil sie so wunderschöne blaue Blüten hat, wird sie auch Blauhimmelstern genannt. Oder auch Herzfreude und Liebäugeleien. Sie merken: Eine Pflanze, die man liebhaben muss. Borretsch ist ein beliebtes Küchenkraut, wird dem Salat oder dem Gemüse beigegeben. Aber auch auf dem Gebiet der Naturmedizin werden di Wirkstoffe des Borretsch gerne genutzt.

Gesundheit zum Essen

Streuen Sie die herrlichen blauen Blüten über Suppe oder Salat und freuen Sie sich über den kräftigen, gurkenähnlichen Geschmack. Und denken Sie dabei: Ich esse gerade Gesundheit pur. Die Blüten gelten seit der Antike als Glücklichmacher und werden auch gegen Gicht eingesetzt. Ihr hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren wird gegen Neurodermitis eingesetzt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Borretsch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Trockener Husten
  • Verstopfung
  • Bluthochdruck
  • Herzbeschwerden
  • Ekzeme
  • Melancholie
  • Schlaflosigkeit

Die heilenden Wirkstoffe des Borretsch

  • Gerbsäuren
  • Saponine
  • Flavonoide
  • Schleim
  • Alkaloid
  • Gerbstoff
  • Alantoin

Zwei Rezepte mit Borretsch

Borretsch-Tee

Zutaten:
Ein EL getrocknete Borretschblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, die getrockneten Borretschblätter übergiessen, eine Viertelstunde ziehen lassen. Davon täglich zwei bis dir Tassen trinken.

Frankfurter Grüne Soße

Zutaten:
Schnittlauch, Borretsch, Petersilie, Dill, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle. Für die Marinade: Olivenöl, Weinessig, Salz, Pfeffer. Pro Persone eine Handvoll der Kräutermischung. Man kann auch noch Estragon, Ysop, Zitronenmelisse und Kresse beifügen.

Zubereitung:
Die Marinade anrühren, die Kräuter klein schneiden, beides im Mixer noch mehr zerkleinern, alles mit Sauerrahm oder Joghurt vermischen. Vor dem Servieren werden noch ganz klein gehackte hartgekochte Eier dazu gegeben. Dazu Pellkartoffeln und gekochtes Rindfleisch.

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Blutwurz

Diese Heilpflanze wächst in ganz Europa auf sonnigen, sandigen Böden, in lichten Wäldern und auf Wiesen. Den Namen hat sie von einem roten Farbstoff, der sich in den Wurzeln befindet. Für die Naturmedizin wird die Wurzel verwendet. Schon im Mittelalter setzte man sie gegen Blutungen ein. Weitere volkstümliche Namen: Dilledapp, Natternwurz, Siebenfinger, Rotwurz, Aufrechtes Fingerkraut.

Blutwurz wird gerne als Likör getrunken

Landwirte sind nicht sehr glücklich, wenn der Blutwurz auf ihrem Besitz wächst, zeigt er doch magere und saure Böden an. Aber in der Naturmedizin spielt dieses Heilkraut eine grosse Rolle: Unter anderem beruhigt er den Magen und seine Inhaltsstoffe senken Fieber. Er wird als Tee, Likör oder als Einreibemittel angewendet. Von grosser Bedeutung für seine gesunde Wirkung ist sein roter Farbstoff.

Darüber hinaus heilt und wirkt der Blutwurz noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Rachenentzündungen
  • Immunschwäche
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Hämorrhoiden
  • Verbrennungen
  • Wunden
  • Halsentzündung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Afterjucken
  • Rheuma und Gicht
  • Diabetes

Die heilenden Wirkstoffe des Blutwurz

  • Gerbstoffe
  • Ätherische Öle
  • Das Glykosid Tormentillin
  • Harze
  • Roter Farbstoff

Rezept mit Blutwurz

Blutwurz-Tee

Zutaten:
Drei EL getrocknete Blutwurz-Wurzel, ein halber Liter Wasser.

Zubereitung:
Die Wurzeln mit dem Wasser übergiessen und eine Viertelstunde lang sieden.
Für den Magen dreimal täglich eine Tasse trinken. Bei Wunden, Verbrennungen und Hämorrhoiden Umschläge machen.
Die Wirkstoffe des Blutwurst gibt es auch in Tinkturen (Apotheke).

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Heilpflanzen

Bockshornklee

Im N ahen Osten und in Nordafrika wird Bockshornklee als Nahrungsmittel und Futterpflanze angebaut. Er wird auch als Gewürzpflanze den Currypulvermischungen beigemengt. Ursprünglichstammt er aus Persien, schon die alten Ägypter setzten seine Wirkstoffe in der Pflanzenheilkunde und bei der Geburtshilfe ein. Karl der Grosse befahl seinen Anbau in Mitteleuropa und Hildegard nahm ihn als Heilmittel bei Hautkrankheiten. Pfarrer Kneipp machte ihn wieder bekannt und schrieb: ” Foenum graecum (Bockshornklee) ist das beste von allen mir bekannten Heilmitteln zum Auflösen von Geschwüren und Geschwülsten.”

Bockshornklee: Eine Naturarznei aus Persien

Benediktinermönche haben den Bockshornklee schon vor über 1 000 Jahren zu uns gebracht. Ursprünglich stammt die Naturarznei aus Persien/Indien. Seine Samen ist ein sehr gutes Mittel für Menschen, die sich nach langer Krankheit in der Rekonvaleszenz befinden, er ist hilfreich gegen Bluthochdruck und bei Geschwüren, die sich nicht schliessen wollen.

Darüber hinaus heilt und wirkt der Bockshornklee noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Appetitlosigkeit
  • Offene Beine
  • Lymphdrüsenschwellung
  • Verdauungsstörungen
  • Halsschmerzen
  • Bronchitis
  • Husten
  • Blasenentzündung
  • Abszesse
  • Blutarmut

Die Heilstoffe des Bockshornklees

  • Saponin
  • Eiweiss
  • Schleimstoffe
  • Phosphor
  • Bitterstoffe
  • Eisen
  • Ätherische Öle
  • Flavonglykosid

Zwei Rezepte mit Bockshornklee

Bockshornklee-Tee

Zutaten:
Ein Teelöffel zerstossener Bockshornkleesamen, ein Viertelliter Wasser, ein paar Tropfen Orangenöl.

Zubereitung:
Den zerstossenen Bockshornkleesamen mit einem Viertelliter heissem Wasser übergiessen, ziehen lassen, das Orangenöl dazugeben, durchseihen, zwei bis drei Tassen am Tag trinken.

Bockshornklee-Breiumschlag

Zutaten:
100 g Bockshornklee-Samen. Wasser.

Zubereitung:
Den Bockshornklee mit wenig Wasser anrühren, den Brei aufkochen. Den warmen Brei auf ein Tuch geben, dieses auf die betroffenen Körperstellen legen, eine halbe Stunde einwirken lassen.

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Heilpflanzen

Efeu

Efeu trifft man überall: An Bäumen, in Gärten, an Hauswänden und an Zäunen. Da kraxelt er munter herum und wächst und wächst. Wussten Sie aber auch, dass diese Pflanze zur “Arzneipflanze des Jahres 2010” gewählt wurde? Efeu ist nämlich weit mehr als nur eine Zierpflanze: Seine Blätter wurden bereits in der Antike als Schmerzmittel eingesetzt. Auch Salben hat man mit ihm zubereitet. Er galt auch als mythische Pflanze: Wo Efeu wächst – so glaubte man – da wohnen auch die Götter.

Saponine gegen Husten bei Kindern

Der wächst und wächst: An Bäumen, Dachrinnen, Zäunen – sogar an kahlen Betonwänden kann sich der Efeu emporranken. Aber er ist auch eine Heilpflanze mit herausragenden Eigenschaften. So ist zum Beispiel Efeu-Saft ein altes Hausmittel gegen Husten bei Kindern. Sein wichtigster Wirkstoff sind die Saponine: Sie verflüssigen und lösen Verschleimungen. Allerdings können sein Saft und auch die Blätter allergische Wirkungen hervorrufen. Deshalb ist es sinnvoll, Efeu nur in fertigen Produkten aus der Apotheke einzusetzen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Efeu noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Schmerzen
  • Verbrennungen
  • Gicht
  • Geschwüre
  • Cellulitis
  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Rheuma
  • Wunden

Die heilenden Inhaltsstoffe des Efeu

  • Saponine
  • Ätherische Öle
  • Helixin
  • Hederin

Zwei Rezepte mit Efeu

Efeu-Tee

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel mit getrockneten Efeublättern, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Efeublätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, zehn Minuten zugedeckt stehen lassen. Dann durchseihen, drei Tassen am Tag. Eventuell mit Honig süssen.

Efeu-Öl

Zutaten:
Sammeln Sie an einem trockenen Tag eine Handvoll Efeublätter. 150 ml Olivenöl.

Zubereitung:
Die Blätter in ein Gefäss geben und mit dem Olivenöl übergiessen, so dass sie vollkommen bedeckt sind. Fünf bis sechs Tage stehen lassen. Dann das Öl mit den Blättern im Wasserbad erhitzen, eine Viertelstunde köcheln lassen. An einem dunklen Ort abkühlen lassen. Danach das Gefäss an einen warmen Ort (sonnige Fensterbank) stellen, drei Tage stehen lassen und das Gefäss dreimal am Tag kräftig rütteln. Dann das Öl durch Kaffefilterpapier laufen lassen und in eine dunkle Flasche füllen.

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Bibernelle

Ein unscheinbares Kraut, das es in sich hat: Die Bibernelle. Sie wächst bei uns wild oder im Garten, wo sie auch der Zierde dient. Oder als ein Würzkraut, von dem man gerne ein paar Blätter in die Suppe oder den Salat tut. Im Mittelalter gab es den Spruch: “Esst Bibernell, esst Bibernell, dann sterbt ihr nicht so schnell.” Da soll sie sogar gegen die Pest geholfen haben. Verwendet wird auch die Wurzel, die entweder im März oder im September gesammelt wird. Die Wurzeln strömen einen starken Ziegengeruch aus, deshalb heißt die Bibernelle auch “Bockswurz”.

Bibernelle ist eine kleine Hausapotheke

Unscheinbar und kaum beachtet wächst diese Naturarznei fast überall. In der Naturmedizin deckt sie eine grosse Bandbreite an Heilwirkungen ab. wie z.B. Heiserkeit und Sodbrennen. Die beruhen auf ihren starken Wirkstoffen wie zum Beispiel den Saponinen oder ihren vielfältigen ätherischen Ölen. Bibernelle gehört so oft wie möglich in die Suppe – die Pflanze ist fast wie eine kleine Hausapotheke. Leider ist sie ziemlich in Vergessenheit geraten.

Darüber hinaus heilt und wirkt Bibernelle noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Bei Gallen- und Leberproblemen
  • Wenn die Nieren schwächeln
  • Sie reinigt das Blut
  • Bei Bronchitis
  • Bei Kehlkopfentzündungen
  • Bei Durchfall
  • Bei Nierensteinen
  • Bei Hautausschlägen
  • Bei Hämorrhoiden
  • Bei Gicht
  • Bei Herzbeschwerden

Die heilenden Wirkstoffe der Bibernelle

  • Gerbstoffe
  • Pimpinellin
  • Saponine
  • Ätherische Öle
  • Cumarine
  • Polyacetylene

Zwei Rezepte mit Bibernelle

Bibernellentee

Zutaten:
Ein Teelöffel klein gehackte Wurzel, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die Bibernellewurzeln mit einer Tasse Wasser ca. fünf Minuten köcheln, dann fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen.. Durchseihen und pro Tasse mit einem Esslöffel Honig süßen. Hilft bei Husten und Heiserkeit.

Bibernellenwein

Zutaten:
50 g feingeschnittene Bibernellewurzel, ein Liter trockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Bibernellewurzeln in ein Gefäss geben, mit dem Weisswein übergiessen und gut verschlossen zehn Tage ruhen lassen. Dann durchseihen. Bei Erkrankungen der oberen Atemwege täglich ein Glas trinken.

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Bärlauch

Er gehört mit zu den ersten Heilkräutern, die uns im Frühjahr Gesundheit bringen: Ende Februar/Anfang März wächst er an Waldrändern und auf Lichtungen. Ende April blüht er – dann ist seine grosse Zeit vorbei. Bärlauch ist ein uraltes Heilkraut, das in ganz Europa und im nördlichen Asien wächst. Wegen seines Geruchs wird er auch als “wilder Knoblauch” bezeichnet, mit dem er ja auch verwandt ist. Bärlauch findet sowohl in der Küche wie auch in der Naturmedizin Anwendung.

Bärlauch ist eine der gesündesten Heilpflanzen

So gut kann Gesundheit schmecken: Bärlauch ist eine unserer würzigsten und gesündesten Heilpflanzen. In ihr vereinigt sich die ganze Kraft des Frühlings mit medizinisch überragenden Eigenschaften ihrer vielen Wirkstoffe. Mit Bärlauch (den Sie übers ganze Jahr geniessen können) drücken Sie den Anteil des schlechten LDL-Cholesterins im Blut nach unten, senken generell die Blutfettwerte, verhindern so Arteriosklerose.

Darüber hinaus heilt und wirkt Bärlauch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er senkt hohen Blutdruck
  • Er stärkt das Herz und den Kreislauf
  • Er wirkt entzündungshemmend
  • Hilft gegen Appetitlosigkeit
  • Senkt Fieber
  • Hilft gegen Blähungen und Verdauungsbeschwerden
  • Wirkt gegen Arteriosklerose
  • Vertreibt Würmer
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Verjagt die Frühjahrsmüdigkeit

Die heilenden Inhaltsstoffe des Bärlauch

  • Vitamin C
  • Allicin
  • Eisen
  • Zink
  • Mineralsalze
  • Ätherische Öle
  • Vinylsulfid
  • Schleime

Zwei Rezepte mit Bärlauch

Bärlauchschnaps

Zutaten:
Zwei Handvoll frischer Bärlauch , ein Liter klarer Schnaps.

Zubereitung:
Bärlauch waschen, trocknen und sehr klein schneiden. In ein Gefäß geben, den Schnaps darüber gießen. An einen warmen, aber nicht sonnigen Platz stellen, alle zwei Tage durchschütteln. Nach vier Wochen filtern und in eine dunkle Flache füllen. Zur Verdauung trinken.

Bärlauchpesto

Zutaten:
100 g frischer, geputzter Bärlauch , eine Prise Salz, 0.3 Liter Oliven- und hochwertiges Sonnenblumenöl zu gleichen Teilen, 20 g fein geriebene Pistazien-, Pinien- oder Walnusskerne, 20 Parmesan, 20 g Schafskäse.

Zubereitung:
Bärlauch putzen und klein schneiden. Alle Zutaten in eine grosse Schüssel geben und mit dem Stabmörser zerkleinern. In absolut saubere Einmachgläser füllen. Der gesamte Glasinhalt muss mit ca. seinem halben Zentimeter Öl bedeckt sein.

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Heilpflanzen

Bärentraube

Seine Wirkung hat ihm im Volksmund einen eigenen Namen gegeben: Harntraube. Die Bärentraube liebt sonnige und warme Stellen, wächst teppichartig in hoch gelegenen Gebieten auf Zwergstrauchheiden. Man kann sie leicht mit der Preiselbeere verwechseln. Medizinische verwendet werden die Blätter, die von April bis Novä,Bär gesammelt werden. In Skandinavien macht man aus der Bärentraube Sirup und bäckt die kleinen Früchte in Brot ein. Wenn Sie Bärentraube anwenden, dann färbt sich der Urin braun.

Schadstoffe mit dem Urin abtransportieren

Die Nieren machen Probleme, im Körper sammelt sich Wasser an, es besteht die Gefahr der “dicken Beine”: Dagegen ist im Heilgarten der Natur die Bärentraube gewachsen. Ihre Wirkstoffe helfen der Niere und der Blase, Schadstoffe über den Urin aus dem Körper abzutransportieren. Noch eine Wirkung ist hervorzuheben: Ihre Inhaltsstoffe helfen gebärenden Frauen bei den Wehen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Bärentraube noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Bei der Entwässerung
  • Sie ist antibakteriell
  • Bei Kopfschmerzen
  • Bei Vitamin C-Mangel
  • Bei Blasensteinen
  • Bei Nierenbeckenentzündungen
  • Bei Nierengries

Diese Wirkstoffe der Bärentraube heilen

  • Arbutin
  • Gerbsäuren
  • Salizylsäure
  • Vitamin C
  • Flavone
  • Alantoin

Das Tee-Rezept

Einen bis zwei Teelöffel der Blätter mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergiessen und 24 Stunden stehen lassen, hin und wieder umrühren. Abseihen und langsam auf Trinktemperatur erwärmen. Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse trinken.

Achtung:
Der Wirkstoff Hydrochinon kann sich bei saurem Harn nicht entfalten, daher bei einer Bärentraubenkur Fruchtsäfte, Sauerkraut, saures Obst und Ähnliches meiden. Da die Pflanze in Deutschland geschützt ist, müssen Sie Bärentraubenblätter in der Apotheke kaufen.

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Brennnessel

Die beißt und zwickt an den nackten Waden – als Kinder haben wir sie gehasst: Die Brennnessel. Heute rückt sie als Naturheilmittel immer mehr in den Mittelpunkt des Gesundheitsdenkens. Das hatte schon Pfarrer Kneipp erkannt: “Wer an Rheumatismus leidet und kein Mittel findet den selben auszutreiben, bestreiche oder schlage die schmerzenden Stelle ein paar Minuten mit frischen Brennnesseln.” So radikal wollen wir es nicht empfehlen. Die Brennnessel wird in der Naturheilkunde und in der Kosmetik (Haarwuchs, Schuppenbekämpfung) eingesetzt. Aber auch in der Küche hat sie – vor allem im Frühjahr – durchaus ihre Fans. Verwendet wird das Kraut (April/Mai) und die Wurzel (September/Oktober). Lassen Sie die Finger von an Wegrändern oder bei Industrieanlagen und -brachen Brennnesseln – die sind meist stark belastet.

Brennnessel hilft bei Rheuma und Bluthochdruck

Manchmal spielt die Natur mit uns Spielchen: Die Brennnessel ist unscheinbar, und wenn man in einen Brennnesselstrauch gerät, dann wird sie zum Hassobjekt. Aber ihre inneren Werte sind für unsere Gesundheit fast unschätzbar: Vor allem bei Rheuma und Bluthochdruck wirken ihre Inhaltsstoffe, vor allem die Mineralien, die Lignane und ihr Nessselgift. Und das Schönste: Man muss sie nicht anbauen, sie wächst wirklich überall, kann im Garten sogar zur Plage werden. Nicht ärgern, nutzen Sie die Wirkstoffe der Brennnessel als eine Gottesgabe für Ihre Gesundheit.

Darüber hinaus heilt und wirkt die Brennnessel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Durchfall
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Diabetes
  • Gicht
  • Appetitlosigkeit
  • Nierenproblemen
  • Magenschwäche
  • Verstopfung
  • Harnwegerkrankungen
  • Leber- und Gallenbeschwerden

Die heilenden Wirkstoffe der Brennnessel:

  • Vitamine
  • Mineralien
  • Nesselgift
  • Histamin
  • Sekretin
  • Chlorophyll
  • Carotinoide
  • Lignane
  • Calcium

Zwei Rezepte mit Brennnessel

Brennnessel-Tee

Zutaten:
Zwei TL Brennnesselwurzel oder blätter, frisch oder getrocknet, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Sieden bringen, über die Brennesselblätter oder wurzeln giessen, zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Täglich zwei Tassen trinken.
Als Entschlackung im Frühling empfiehlt sich eine achtwöchige Kur.

Brennnessel-Öl

Zutaten:
Zwei Handvoll getrocknetes Brennnesselkraut, ein halber Liter Olivenöl.

Zubereitung:
Olivenöl und Brennnesselkraut in einem Glas gut verschliessen. An einem hellen Ort vier Wochen lang fest verschlossen stehen lassen und täglich schütteln. Dann abseihen und kühl lagern. Hildegard von Bingen empfahl dieses Öl gegen Vergesslichkeit und Nervosität. Es eignet sich gut für Salate oder Marinaden.

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Alant: Das Wundermittel für Lunge, Magen und Darm

Für die Heilpflanze Alant gibt es eine über 1000 Jahre alte Empfehlung der großen Kräuterkennerin Hildegard von Bingen: Sie empfahl die Anwendung von Alant bei Lungenproblemen und bei Asthma. Alant sieht aus wie eine kleine Sonnenblume mit einem leuchtend gelben Blütenkopf. Aber die großen Heilkräfte der Natur stecken bei dieser Pflanze in der Wurzel. Im Herbst werden sie ausgegraben und getrocknet. Danach sind sie ein fast universelles Wundermittel gegen viele Krankheiten. Mit ihren Bitterstoffen ist sein vor allem gut für die Leber und die Galle.

Inulin stärkt die Milchsäurebakterien

Alant hat einen hohen Anteil von Inulin. Dieser Wirkstoff ist für unsere nützlichen Milchsäurebakterien im Darm ein hochbegehrter Nährstoff. Die Milchsöäurebakterien sorgen für eine gesunde Darmflora, helfen bei der Entgiftung und dem Abtransport von Schadstoffen. Sie bekämpfen Darminfektionen und vertreiben Würmer auf natürliche Weise. Viele Menschen leiden – vor allem im Alter – unter zunehmender Appetitlosigkeit. Das ist gefährlich, denn dadurch kommt es zu Mangelerscheinungen bei der Vitamin- und Mineralienversorgung.

Bitterstoffe für die Fettverdauung

Genauso wichtig für unsere Gesundheit sind die Bitterstoffe in den Wurzel von Alant. Die verstärken den Gallenfluss, der wiederum wirkt positiv auf die Arbeit der Leber ein und hilft bei der Fettverdauung, so das es gar nicht erst zu Fetteinlagerungen in der Leber oder im Bindegewebe kommt. Alant sorgte also auch dafür das wir unsere Figur behalten und nicht dick werden – auch wenn wir immer mal wieder mit fettem Fleisch, Butter und Käse sündigen.

Alant – das Kraut für die Frauen

Viele Frauen leiden unter zwei Problemen: Menstruationsschmerzen und den Folgen der Wechseljahre. Hier ist Alant ein seit vielen Jahrhunderten bewährtes Mittel gegen dies Frauenleiden. Zwei bis dreimal im Jahr eine 14tägige Kur mit Alant ist da sehr hilfreich. Vor allem die Wechseljahresprobleme sind mit Atlant besser in den Griff zu bekommen.

Hier die wichtigsten gesundheitsfördernden Wirkstoffe der Alantwurzeln:

  • Viele ätherische Öle
  • Das bereits erwähnte Inulin
  • Die Alantsäure
  • Pektin (wichtig für den Darm)
  • Kampfer, Harze und Bitterstoffe, gut für Magen und Darm
  • Kampfer, der bei einer Bronchitis beim Abhusten von festigendem Schleim hilft. Einreibungen mit Kampfer regen den Kreislauf an und wirken sich positiv auf Herzbeschwerden aus.

Alant wirkt vor allem als Tee und als Würzwein. Hier die Alant-Rezepte:

Alant-Tee

Für den Alant-Tee brauchen Sie einen TL Alantwurzel und eine Tasse Wasser. Die Zubereitung ist einfach: Das kochende Wasser über die Alantwurzeln schütten, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Vor oder zu den Mahlzeiten trinken, ist harntreibend und appetitanregend. Vorsicht: Der Tee ist sehr bitter.

Alantwein

Eine Alternative zum Tee ist der Alantwein. Für den brauchen Sie 30 g frische Alantwurzel, 30 g 80%iger Weingeist, 1 Liter trockener Weißwein. Auch den können Sie ganz einfach selbst machen: Die Wurzeln in dünne Scheiben schneiden, den Weingeist drüber gießen und gut mischen. Dann den Weißwein dazugießen und bei 25 bis 30 Grad zwei Tage stehen lassen. Die Flüssigkeit abseihen, die Wurzel darin auspressen.

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Heilpflanzen

Aloe vera: Das ist ihre tolle Wirkung für Ihren Körper

Aloe vera – das ist der Allrounder der Natur- und Erfahrungsmedizin, sie kann fast alles. Die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten ist riesig. Sie reicht von Hautkrankheiten über Magen-Darm-Beschwerden, Sonnenbrand, Gelenkschmerzen bis hin zur Wundbehandlung. Auch in der Schönheitspflege spielen die Inhaltsstoffe der Aloe vera eine große Rolle. Man kann sagen: Aloe vera – die Pflanze für Ihre Gesundheit und Schönheit. Aloe vera ist eine ganz außergewöhnliche Heilpflanze mit einer tollen Wirkung für Ihren Körper.

Die Inhaltsstoffe und Wirkung der Aloe vera Pflanze

Insgesamt wurden bisher über 200 Inhaltsstoffe nachgewiesen. Diese Vielfalt ist in den vielen Kombinationen besonders wirksam bei den verschiedenen Gesundheitsproblemen und bei der Pflege Ihrer Schönheit. Es ist ein Naturmix von ganz außergewöhnlicher Stärke. Der Mensch braucht acht essentielle Aminosäuren um zu funktionieren – kann diese aber nicht über die Nahrung aufnehmen, weil sie von Ihrem Körper nicht hergestellt werden können. Sieben dieser wichtigen Energiespender sind in der Aloe vera enthalten. Das sind die vier wichtigsten:

  • Valin hilft mit Stresssituationen besser fertig zu werden, weil es das Nervensystem stärkt.
  • Lysin ist das Wundermittel für die Schönheit Ihrer Haut. Es erhöht die Produktion von Kollagen, das unserer Haut Elastizität verleiht und ihren Alterungsprozess verlangsamt.
  • Isoleucyn hat eine große Bedeutung für den Muskelaufbau und hilft dem Immunsystem im Kampf gegen Freie Radikale.
  • Leucyn ist wichtig für einen schnellen und positiven Verlauf von Heilungsprozessen bei Wunden und Hautverletzungen.

In der Aloe vera finden wir viele Enzyme. Diese helfen Fette, Zucker und Eiweiße aus der Nahrung gut zu verdauen und zu verwerten. Und diese Enzyme helfen auch dem Immunsystem, weil sie antioxidativ wirken und Freie Radikale bekämpfen.

Sagenhaft, bei welchen Gesundheitsproblemen Aloe vera Ihnen hilft

Im Saft der Aloe vera finden wir den Wirkstoff Aloin. Daraus lässt sich ein starkes Abführmittel herstellen, das aber nur kurzfristig eingesetzt werden darf (2 x pro Woche und nur 2 Wochen lang). Sehr oft kommt es zu schmerzhaften Einrissen am Darmausgang oder zu Hämorrhoiden. Da ist der Einsatz von Aloe vera-Harz nach Rücksprache mit dem Arzt sinnvoll (20 bis 30 mg Aloin pro Tag).

Sie haben den Aufenthalt in der Sonne übertrieben und einen gewaltigen Sonnenbrand. Bestreichen Sie die verbrannte Haut mit Aloe vera Gel, schon nach zwei Tagen tritt eine Linderung und Heilung ein. Das ist eine sehr gute Alternative zu einer Kortison-Therapie. Hinzu kommt, das Aloe vera entzündungshemmend wirkt und Mikroben abwehrt.

Schwere Brandverletzungen der Haut sind lebensbedrohlich. In Studien wurde nachgewiesen, das Aloe vera-Gel bei solchen Verletzungen eine sehr effektive positive Wirkung hat. Inn einer Studie wurde nachgewiesen, das Aloe vera-Gel besser heilt als das bei Verbrennungen weltweit am meisten eingesetzte Mittel Silbersulfadiazin. Bei der Studie wurden Patienten jeweils mit dem einen oder dem anderen Mittel behandelt. Brandwunden die mit Aloe vera behandelt wurden, heilten drei Tage schneller.

Das Aloe vera die Wundheilung beschleunigt ist schon seit Jahrtausenden bekannt. In einer Studie wurden Patienten nach einer Hämorrhoiden-Operation mit Aloe vera Creme nachbehandelt, andere mit einem Placebo. Das Ergebnis: Bein den Patienten mit der Aloe vera-Behandlung waren die Schmerzen schon nach zwei Tagen fast verschwunden, die anderen musste länger leiden. Bei den Aloe vera-Patienten waren die Wunden nach 14 Tagen verheilt, bei den anderen nicht, einige der Wunden hatten sich sogar entzündet.

Bei Patienten die eine Strahlenbehandlung gegen Krebs durchmachen müssen kommt es oft zu schweren Schädigungen der Haut. Auch da wirkt sich Aloe vera lindernd und heilend aus. Sehr viele Menschen leiden unter Dermatitis und Schuppenflechte. Beide Krankheiten gelten als unheilbar. Auch hier wurden mit Aloe vera positive Ergebnisse erzielt. Am schwedischen Malmö University Hospital wurden Schuppenflechte-Patienten mit einem 0,5%igen Aloe vera-Extrakt behandelt, den sie dreimal am Tag auf die Kopfhaut auftrugen. Es wurde festgestellt: Bei 25 von 30 getesteten Personen konnte man ein deutliches Abklingen der Psoriasis feststellen.

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Aloe vera für Ihre Schönheit und gegen die Hautalterung

Die Wunderpflanze Aloe vera hat auch eine kosmetische Wirkung und ist unverzichtbar bei der Schönheitspflege vor allem der Haut. Und das alles ohne Chemie. Sie wird in zahllosen Pflegeprodukten als Cremes, Gels, Lotionen und Shampoos eingesetzt.

Für eine schöne Haut ist einen ungestörte und rasche Zellerneuerung wichtig. Die macht die Haut nicht nur schön, sie verhindert auch eine rasche Hautalterung und die Faltenbildung. Hier sind die Vitamine, die Enzyme und vor allem der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Aloe vera sehr vorteilhaft. Und zwar für Frauen wie auch für Männer. Dem Aloe vera-Gel werden meist Vitamin A und E, Antioxidantien und sogar Sonnenschutz beigefügt. Das ist für die tägliche Hautpflege oder für das Cremen nach der Rasur sehr wichtig und gut.

Um unsere Haut zu schützen haben wir einen natürlichen Säuremantel. Der wird natürlich durch Feinstaub und verschmutzte Luft ständig angegriffen, es kommt zu Hautirritationen. Dieser natürliche Säureschutzmantel wird durch die Inhaltsstoffe der Aloe vera gestärkt und erhalten. Eine tägliche Pflege mit Aloe vera ist vor allem bei empfindlicher Haut sehr zu empfehlen. Denn das regelt den wichtigen pH-Wert.

Bei allen äußerlichen Problemen unserer gestressten Haut hat Aloe vera eine heilende Wirkung. Ob Pickel, Akne oder Ekzeme – die Inhaltsstoffe der Aloe vera helfen bei der schnellen Abheilung. Es ist also sinnvoll, die Hut ständig und regelmäßig mit den Wirkstoffen der Aloe vera zu versorgen.

Auch für schöne Haare ist Aloe vera zuständig. Das Gel enthält Feuchtigkeit, die macht sprödes Haar wieder glänzend und geschmeidig. Außerdem hilft es bei einer trockenen und schuppigen Kopfhaut. Die Durchblutung wird verbessert, der Haarboden und die Haarwurzeln werden besser mit Nährstoffen versorgt, der Haarwuchs wird aktiv unterstützt.

Aloe vera ist auch ein idealer Badezusatz, da ihre Inhaltsstoffe Feuchtigkeit in der Haut binden. Sie können jeden beliebigen Badezusatz mit Aloe vera Gel verfeinern. Da nimmt die Haut die Feuchtigkeit und die Wirkstoffe der Aloe vera-Pflanze und der anderen Zusätze besser auf. So machen Sie sich ein Aloe Vera-Bad: Ein TL Aloe vera Gel, zwei Tropfen Jasminöl und ein TL Honig miteinander verrühren und ins Badewasser einlaufen lassen.

 

Machen Sie sich selbst einen gesunden Aloe vera Cocktail

Das geht ganz einfach und ist leicht zu machen. Sie brauchen:

  • 300 g Aloe vera, das ist etwa ein frisch geerntetes Blatt
  • 1/2 Liter reinen Bio-Bienenhonig
  • 4 EL hochprozentigen Zuckerrohrschnaps für die Konservierung

Zubereitung:
Alles im Mixer zerkleinern, in ein dunkles Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor jeder Mahlzeit zwei bis drei EL davon essen, der Cocktail hält sich mehrere Tage frisch.

Pflegende Gesichtsmaske

Zutaten:
Ein Blatt Aloe Vera, ein TL Honig, 1 TL Speisequark.

Zubereitung:
Das Blatt enthäuten und durch ein Sieb pressen, um das wichtige Gel zu gewinnen. Dieses Gel mit dem Honig und dem Quark sehr gut verrühren, als Maske auftragen und zehn Minuten einwirken lassen. Danach lauwarm abwaschen.

Aloe vera Gesichtswasser

Zutaten:
100 ml destilliertes Wasser, sieben EL reines Aloe vera-Gel, einige Tropfen duftendes Öl (je nach Geschmack).

Zubereitung:
Das Aloe vera-Gel und das Wasser sehr gut mischen, das Duftöl zufügen. Alles in eine Flasche geben, verschließen, zwei Tage ruhen lassen, aber immer wieder kräftig schütteln. Im Kühlschrank aufbewahren, Zur Gesichtspflege und -reinigung benutzen.

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Heilpflanzen

Kardamom

Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist schon seit über 3000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Im Gegensatz zum Ingwer aber wird in der Naturheilkunde nicht die Wurzel, sondern die sehr aromatische Frucht eingesetzt. In der Küche wird er vor allem zum Würzen benutzt: Lebkuchen ohne Kardamom ist undenkbar. Auch Brot wird damit gewürzt. In Arabien wird der Kaffee mit Kardamon versetzt. Im Mittelalter wurde Kardamon für Hexensalben, Zaubertränke und Liebeselexiere eingesetzt. Er spielt heute noch in der indischen Ayurveda-Medizin eine große Rolle.

Der Körper wird mit Kardamom entgiftet

Wenn der Magen drückt, wenn einen Blähungen plagen oder wenn einem nach einem heftigen Alkoholabend der Kopf brummt und die Übelkeit würgt – dann hilft Kardamom. Sowohl die Früchte wie auch der Samen werden in der Küche und in der Volksmedizin angewendet. Seine Wirkstoffe kommen in Tee oder als Tinktur am besten zur Geltung. Wenn man die Früchte kaut, verschwindet übler Mundgeruch. In Indien wird Kardamom auch für Curry verwendet, steigert so dessen gesunde Wirkung. Da Kardamom auch eine entgiftende Wirkung hat und Schwermetalle aus dem Körper abtransportieren kann, ist er auch gut, wenn man einer verschmutzten Luft oder Umwelt ausgesetzt ist.

Darüber hinaus heilt und wirkt Kardamom noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Epilepsie
  • Mundgeruch
  • Krämpfe
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsprobleme
  • Blähungen
  • Erkältung und Husten
  • Verdauungsprobleme
  • Asthma
  • Ischias
  • Vertreibt Knoblauch- und Zwiebelgeruch

Die heilkräftigen Inhaltsstoffe des Kardamon:

  • Ätherische Öle
  • Kampfer
  • Campesterol
  • Stigmasterol
  • Salicylate

Zwei Rezepte mit Kardamom

Kardamontee

Zutaten:
Ein TL zerstossener Kardamonsamen, eine Tasse wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, den Kardamonsamen damit übergiessen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen, dann langsam trinken. Schützt vor Blähungen und Völlegefühl.

Liebes-Likör mit Kardamon

Zutaten:
350 ml Wodka, 300 ml Wasser, 250 g brauner Zucker, fünf Tropfen Bittermandelöl, drei Kardamonkapseln, eine Vanilleschote.

Zubereitung:
Zucker im Wasser auflösen und kochen. Die Gewürze dazu geben, in der Lösung abkühlen lassen. Die Lösung mit dem Wodka in eine Flasche füllen und rund zwei Monate ziehen lassen. Je länger die Lagerzeit, desto weicher der Likör. Soll die Libido fördern.

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Heilpflanzen

Augentrost

Bei diesem Kraut ist der Name Programm: Augentrost. Es wächst auf Wiesen, auf Moorböden, in der Ebene und im Gebirge und auf Waldlichtungen. Das einjährige Kraut wird höchstens 25 Zentimeter hoch, die Blüten sind weiss, oft auch violett geädert. In der Naturheilkunde wird es für Augenprobleme und zur Stärkung der Widerstandskraft ein gesetzt.

Da hilft Ihnen Augentrost:

  • Gerstenkorn
  • Bindehautentzündungen
  • Lidrandentzündungen
  • Heuschnupfen
  • Migräne
  • Schlaflosigkeit
  • Grippe
  • Husten
  • Völlegefühl
  • Geschwollene Mandeln

Die heilenden Wirkstoffe von Augentrost:

  • Ätherische Öle
  • Harz
  • Bitterstoffe
  • fettes Öl
  • Glykosid
  • Rhynanthin
  • Euphratansäure

Zwei Rezepte mit Augentrost

Tee aus Augentrost

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel, Wasser.

Zubereitung:
Das kochende Wasser über Augentrost giessen. Einige Minuten (höchstens sechs) ziehen lassen, abseihen und entweder zwei Tassen täglich trinken oder lauwarm für Spülungen und Umschläge verwenden.

Augenkompresse mit Augentrost

Zutaten:
Ein EL Augentrost, in Viertelliter Wasser, ein EL Honig.

Zubereitung:
Das Kraut in heissem Wasser zehn Minuten ziehen lassen, den Bienenhonig dazugeben. Mit einem sauberen Leinentuch eine Kompresse machen, mit der Flüssigkeit tränken und aufs Auge geben. Ca. 15 Minuten einwirken lassen. Hilft gegen die feinen Fältchen an den Augen.

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Heilpflanzen

Koriander

Der Name leitet sich aus dem griechischen Wort Koreas (Wanze) her, deshalb heißt der Koriander auch manchmal Wanzenkraut. Das soll aber nicht stören, denn er ist ein wunderbares Gewürz und ein noch besseres Heilkraut. Die alten Chinesen nutzten ihn schon vor 3000 Jahren als Heilpflanze, in Ägypten bekamen ihn die Pharaonen ins Grab gelegt. Koriander gehört zu den Doldengewächsen und ist verwandt mit Anis, Kümmel, Dill und Fenchel. Das Kraut ist anspruchslos, es braucht nur einen sonnigen Platz und lockeren Boden.

Koriander-Tee hilft bei Darm- und Magenproblemen

Die mexikanische, indische und thailändische Küche ist ohne Koriander nicht denkbar. Der Samen der “Chinesischen Petersilie” – so wird Koriander auch genannt – wird gemahlen und daraus ein starker Tee gegen Magen- und Darmprobleme gebraut. Aus der Heilpflanze wird auch ein Öl gewonnen, das vor Salmonellen und Kolibakterien schützen soll. Seine Wirkstoffe werden oft mit anderen Mitteln kombiniert und vorwiegend als Tropfen verabreicht. Die mittlere Tagesdosis sollt 3 g nicht übersteigen. Zu seinen vielfältigen Wirkstoffen gehört Linalool, von dem man weiß, dass es das Wachstum von schädlichen Bakterien hemmt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Koriander noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Reizdarm
  • Magenkrämpfen
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen und Völlegefühl

Seine heilenden Wirkstoffe sind

  • Ätherische Öle
  • Mineralien
  • Borneol
  • Linolensäure
  • Proteine
  • Flaconoide

Zwei Rezepte mit Koriander

Koriandertee

Zutaten:
Zwei TL getrocknete Korianderfrüchte, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die Früchte zerstoßen, das Wasser zum Kochen bringen, den Koriander damit übergiessen. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Zwischen den Mahlzeiten trinken.

Kräuterbitter mit Koriander

Zutaten:
Sechs g Koriandersamen, je 2 g Angelikawurzel, Melissenkraut, Süßholzwurzel, eine Nelke, ein g Zimt und Kardamom, eine Vanillestange, 300 g Rosinen, anderthalb Liter 40%igen Korn oder Wodka.

Zubereitung:
Alle Zutaten in ein Gefäss geben und mit dem Schnaps übergiessen. Fest verschliessen und drei Wochen lang stehen lassen. Dann filtern und in eine neue Flasche umfüllen. Bei Verdauungsbeschwerden ein Gläschen trinken.

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Heilpflanzen

Knoblauch

Ob für ein würziges Essen, ob für eine gesundheitsfördernde Naturbehandlung – Knoblauch ist immer ein Star. Knoblauch gehört zu den Lauchgewächsen und ist sicherlich eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit – er wird weltweit angebaut und gegessen. Vom Essen mal ganz abgesehen – Knoblauch ist unter den Naturarzneien der Tophit. Sein wichtigster Inhaltsstoff ist das Alliin. Das verändert sich, sobald es mit Sauerstoff in Verbindung kommt : Es wird zu Allicin. Und das löst die tollen Heilwirkungen des Knoblauchs aus. Ein Tipp gegen den Geruch: Nach dem Genuss von Knoblauch frische Petersilie kauen.

Knoblauchpräparate gegen schlechte Cholesterinwerte

Ein Heilkraut für alle Jahreszeiten. Wobei der Frühjahrsknoblauch aus europäischem Anbau der beste und wirksamste ist. Übrigens: Die Bezeichnung Knoblauch-Knolle ist falsch, Knoblauch ist eine Zwiebel, die aus vielen einzelnen Zehen besteht. In der Antike war er ein Allheilmittel, wurde als Stärkungsmittel, gegen Darmparasiten, bei Haarausfall, Bisswunden und Lungenleiden eingesetzt. Heute steht seine große Bedeutung beim Kampf gegen Arteriosklerose im Vordergrund. Damit die Inhaltsstoffe des Knoblauch ihre ganze Wirkung erzielen können, ist es sinnvoll, Knoblauch zu zerquetschen und dann etwa zehn Minuten ziehen zu lassen. Da über die Ernährung eine gesicherte Dosierung nicht zu erreichen ist, sollte man Knoblauchpräparate aus der Apotheke verwenden. Auch bei schlechten Cholesterinwerten ist Knoblauch hilfreich.

Darüber hinaus heilt und wirkt Knoblauch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er ist antibakteriell und desinfizierend
  • Er senkt Bluthochdruck
  • Bei Magen- und Darminfektionen hilft er
  • Krämpfe lösen sich
  • Mit Knoblauch verhindern Sie Infektionen
  • Bei Verstopfung
  • Man kann damit Warzen entfernen
  • Stärkt die Lungen, hilft bei Asthma
  • Schützt vor Infektionen
  • Stärkt das Immunsystem und die Abwehrkräfte
  • Schützt vor Würmern
  • Hilft Krebs vorbeugen
  • Bei Wechseljahrsbeschwerden
  • Schützt vor Arteriosklerose

Die heilenden Inhaltsstoffe des Knoblauch

  • Allicin
  • Ätherische Öle
  • Vitamine
  • Bioaktivstoffe
  • Flavonoide

Zwei Rezepte mit Knoblauch

Knoblauchschnaps

Zutaten:
Eine Knolle Knoblauch, ein frischer Estragonzweig, ein EL frische Majoranblätter
ein Liter Korn/Wodka.

Zubereitung:
Knoblauchzehen schälen und zerdrücken. Mit dem Estragon und Majoran in ein Ansatzgefäss geben und mit dem Schnaps übergiessen. Dann zwei Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen, filtern und umfüllen.

Knoblauch-Oliven Aufstrich

Zutaten für sieben Personen:
200 g Quark, 50 g Gervais mit Kräutern, ein EL Creme fraiche, zwei Knoblauchzehen, acht entkernte schwarze Oliven, eine kleine süßsaure Gewürzgurke, ein EL Zitronensaft, ein Schuss Cognac.

Zubereitung:
Knoblauch schälen und durch eine Press drücken. Die Masse mit den anderen Zutaten in eine Schüssel gut vermischen, dann im Mixer pürieren. Oliven und Gurke sehr klein hacken, mit der Aufstrichmasse verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und etwas Ingwer abschmecken.

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Heilpflanzen

Melisse

Es ist die Pflanze der Leichtigkeit, der Heiterkeit: Die Melisse. “Wer sie isst, wird gerne lachen, weil ihre Wärme die Milz angreift und das Herz dadurch freudig wird,” schreibt die grosse Heilerin Hildegard von Bingen über die Melisse. Das Heilkraut war schon den Griechen und Römern bekannt, Benediktinermönche haben es zu uns über die Alpen gebracht. Inzwischen ist sie bei uns heimisch geworden, so sehr, dass sie im Garten andere Pflanzen verdrängt. Ernten kann man die Blätter vom Frühjahr bis weit in den Sommer hinein. Melisse isst man am Besten im Salat. In der Naturheilkunde ist sie eine der am meisten verwendeten Pflanzen.

Da hilft und heilt die Melisse

  • Bei Einschlafschwierigkeiten
  • Bei Nervosität
  • Wenn der Magen Probleme macht
  • Gegen Durchfall
  • Bei Kopfschmerzen
  • Bei Erkältungskrankheiten
  • Husten
  • Gicht
  • Nervösen Herzbeschwerden
  • Bei Krämpfen
  • Sie ist antibakteriell und entzündungshemmend
  • Sie vertreibt Pilze
  • Menstruationsbeschwerden
  • Insektenstichen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Angstzuständen

Mit diesen Inhaltsstoffen heilt und pflegt die Melisse

  • Ätherische Öle
  • Citronellal
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Harze
  • Schleim
  • Glykosid
  • Saponin
  • Thymol

Zwei Rezepte mit Melisse

Melissentee

Zutaten:
Zwei TL getrocknete Melissenblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen, die Melissenblätter übergiessen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann ab seihen. Abends beruhigt der Tee, morgen belebt er. Nach den Mahlzeiten hilft er gegen Magen- und Darmbeschwerden.

Melissengeist

Zutaten:
Zwei Handvoll Melissenblätter, zwei Bio-Orangen, drei Bio-Zitronen, ein TL Anissamen, 500 g Zucker, ein halber Liter Wasser, 250 ml 90%igen Weingeist.

Zubereitung:
Die Melissenblätter kalt waschen und trocknen. Orangen und Zitronen dünn schälen. Alles zusammen mit dem Anis in ein Gefäss geben und mit dem Weingeist übergiessen. Fünf Wochen lang gut verschlossen an einem warmen Ort ziehen lassen. Dann den Zucker mit Wasser aufkochen, abkühlen lassen, dem Ansatz beifügen. Gut durchschütteln, filtrieren und weitere fünf Wochen an einem kühlen Ort stehen lassen.

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Heilpflanzen

Huflattich

Das ist wohl das älteste Naturheilmittel der Menschen: Huflattich wird seit vielen tausend Jahren als Heilmittel gegen Husten eingesetzt. Ansonsten erfreut er uns Jahr für Jahr schon im März mit seinen knallgelben als ein Vorbote des Frühlings. Sein Honigduft steigt uns in die Nase und wir wissen: “Der Winter ist vorüber.” Sowohl seine Blüten wie auch seine Blätter werden in der Naturheilkunde eingesetzt. Und in der Küche gibt man gerne frisch gezupfte und gut gereinigte Huflattichblätter mit Kress und Löwenzahnblättern an den Salat. Das ist dann ein gutes Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Die heilende Wirkung des Huflattichs

Früher wurde er komplett genutzt, heute nimmt man vorwiegend die getrockneten Blätter für die Anwendung als Pflanzenheilmittel. In der Homöopathie nutzt man die frischen Blätter gegen Altershusten. Saft aus den Blättern wird kaum mehr genutzt, da zu grosse Dosierungen die Leber schädigen können. Sie sollten pro Tag nicht mehr als 4 bis 6 g der Blätter verwenden. Wichtige Wirkstoffe des Huflattich sind seine Schleimstoffe, die für die Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich eine Schutzschicht bilden, so dass diese nicht gereizt werden können.

Darüber hinaus heilt und wirkt Huflattich noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er ist antibakteriell und blutstillend
  • Gut bei Erkältungen zur Schleimlösung
  • Bei Asthma
  • Bei Brustfellentzündung
  • Gegen Raucherhusten
  • Hilft bei Fieber
  • Stoppt Durchfall
  • Heilt leichte Brandwunden
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Regelt Appetitlosigkeit
  • Heilt Ekzeme
  • Bekämpft Venenentzündungen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Huflattichs

  • Wertvolle Schleimstoffe
  • Ätherische Öle
  • Bitter- und Gerbstoffe
  • Gerbsäure
  • Insulin
  • Mineralstoffe
  • Saponine
  • Tannine
  • Zink
  • Salpeter
  • Violaxanthin

Zwei Rezepte mit Huflattich

Huflattichblätter-Tee

Zutaten:
Zwei gehäufte TL und zerkleinerte und getrocknete oder auch frische Huflattichblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Huflattichblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, eine Viertelstunde ziehen lassen, dann abseihen. Sofort nach dem Aufwachen eine Tasse trinken, mit Honig süßen.

Huflattich-Umschlag

Zutaten:
Eine Handvoll Huflattichblätter, ein Leinentuch.

Zubereitung:
Die Huflattichbläter gut zerstampfen, so dass der Saft austritt. Den Brei fingerdick auf die zu behandelnde Stelle streichen. Mit dem Leintuch abdecken und eine halbe Stunde einwirken lassen. Mehrmals am Tag wiederholen.

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Heilpflanzen

Heidelbeere

Als Kinder sind wir noch durch lichte Wälder gestreift, haben die Heidelbeeren (auch Blaubeeren genannt) gesucht, und sind mit blaurot verschmierten Gesichtern und Händen wieder nach Hause gekommen. Heidelbeeren kommen heute vorwiegend aus kommerziellen Zuchtgebieten auf den Markt sind aber immer noch wohlschmeckend und vor allem gesund. Vor allem seit man die Bedeutung der Pflanzenfarbstoffe erkannt hat, wird die Heidelbeere in der Naturheilkunde immer wichtiger. Pfarrer Kneipp über die Heidelbeere: ” Kein Haus sollte sein, das nicht eine gute Portion Heidelbeeren dörrt und fürs Jahr aufbewahrt. Sie sind zu vielem nütze.”

Das Pektin in der Heidelbeere ist diätgeeignet

In Heidel- oder Blaubeeren sind sehr viel Anthocyane enthalten, die in der Lage sind, die gefährlichen Freien Radikalen im Körper zu binden. Das kann besonders den Augen und den Gelenken zugute kommen. Außerdem enthalten Heidelbeeren Pektin, das heilsam für Magen und Darm ist. Mit ihrem hohen Vitamin C-Anteil sind Heidelbeeren ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Außerdem sind sie außerordentlich diätgeeignet: Die Pektine wirken als Ballaststoffe, haben einen hohen Quellfaktor und stillen so kalorienarm den Hunger. Und zu all diesen positiven gesundheitlichen Faktoren kommt: Heidelbeeren schmecken einfach wunderbar.

Darüber hinaus heilen und wirken Heidelberen noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Frisch fördert sie die Verdauung
  • Gedörrt hilft sie gegen Durchfall
  • Sie ist entzündungshemmend und antibakteriell
  • Sie hilft bei Mund- und Rachenentzündungen
  • Sie heilt Ekzeme und Bartflechte
  • Äußerlich angewendet heilt sie Geschwüre
  • Man kann mit ihr juckende Hautausschläge behandeln

Die heilenden Inhaltsstoffe der Heidelbeere

  • Gerbstoffe die Magen und Darm schützen
  • Vitamin C
  • organische Säuren
  • Glykosid
  • Myrtillin
  • Chinasäure
  • Arbutin
  • Hydrochinon

Zwei Rezepte mit Heidelbeeren

Heidelbeer-Tee

Zutaten:
Drei gehäufte Esslöffel getrocknete Heidelbeeren, ein Liter Wasser.

Zubereitung:
Heidelbeeren im Wasser aufkochen, zehn Minuten am Köcheln halten, dann abseihen und lauwarm trinken.

Hilft (vor allem bei Kleinkindern) bei Durchfall. Der Tee kann auch zu Mundspülungen bei En Zündungen genommen werden.

Heidelbeerschnaps

Zutaten:
Ein halbes Kilo Heidelbeeren, ein halber Liter hochprozentiger Alkohol, 125 g Zucker, ein halber Liter Wasser.

Zubereitung:
Heidelbeeren waschen und zerdrücken. Das Mus mit dem Alkohol in ein grosses Glas geben und gut verschliessen. An einem sonnigen Platz etwa anderthalb Monate stehen lassen, hin und wieder durchschütteln. Den Zucker in einem halben Liter Wasser aufkochen, den Sirup abkühlen lassen. Jetzt die Heidelbeermasse durchseihen und die beiden Säfte miteinander gut vermischen. Den Likör noch einige Tage lagern lassen.

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Heilpflanzen

Basilikum

Es ist eine königliche Pflanze, wie der aus dem Griechischen stammende Name schon sagt. Ihr größter Feind ist die Naßschnecke und kalte verregnete Sommer mag sie gar nicht. Seit dem Altertum wird Basilikum als Gewürz- und auch als Heilkraut hoch geschätzt. In Indien und Südostasien wird Basilikum auch zum Vertreiben von Insekten verwendet. Bei uns hält man es in Töpfen in der Küche und auf dem Balkon oder im Kräuterbeet. Es wird als Würzkraut immer beliebter – und als Heilpflanze immer wichtiger.

Basilikum stärkt Magen und Immunsystem

Mit seinen Inhaltsstoffen wie Cineol oder Thymol ist dieses Küchenkraut ein ganz starker Helfer für unser schwer bedrängte Immunsystem, das sich Tag für Tag mit den immer stärker werdenden Belastungen unserer vergifteteten Umwelt herumschlagen muss. Jeden Tag ein paar Blättchen genießen, damit helfen Sie auch Ihrem Magen. Vor allem auch zu Spaghetti sehr zu empfehlen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Basilikum noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Es hilft bei der Zellerneuerung
  • Es bekämpft Freie Radikale
  • Es schützt vor Umweltschadstoffen
  • Es wirkt antibakteriell
  • Basilikum wirkt entwässernd
  • Es hilft bei Wechseljahrsbeschwerden
  • Es hilft bei Verstopfung

Die wertvollen Inhaltsstoffe im Basilikum

  • Ätherische Öle
  • Cineol
  • Menthol
  • Thymol
  • Kampfer
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Flavonoide
  • Beta-Sitosterol

Zwei Rezepte mit Basilikum

Basilikumessig

Zutaten:
Ein Liter natürlicher Apfelessig, zwei bis drei Zweige frischer Basilikum.

Zubereitung:
Den Essig in eine dunkle Flasche füllen, die Basilikumblätter dazu geben. Zwei bis drei Wochen an einem dunklen und warmen Ort ziehen lassen. Dann bei Bedarf einen Esslöffel trinken (man kann mit Wasser verdünnen).

Basilikumwein

Zutaten:
Ein Bund frisches Basilikum, ein Liter trockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Basilikumblätter zerkleinern, in eine Flasche geben, den Wein darüber giessen. Verschlossen kühl stellen. Nach zwei Tagen abseihen, den Wein in eine dunkle Flasche geben und in den Kühlschrank stellen. Jeweils ein Gläschen vor und nach dem Essen trinken. Wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd.

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Heilpflanzen

Chili: Naturmedizin seit 6.000 Jahren

Der treibt uns den Schweiß auf die Stirn, lässt uns nach Luft schnappen und fährt wie ein Flammenwerfer durch unserer Magen: Der Chili. Er würzt Eintöpfe, Fleisch, Suppen und auch Fischgerichte. In letzter Zeit ist sogar dunkle Schokolade mit Chili auf den Markt gekommen. Verwendet wurde er schon vor 6 000 Jahren in Südamerika. Vor allem in heißen Ländern wird er seit vielen Jahrhunderte geschätzt. Der Grund: Seine Inhaltsstoffe machen Speisen länger haltbar. Inzwischen ist er auch bei uns in der Küche angekommen – aber viele Menschen wissen nicht, dass Chili auch grosse Heilkraft besitzt und zur Naturmedizin gehört.

Chili’s Wundermittel heißt Capsaicin

Rund um die Welt gilt er als Allheilmittel: Der Chili. Den Chinesen soll er das Leben verlängern, in Indien wird er bei Schlangenbissen verabreicht, in Mexico soll er die Liebeskraft verstärken und bei uns bekämpft man mit chilihaltigen Salben und Pflastern Rückenschmerzen. Und an all diesen Volksmedizinerfahrungen ist etwas dran. Das Wundermittel im Chili heißt Capsaicin, ein brennend scharfer Wirkstoff. Die moderne Forschung beschäftigt sich nun intensiv mit dieser uralten Volksmedizin und hat herausgefunden, dass sie sogar gegen Kopfschmerzen wirkt. Auch scherzlindernden Salben wird häufig Capsaicin beigemengt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Chili noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Die Durchblutung wird verbessert
  • Er wirkt regulierend bei Bluthochdruck
  • Er hilft bei Migräneanfällen
  • Die Arterien werden geschützt
  • Beim Abnehmen ist Chili hilfreich
  • Er ist schweisstreibend
  • Behebt Appetitlosigkeit
  • Regt den Kreislauf an
  • Hilft bei Verspannungen und Hexenschuss

Die heilenden Inhaltsstoffe des Chili

  • Vitamin C
  • Capsaicin
  • Carotinoide
  • Capsanthin
  • Flavonoide
  • Vitamin E
  • Mineralstoffe

Zwei Rezepte mit Chili

Chili-Öl

Zutaten:
Reife rote Chilischoten, ein Liter Olivenöl, drei Knoblauchzehen, eine Messerspitze Salz.

Zubereitung:
Die Chilischoten (Menge je nach Schärfewunsch, aber ja nicht übertreiben) sehr klein schneiden, die Knoblauchzehen zerdrücken. Chili, Knoblauch, Salz mit dem Olivenöl in eine dunkle Flasche geben und vier Wochen stehen lassen. Danach tropfenweise zum Würzen verwenden.

Hinweis: Wenn Sie Chilis zerschneiden, dann sollten Sie Handschuhe tragen, die enorme Schärfe greift durch die Haut die feinen Nerven an – es brennt höllisch.

Chili con Carne

Zutaten:
75 g durchwachsenen Speck, 2 bis 3 Zwiebeln, eine Knoblauchzehe, 500 g Rinderhack, 250 g Dosentomaten, 600 g Kidneybohnen aus der Dose, drei EL Chilisauce, zwei TL Chilipulver, Salz, eine Prise Zucker.

Zubereitung:
Speck, Zwiebeln, Knoblauch würfeln, mit dem Speck anbraten, Rinderhack dazugebe und sieben Minuten kochen lassen. Tomaten klein schneiden, mit der Tomatenflüssigkeit, den Bohnen, der Chilisoße und dem -pulver dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zum Kochen bringen und gar kochen (ca. 15 Minuten). Abschmecken, evtl. nachwürzen.

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Heilpflanzen

Schlehdorn

Das ist ein echtes Wald- und Wiesenkraut, pflegeleicht, wächst an Weg- und Waldrändern. Im Herbst hat der Schlehdornstrauch blauschwarze Beeren. Die werden im Volksmund auch “Sauerpflaumen” genannt. Man sollte sie im Spätherbst erst dann ernten, wenn der erste Frost darüber weg gegangen ist. Schlehdorn hat nachgewiesen seit über 4 000 Jahren eine Bedeutung in der Naturmedizin. Hildegard von Bingen hat den Schlehdornsaft mit Honig gegen Gichtanfälle und Magenschwäche empfohlen.

Wo die Wirkung des Schlehdorn heilend eingesetzt werden kann

  • Bei der Blutreinigung
  • Er hilft bei Blasen- und Nierenproblemen
  • Er ist antibakteriell und entzündungshemmend
  • Zum Gurgeln bei Mund-, Hals- und Zahnfleischentzündungen
  • Bei Verdauungsstörungen
  • Bei Prostatavergrösserung
  • Hautunreinheiten
  • Ödemen
  • Bei Krämpfen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Schlehdorn

  • Die Gerbstoffe
  • Organische Säuren
  • Glykoside
  • Vitamin C
  • Bioflavonoide
  • Ätherische Öle
  • Apfelsäure
  • Emulsin

Zwei Rezepte mit Schlehdorn

Schlehdorn-Tee

Zutaten:
Zwei Teelöffel getrocknete Schlehdornblüten (Apotheke), eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser mit den Schlehdornblüten kurz aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen, durchseihen und lauwarm trinken. Täglich zwei bis drei Tassen, ungesüsst. Hilft bei Verstopfung, Husten und Entschlacken.

Schlehdorn-Saft

Zutaten:
Zwei Kilo reife, vom Frost erweichte Früchte, zwei Liter Wasser, 200 ml Birnendicksaft, den Saft einer halben Zitrone.

Zubereitung:
Die Früchte gut waschen und dann zerstückeln und zerdrücken. Mit zwei Liter kochendem Wasser übergiesssen und zwei Tage stehen lassen. Dann kurz aufkochen und durch einen Sieb pressen. Jetzt den Birnen- und Zitronensaft einrühren. Das ganze n eine sterile Flasche füllen. Jeden Morgen einen Esslöffel pur trinken. Oder drei Esslöffel in einem Glas Wasser verrühren und in kleinen Sc

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Heilpflanzen

Baldrian

Mit Speck fängt man Mäuse – und mit Baldrian Katzen: Die finden den Geruch unwiderstehlich. Wir kennen ihn wegen seiner beruhigenden Wirkung, von der schon die alten Griechen wussten. Verwendet wird die Wurzel, die im Herbst gesammelt wird. Die grosse Heilerin Hildegard von Bingen empfahl, aus pulverisiertem Baldrian, Dinkelmehl und Wasser Fladen zu backen und diese gegen Bauchkrämpfe und Nervenschmerzen zu essen.

Baldrian bringt Gelassenheit und beruhigt auch den Magen

Er kann Wunder wirken, wenn es um die Beseitigung von Schlafstörungen und die Beruhigung der Nerven geht – aber es braucht seine Zeit, bis dieses wunderbare Naturmittel wirkt. Dann aber sorgen seine ätherischen Öle und Alkaloide dafür, dass wir ruhiger und gelassener werden, dass wir die Nächte wieder durchschlafen können. Er hat noch einen weiteren grossen Vorteil: Baldrian beruhigt einen Reizmagen: Übelkeitsattacken und Durchfall werden erfolgreich bekämpft.

Darüber hinaus heilt und wirkt Baldrian noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er mildert Migräneanfälle
  • Macht Wechseljahrsbeschwerden erträglich
  • Lindert Nervosität
  • Mindert Prüfungsängste
  • Verhindert Mutlosigkeit

Die gesunden Inhaltsstoffe des Baldrian

  • Ätherische Öle
  • Ester
  • Alkaloide
  • Glykoside
  • Valerensäure

Zwei Rezepte mit Baldrian

Baldriantee

Zutaten:
Zwei Teelöffel zerkleinerte Baldrianwurzel, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Die zwei Teelöffel Baldrianwurzel mit dem Wasser übergiessen und unter gelegentlichem Umrühren zehn bis zwölf Stunden stehen lassen. Bei Unruhezuständen oder Schlafstörungen schluckweise eine Tasse davon trinken.

Baldriantinktur

Zutaten:
200 g zerkleinerte un d getrocknete Baldrianwurzel, ein Liter 40%iger Korn, Wodka oder Obstler.

Zubereitung:
Die Wurzeln in ein gut verschliessbares Gefäss geben, den Schnaps darüber giessen. An einem warmen Ort vier Wochen stehen lassen , dann abseihen. Bei Nervosität und Schlafproblemen zehn bis zwölf Tropfen einnehmen.

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Heilpflanzen

Arnika

Man muss hoch hinaus, um an Arnika zu kommen. Die Pflanze heisst auch “Bergwurz” und wächst in Höhen oberhalb von 800 Metern. Sie blüht im Juli/August und verwandelt die Bergwiesen in wunderbare blaue Teppiche. Sie ist schön anzusehen, die Arnika und sie hat noch einen Beinamen: “Erste Hilfe-Kraut”. Pfarrer Kneipp nennt die Heilwirkung der Arnika “zauberhaft”. Er gurgelte angeblich jeden Tag damit. Und Johann Wolfgang von Goethe trank Arnikatee für sein Herz. Arnika hat als Heilpflanze eine gewaltige Bandbreite in seiner Wirkung.

Wo Ihnen die Wirkung der Arnika hilft

  • Bei der Heilung von Wunden
  • Bei Zerrungen
  • Bei Muskel- und Sehnenriss
  • Quetschungen und Blutergüsse können Sie damit lindern
  • Verstauchungen sind weniger schmerzhaft
  • Bei oberflächlichen Venenentzündungen
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Bei Rheumatischen Beschwerden
  • Bei Gelenkschmerzen
  • Bei Krämpfen
  • Bei Fieber
  • Bei Durchfall
  • Bei Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • Bei Ekzemen

Die heilkräftigen Inhaltsstoffe der Arnika

  • Ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Flavone
  • Procyanidine
  • Kampfer
  • Flavonoide
  • Beta-Sitosterol
  • Inulin
  • Astragalin
  • Isoquerzetin

Zwei Rezepte mit Arnika

Arnikatee

Zutaten:
Zwei Teelöffel getrocknete Blüten, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das wasser zum Kochen bringen und die getrockneten Arnikablüten damit übergiessen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen und in kleinen Schlucken ungesüsst trinken.

Wie Sie Arnikatinktur selber herstellen

 

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Heilpflanzen

Quecke

Die Queckenwurzel ist ein absolutes Allerweltskraut und wird auch oft als Unkraut bezeichnet. Im Volksmund wird sie auch “Hundsgras” oder “Ackergraswurzel” genannt. Aber dieses vermeintliche unnütze Kraut hat es in sich: Ähnlich wie die Heublume oder der Klee hat sie alle wertvollen und heilenden Stoffe aus dem Erdboden geholt und in ihrer Wurzel gespeichert. Diese Wurzeln werden im Frühjahr gesammelt, bevor die oberirdischen Gräser austreiben.

Die Queckenwurzel hilft als Naturarznei bei

  • Blutreinigung
  • Bei Wasseransammlungen im Körper
  • Man nimmt sie gegen Blasen- und Nierenleiden
  • Zur Bekämpfung von Hämorrhoiden
  • Steinbildung in den Harnwegen
  • Beschwerden der Leber und der Galle
  • Fieberhaften Erkältungen

Diese Wirkstoffe der Queckenwurzel heilen

  • Viele wichtige Spurenelemente und Mineralien
  • Bitterstoffe
  • Vitamine
  • Triticin als Polysacharid
  • Schleimstoffe
  • Pflanzensäuren
  • Saponine

Zwei Rezepte mit Queckenwurzel

Queckenwurzeltee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel der klein geschnittenen Wurzel, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Queckenwurzel mit dem Wasser aufkochen, sofort abseihen und zwei- bis dreimal täglich warm trinken.
Die Queckenwurzel wird oft bei Tees für Stoffwechsel- und Rheumabeschwerden beigemischt. Und zur Entwässerung.

Queckenwurzel für Tiere

Die Queckenwurzel sehr klein schneiden und unters Tierfutter mischen. Sie hilft bei Magenproblemen und regt mit ihren Ballaststoffen die Darmtätigkeit an.

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Ginseng

Glauben Sie nicht alles, was man so vom Ginseng behauptet: Er kann sehr viel – aber er kann keine Wunder bewirken. Die Wurzel wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon seit Jahrtausenden eingesetzt. Früher wurde sie mit Gold aufgewogen, heute ist sie erschwinglich und (fast) überall erhältlich. Vom Ginseng wird traditionell behauptet, dass er die Manneskraft stärkt. Und dass seine Wirkung schwindet, wenn er mit einem Eisen (Messer) in Berührung kommt. Moderne Studien haben ergeben, dass die pharmakologische Wirkung des Ginseng tatasächlich nachlässt, wenn er mit Eisen in Berührung kommt. Wildwachsender Ginseng und aus bestem korenischen Anbau stammender Ginseng sind sehr wirkungsvoll – aber es gibt auch viele minderwertige bis nutzlose Ginsengsorten. Sie müssen sich also beim Kauf genau erkundigen: “Wo stammt der Ginseng her?” Wichtig: Ginseng und Kaffee vertragen sich nicht.

Die Ginseng-Wurzel steigert die Leistungsfähigkeit

Seit über 2000 Jahren spielt die Wurzel in Asien eine gross Rolle, auch bei uns hat sie einen Siegeszug angetreten. Prof. R. Saller von der Uni Zürich bezeichnet sie als eine Art leichtes Doping-Mittel zur Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Vor allem in der Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen sei eine Ginseng-Anwendung sinnvoll. Auch bei Diabetes hat ein Einsatz der Ginseng-Wirkstoffe Erfolge getätigt. Hochwertiger Ginseng sollte frei von Alkohol, Farb- oder Aromastoffen sein. Zugefügte Vitamine oder Mineralstoffe sind überflüssig. Die Stiftung Warentest empfiehlt, nicht mehr als 400 Milligramm reinen Ginsengextrakt, als Tee, Dragees oder Saft, am Tag zu sich zu nehmen, dann spürt man keine Nebenwirkungen. Bei deutlich höheren Dosen jedoch kann man nervös und übererregbar reagieren und es drohen Schlafstörungen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Ginseng noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er regt den ganzen Organismus positiv an
  • Ginseng verbessert den Stoffwechsel
  • Er fördert die Gehirntätigkeit
  • Er ist gut für die Tätigkeit aller Drüsen
  • Ginseng schützt vor Bluthochdruck
  • Er wirkt gegen Arteriosklerose
  • Er ist ein sexuelles Stimulanz
  • Er wirkt wie ein Anti-Aging-Mittel
  • Reguliert den Blutzuckerspiegel
  • Fördert die Wundheilung

Die gesunden Inhaltsstoffe im Ginseng

  • Das ätherische Öl Panacen
  • Die Vitamine B 1 und B 2
  • Panaxsäure
  • östrogene Pflanzenstoffe
  • wasserlösliche Polysaccharide
  • Schwefel
  • Triterpensaponine

Zwei Rezepte mit Ginseng

Ginseng-Tee

Zutaten:
Ein bis zwei Teelöffel der geschnittenen Wurzel, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Die geschnittene Wurzel mit dem kalten Wasser ansetzen, drei bis vier Stunden stehen lassen und immer wieder umrühren. Davon täglich eine Tasse trinken. Man kann den Te auch durch Übergiessen mit kochendem Wasser herstellen.

Ginseng-Schnaps

Zutaten:
80 g Ginsengwurzel, 700 ml Wodka oder Korn.

Zubereitung:
Die Ginsengwurzeln zerkleinern und mit dem Schnaps stark erhitzen. Dann in ein Gefäss füllen und an einem warmen aber nicht sonnigen Ort ziehen lassen. Nach einer Woche filtern, umfüllen in eine dunkle Flasche, kühl aufbewahren.

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Zitronengras

Manchmal hat Tourismus auch was Gutes: Uns hat er das Zitronengras bekannt und schmackhaft gemacht. Aus den brodelnden Töpfen der Garküchen Thailands und Sri Lankas ist es zu uns gelangt, jetzt kann man es überall kaufen. In Südostasien nennt man es auch “Fieberkraut”, womit klar ist, dass es nicht nur für die Küche gut ist, sondern dass es auch ein starkes Heilkraut ist. Am geschmackintensivsten ist übrigens der untere Teil der Stengel. Gewürzt werden damit Speisen wie Suppen, Soßen, gedünstetes Gemüse, Rind- und Lammfleisch, Curry-Speisen, Geflügel, Fisch und Krustentiere. Und jedesmal, wenn Sie mit Zitronengras würzen, tun Sie auch etwas für Ihre Gesundheit.

Wo Zitronengras eine heilende Wirkung hat

  • Fiebrigen Erkrankungen
  • Krankheiten der Haut
  • Infektionen im Mund- Und Rachenraum
  • Rheumabeschwerden
  • Immunschwäche
  • Vorbeugung gegen Grippe
  • Sommerschnupfen
  • Zur Abwehr von Stechmücken

Die heilenden Inhaltsstoffe im Zitronengras

  • Ätherische Öle
  • Citral
  • Mycren
  • Bitterstoffe

Zwei Rezepte mit Zitronengras

Tee von Zitronengras

Zutaten:
Zwei Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Zitronengras-Stücke, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, die Zitronengrasstücke damit übergiessen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Durchseihen, lauwarm trinken. Dieser Tee ist wegen seines säuerlichen Geschmacks auch sehr durststillend.

Zitronengras-Ingwer-Konfekt

Zutaten (für ca. 30 Pralinen):
30 g Ingwer, 200 g Marzipanrohmasse, 100 g Puderzucker, zwei Teelöffel schwarzer Sesam, zwei Teelöffel gemahlenes Zitronengras, 125 g Zartbitterkuvertüre.

Zubereitung:
Ingwer schälen und reiben, Marzipan m it allen Zutaten (außer der Kuvertüre) mischen und kneten. Die Masse für 3 bis 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann zu kleinen Kugeln formen, eine weitere Stunde kühlen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, di Kugeln mit der Schokolade überziehen und auf einer Alufolie auskühlen lassen.

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Sonnenblume

Sie ist das Symbol strahlender Lebensfreude, voll von gesunden Wirkstoffen, eine Blume, ein Lebensmittel und eine Naturarznei alles in Einem: Die Sonnenblume. Sie wird normalerweise etwa 3 Meter hoch, kann aber auch fünf Meter schaffen. Ihr Blütenkopf kann bis zu 60 Zentimeter im Durchmesser gross werden – einfach eine Pflanze der Superlative. Sie stammt aus Mexico und den südlichen Landstrichen der USA. Verwertet werden vor allem ihre Kerne – und ihre Blüten. Inzwischen hat sie sich auf der ganzen Welt verbreitet, bei uns kommt sie vor allem in Südosteuropa, Österreich und Süddeutschland vor.

Die heilende und helfende Wirkung der Sonnenblume

  • Sie schützt uns vor Erkältungen
  • Eine positive Wirkung auf die Immunkraft
  • Ihre Kerne haben eine vitalisierende Wirkung
  • Ihr Öl stärkt das Zahnfleisch
  • Sie ist wundheilend
  • Hilft bei Neurodermitis
  • Ihr Öl hilft bei Darmreizungen
  • Äusserlich hilft Sonnenblumenöl gegen Hautprobleme
  • Sonnenblumenöl hilft bei hohem Cholesterinspiegel
  • Fördert die Verdauung

Die gesunden Inhaltsstoffe der Sonnenblume (vor allem im Öl)

  • Hoher Anteil an wertvollen ungesättigten Fettsäuren
  • Sehr viel Vitamin E
  • Flavonglykoside
  • Lecithin
  • Carotinoide
  • Linolsäure
  • Magnesium
  • Kalzium

Zwei Rezepte mit Sonnenblumen

Sonnenblumen-Tee

Zutaten:
Ein gehäufter Esslöffel getrocknete Sonnenblumenblütenblätter (Apotheke), ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Sonnenblumenblütenblätter mit dem kochenden Wasser übergiessen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen, durchseihen und warm in kleinen Schlucken trinken. Wer will, kann mit Honig süßen. Hilf bei Erkältungen und Blasenkatarrh (drei Tassen täglich).

Reinigungspackung mit Sonnenblumen

Zutaten:
Eine Handvoll frischer gemahlener Sonnenblumenkerne, zwei Teelöffel Honig, etwas warmes Wasser, ein Teelöffel Sonnenblumenöl, ein Teelöffel Sahne.

Zubereitung:
Den Honig im warmen Wasser auflösen, Sonnenblumenöl und Sahne dazu geben und mit den gemahlenen Kernen zu einer Paste verrühren. Eine halb Stunde auf Gesichts- und Halsbereich einwirken lassen. dann mit lauwarmem Wasser abspülen.

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Heilpflanzen

Isländisch Moos

Isländisch Moos ist in ganz Europa verbreitet, meistens im Gebirge. Dieses Heilkraut ist eine Flechte. In der Tundra oder an windexponierten Stellen im Hochgebirge bildet es mit anderen Flechten eine Art Rasen aus. Erstmals wurde 1672 in einem Arzneimittelverzeichnis über diese Heilpflanze berichtet. Die Flechte wird im Spätsommer und Herbst bei trockener Witterung gesammelt. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen, sollte das Kraut langsam an einem abgedunkelten Ort trocknen.

Die Wirkstoffe des Isländisch Moos

Die wichtigsten Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Schleime. Diese können sich wie ein schützender Mantel auf gereizte und erkrankte Schleimhäute legen. Das bedeutet: Trockener und langanhaltender Reizhusten kann gelindert und unterbunden werden. Die keimhemmende Wirkung von Isländisch Moos wird auch zur Herstellung von heilenden Salben für Wunden genutzt. Dieses heilende Kraut kann auch bei Kindern angewendet werden. Gelegentlich treten jedoch auch allergische Reaktionen auf, dann sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchten. Das Heilkraut wird als Tee, als Pastille und als Lutschtablette eingesetzt.

Die heilenden Inhaltsstoffe:

  • Viele Vitamine ( A, B 1 und B 12)
  • Jod
  • Enzyme
  • Bitterstoffe
  • Flechtensäuren
  • Schützende Schleimstoffe

Isländisch Moos hilft

  • Bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut
  • Es wirkt reizlindernd und stärkend bei auf die Schleimhäute im Mund und im Rachen
  • Es ist antiseptisch
  • Bei Reizhusten
  • Es bekämpft Brechreiz
  • Es ist appetitsteigernd
  • Bei Asthma
  • Bei Keuchhusten
  • Bei Akne

Tee-Rezept mit Isländisch Moos

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Isländisch Moos, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Das Kraut mit dem kalten Wasser ansetzen und langsam bis zum Aufsieden erhitzen. Danach sofort abseihen.
Zwei Tassen täglich mit Honig trinken. Dieser Tee ist auch ein bewährtes Akne-Mittel. Dreimal täglich eine Tasse Tee, mehrere Wochen lang.

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Heilpflanzen

Meerrettich

Das ist ein ganz scharfer Hund: Frisch geriebener Meerrettich lässt uns die Augentränen. Das hat seinen Grund: Wenn beim Reiben der Inhaltsstoff Sinigrin mit Sauerstoff in Berührung kommt, dann wandeln Enzyme diesen in Senföle um – und die lassen uns weinen. Ansonsten aber ist Meerrettich eigentlich ein Grund um dich zu freuen: Er verfeinert Speisen und er ist eine bärenstarke Naturarznei. Übrigens: Wenn Ihnen der frische Meerrettich zu scharf ist, dann mischen Sie ihn doch einfach mit geriebenem Apfel, oder mischen Sie ihn mit saurer Sahne und Zitronensaft. Erntezeit für Meerrettich ist Herbst und Winter, im Sommer baut er seine scharfen Inhaltsstoffe auf.

Die gesunden Wirkungen des Meerrettich

  • Er wirkt antibaktriell
  • Er hilft bei Erkältungen
  • Er ist auch antiviral
  • Er unterstützt den Körper beim Abtransport von Schadstoffen
  • Er stärkt unsere Atemwege
  • Meerrettich regt Magen und Darm an
  • Seine Wirkstoffe reinigen den Darm von Fäulniserregern, Gär- und Giftstoffen
  • Meerrettich stärkt das Immunsystem
  • Meerrettich-Waschungen verbessern unreine Haut
  • Stoppt Nebnhöhlenentzündungen
  • Löst Harnsteine
  • Hilft bei Mandelentzündung

Damit erzielt Meerrettich seine heilende Wirkung

  • Grosser Gehalt an starken Senfölen
  • Das Glykosid Sinigrin
  • Enzyme
  • Sehr hoher Anteil an Vitamin C
  • Ätherische Öle
  • Flavone
  • Wichtige Mineralstoffe
  • Allicin (wie Knoblauch)
  • Organische Schwefelverbindungen

Zwei Rezepte mit Meerrettich

Meerrettich-Reiningung für die Haut

Zutaten:
Ein Esslöffel geriebener Meerrettich, ein Liter Wasser.

Zubereitung:
Den Meerrettich mit dem kochenden Wasser übergiessen, in einem verschlossenen Gefäss über Nacht stehen lassen. Am Morgen durchseihen, einen Wattebausch eintauchen und damit das Gesicht reinigen.

Meerrettich-Aufstrich

Zutaten (6 Personen):
250 g Quark, zwei Esslöffel Joghurt, 20 g frisch geriebenen Meerrettich, 20 g weiche Butter, Salz und Pfeffer.

Zubereitung:
Den Quark mit der Butter schaumig rühren, Joghurt und Meerrettich dazu geben und gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Heilpflanzen

Mariendistel

Mit ihrem üppigen rotvioletten Blütenkopf steht sie bei uns oft auf Wiesen und an Wegrändern. Sie ist unter den Disteln die Schönheitskönigin. Einen ähnlichen hohen Rang hat sie auch in der Naturheilkunde. In der französischen und orientalischen Küche werden ihre jungen Blätter als Delikatesse im Salat verwendet. Für medizinische Zwecke nimmt man das Kraut, die Samen und die Früchte. Schon in der Antike beschreiben medizinische Lehrbücher ihre heilende Wirkung bei Leberkrankheiten. Hildegard von Bingen schrieb: “Nimm Mariendistel und etwas weniger Salbei und mache unter Zugabe von Wasser davon Saft. Gerade zur Stunde, wenn das Stechen einsetzt, trinke es, und es wird besser.” Das Stechen in den Gliedern nämlich.

Mit der Wirkung der Mariendistel hilft bei

  • Leberleiden aller Art
  • Gallenprobleme
  • Bei Fettleber
  • Bei Erkrankungen der Milz
  • Bei Diabetes
  • Bei Leberzirrhose
  • Zur Stärkung des Immunsystems
  • Sie schützt uns vor Umweltgiften
  • Sie fördert den Gallenfluss
  • Sie wirkt harn- und schweisstreibend

Die starken Inhaltsstoffe der Mariendistel

  • Bitterstoffe für Galle, Leber und Verdauung
  • Ätherische Öle
  • Pflanzenfarbstoffe für das Immunsystem
  • Ihre Hauptwirkstoffe Silybin und Silymarin
  • Harze
  • Tyamin

Zwei Rezepte mit Mariendistel

Mariendistel-Tee

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel zerkleinerter Mariendistel-Samen (Apotheke), ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen und über den Mariendistl-Samen giessen. Zugedeckt eine Viertelstunde ziehen lassen, dann durchseihen. Täglich drei bis vier Tassen trinken. Schon nach etwa drei Wochen reagiert die Leber positiv auf diese Kur. Sie sollten Mariendistel für Ihre Leber nur nach Absprache mit Ihrem Arzt einsetzen.

Mariendistelöl

Das gibt es fertig in Reform- und Bioläden. Es eignet sich sehr gut für Salate.

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Heilpflanzen

Kümmel

Der Kümmel – ob Schwarz- oder Kreuzkümmel – gehört in die Gewürzschublade jeder Küche. genau so wie in jede Hausapotheke. Er ist ein absolutes Universalmittel, gesund, bekömmlich, ein tolles Würzkraut. Und früher war ein “Kümmel” der klassische Kutscherschnaps – gut gegen die Kälte und für die Gesundheit. Kümmel wächst frei auf Wiesen, es ist aber besser, wenn Sie Ihren Küchenkümmel aus dem Kräutergarten holen. Für die medizinische Verwendung wird Kümmel professionell auf großen Feldern angebaut. Der Schwarzkümmel kam früher aus Ägypten und der Türkei, daher der Ausdruck “Kümmeltürke”. Gesammelt werden im Hochsommer die reifen Früchte und Samen.

Die Wirkung des Kümmel hilft bei

  • Blähungen
  • Völlegfühl
  • Mundgeruch
  • Magenkrämpfe
  • Nervöser Magen
  • Gallen- und Leberprobleme
  • Verdorbener Magen
  • Angegriffene Schleimhäute werden gestärkt
  • Zahn-, Ohren- und Kopfschmerzen

Die medizinischen Inhaltsstoffe des Kümmel

  • Flavonoide
  • Ätherische Öle
  • Carveol
  • Fettsäuren
  • Gerbstoffe
  • Vitamin C
  • Carvon
  • Limonen

Zwei Rezepte mit Kümmel

Kümmeltee

Zutaten:
Ein Esslöffel Kümmel, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Den Kümmel in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser übergiessen. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann durchseihen und in kleinen Schlucken gut warm trinken. Sie werden sich schon ach einer Viertelstunde besser fühlen.

Kümmelschnaps

Zutaten:
90 g Kümmel, 150 g Zucker, ein Liter Obstler.

Zubereitung:
Kümmel und Zucker in eine Gefäss geben und mit dem Schnaps übergiessen. An einem warmen und sonnigen Platz vier Wochen lang ruhen lassen. Jeden tag schütteln, damit sich der Zucker auflöst. Nach vier Wochen filtrieren und umfüllen. Dann nochmal zwei Wochen ruhen lassen. Fördert die Verdauung, löst Blähungen.

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Heilpflanzen

Malve

Da kann ja nichts mehr schief gehen: Laut Bibel soll schon Moses einem Fieberkranken Malventee zum Trinken gegeben haben. Sie war schon in China, Ägypten und Griechenland bekannt, Karl der Große hat sie bei uns eingeführt. Aus ihren käselaibartigen Früchten wurde früher ein Kinderbrei (Papp) zubereitet, daher ihr deutscher Name: Käsepappel. Sie wächst in ganz Europa an Feld- und Wiesenrändern, an Wegen, Mauern und auf sonnigen Hügeln. Sie blüht wunderschön zwischen Mai und Oktober. Geerntet wird das Kraut während des Sommers zur Blüte, bis August können auch die Blätter geerntet werden. Sie ist eine wunderbare Naturarznei, die bei vielen Beschwerden lindernd und heilend eingesetzt werden kann.

Die Wirkung der Malve in der Naturmedizin

  • Bei Hautausschlägen und Geschwüren
  • Halsschmerzen werden gelindert
  • Sie wirkt antiseptisch im Mund- und Rachenraum
  • Mildert den Juckreiz bei entzündeten Ekzemen
  • Husten und Bronchitis werden gemildert
  • Beseitigt Störungen im Magen- und Darmbereich
  • Löst Verschleimungen der Atemwege
  • Hilft abgeschält und zum Kauen gereicht den Schmerz bei zahnenden Kindern zu lindern
  • Bei Kehlkopf- und Stimmbandentzündungen
  • Bei Weissfluss

Die gesunden Inhaltsstoffe der Malve

  • Reizlindernde Schleimstoffe
  • Gerbstoffe für die Verdauung
  • Pflanzenfarbstoffe mit antibakterieller Wirkung
  • Ätherische Öle

Zwei Rezepte mit Malve

Malventee

Zutaten:
Zwei Teelöffel getrocknete Malvenblüten und/oder Bläter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Mit dem kalten Wasser ansetzen und über Nacht stehen lassen. Am Morgen abseihen und zum Trinken langsam erwärmen. Zwei bis drei Tassen pro tag – mit Honig gesüsst – helfen gegen Husten. Ungesüsst als Magenmittel und gegen Husten verwenden.

Malvenöl

Zutaten:
60 g getrocknete Malvenblüten, 0.6 Liter rines Olivenöl.

Zubereitung:
Die Blüten in einem weithalsigen Gefäss mit dem Öl übergiessen. 14Tage an einem warmen Ort verschlossen stehen lassen, hin und wieder schütteln. Dann in einer dunklen Flasche kühl und verschlossen aufbewahren. Eine Einreibung wirkt belebend für müde Füsse.

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Heilpflanzen

Kerbel

Kerbel ist eine einjährige Würzpflanze, die wahrscheinlich aus Russland zu uns gekommen ist. Er ist der Petersilie verwandt, nur feiner und aromatischer im Geschmack. Man muss ihn so frisch wie möglich verwenden, da er sonst sein feines Aroma und die Kraft seiner Inhaltsstoffe verliert. Aber Kerbel ist nicht nur ein Küchengewürz, sondern auch eine Heilpflanze. Kerbel ist ein Doldenblüter, und wie alle diese Pflanze enthält er viel ätherisches Öl.

Kerbel-Suppe für unser Immunsystem

Kerbel ist ein wunderbares Vielzweck-Kraut. Er wird in der Küche verwendet, spielt eine große Rolle in der Naturmedizin und wird für kosmetische Kompressen und Dampfbäder verwendet. Kerbel hat einen sehr hohen Anteil an den Vitaminen A und C, das kommt unserem Immunsystem zugute und fördert die Bildung von Blutkörperchen. Kerbel ist ein wichtiger Bestandteil einer “grünen” Suppe, die im Frühjahr in vielen Gegenden Deutschlands auch heute noch traditionell auf den Tisch kommt. Achten Sie darauf dass Kerbel und die anderen Kräuter dazu immer frisch sind und nicht getrocknet oder konserviert. Sie verlieren dann Geschmack und die gesunde Wirkung ist ach weg.

Darüber hinaus heilt und wirkt Kerbel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er entgiftet den Körper
  • Er regt die Nieren und die Leber an
  • Kerbel hilft bei Erkältungen
  • Kerbel ist harntreibend und entwässert
  • Er reguliert die Verdauung
  • Kerbelsaft ist ein guts Stärkungsmittel
  • Als Kompresse hilft er bei Augenentzündungen
  • Auf Insektenstiche gerieben vertreibt er den Juckreiz

Die gesunden Inhaltsstoffe des Kerbel

  • Viel vom Mineralstoff Magnesium
  • Hoher Eisenanteil
  • Flavonoide
  • Zink für das Immunsystem
  • Ätherische Öle
  • Bitterstoffe für Leber und Galle

Zwei Rezepte mit Kerbel

Kerbeltee

Zutaten:
Ein Esslöffel getrocknete Kerbelblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen, den Kerbel damit übergiessen, den Tee zehn Minuten ziehen lassen. Langsam trinken. Wirkt entschlackend und blutreinigend.

Kerbelschnaps

Zutaten:
Eine Handvoll frischen Kerbel (im Sommer gepflückt), ein Liter klarer Schnaps.

Zubereitung:
Den frischen Kerbel in eine weithalsige Flasche füllen und mit dem Schnaps übergiessen, so dass er davon bedeckt ist. Einige Tage stehen lassen, bis die Flüssigkeit kräftig grün ist. Dann den Inhalt durch ein Tuch laufen lassen und in neue Flaschen abfüllen. Bei längerer Lagerung wird das Aroma immer in0tensiver.

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Heilpflanzen

Ingwer

Kaum ein Gewürz- und Heilkraut, das in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen hat wie der Ingwer. Aus Südostasien stammend kam er über Indien nach Europa. Im Mittelalter galt er als ein Mittel zur Stärkung der Manneskraft. Zu der Zeit wurde er auch statt Pfeffer zum Würzen verwendet. Bei uns werden ausschließlich die Wurzeln verwendet. Da die großen Mengen an benötigtem Ingwer nicht mehr auf natürliche Weise gewonnen werden können, wird er inzwischen in großen Ingwer-Farmen gezüchtet und gezogen. Ingwer hilft sehr schnell bei Erschöpfung und Kraftlosigkeit.

Ingwer hat hohe Wirkung gegen Übelkeit

Ingwer schafft blitzschnell das Gefühl von Wärme im ganzen Körper. Der Grund: Inhaltsstoffe dieses südostasiatischen Gewürzes aktivieren Wärmerezeptoren im Körper, das Blut pulsiert in den Adern – uns wird warm. Auch sonst kann diese scharfe Heilpflanze eine Menge: Sie ist antibakteriell, stillt Schmerzen und bringt auch schnelle Energie. Zwei dünne Scheiben Ingwer mit kochendem Wasser überbrühen, heiss trinken – und schon sind Sie wieder voll da. Besonders wichtig ist seine Wirkung gegen Übelkeit: Sogar während einer Chemotherapie soll Ingwer den Drang zum Erbrechen vermindern. Und im Orient gilt Ingwer seit Jahrhunderten als ein Mittel für die Stärkung der Manneskraft.

Darüber hinaus heilt und wirkt Ingwer noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Appetitlosigkeit
  • Magengeschwüre und andere Magenprobleme
  • Menstruationsbeschwerden
  • See- und Reiseübelkeit
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Er hat eine antioxidative Wirkung
  • Rheuma und Gicht
  • Muskelkrämpfe
  • Erkältungskrankheiten

Die heilenden Inhaltsstoffe des Ingwer

  • Hoher Vitamin C-Gehalt
  • 22 starke ätherische Öle, die antibakteriell, blutdrucksenkend, harntreibend, antiviral und schleimlösend wirken
  • Phytohormone zur Zellerneuerung
  • Der wichtige Wirkstoff Gingerol
  • Zingiberol

Zwei Rezepte mit Ingwer

Ingwer-Tee

Zutaten:
Eine Ingwerknolle, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die Knolle schälen, in dünne Scheiben schneiden, dann würfeln. Ein Teelöffel davon mit einer Tasse heissem Wasser übergiessen und drei Minuten kochen lassen. Danach ziehen lassen, durchseihen und in kleinen Schlucken trinken. Das gibt schnelle Energie für Geist und Körper.

Ingwer-Likör

Zutaten:
250 g weißer Kandiszucker, 70 g Ingwer, eine Vanilleschote, fünf Walnüsse, ein dreiviertel Liter Korn oder Wodka.

Zubereitung:
Den Zucker in ein Gefäß mit einer großen Öffnung geben, den Ingwer klein schneiden und dazu geben. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark aus der Schote kratzen und ebenfalls dazu geben. Walnüsse darauf und den Alkohol darüber gießen. Gefäß gut verschließen und zehn Tage lang an einem kühlen dunklen Ort ziehen lassen. Der Likör sollte dann innerhalb von drei Monate getrunken werden.

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Heilpflanzen

Estragon

Ursprünglich stammt dieses Kraut aus Asien, gelangte dann in den Nahen Osten, von dort haben es Kreuzritter nach Europa gebracht: Den Estragon. Im Volksmund heisst er auch Schlangen- oder Drachenkraut. Er ist in der Küche – vor allem in der französischen – sehr beliebt, wird dort zum Würzen und aromatisieren von Essig, Senf und Gurken verwendet. Estragon mag warme und sonnige Plätze, feucht und kalt liebt er nicht. Im Mittelalter setzte man ihn gegen Skorbut und gegen die Pest ein. Die frischen grünen Spitzen der Triebe kann man den ganzen Sommer ernten.

Estragon ist gesund in Essig und Senf

Mit seinen vielen Bitterstoffen ist der Estragon ein hervorragender Helfer bei Verdauungsproblemen. Deshalb hat er wohl mit den Inhaltsstoffen seiner jungen Triebe Verwendung bei der Herstellung von Senf und Essig gefunden. Darüber hinaus eignen sie sich auch zum Würzen von Geflügel, Kartoffel- und Nudelgerichten, Reis, gekochtem Fisch und eingelegten Gurken. Aber viel wichtiger als sein guter Geschmack ist seine Heilkraft zum Beispiel bei rheumatischen Schmerzen. Da wird sein Öl als Einreibemittel eingesetzt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Estragon noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

Diese Inhaltsstoffe des Estragon machen ihn gesund

  • Starke ätherische Öle wie Estragol, Phellandren, Ocimen
  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe
  • Vitamin C
  • Starker Kaliumgehalt
  • Flavonoide
  • Enzyme

Zwei Rezepte mit Estragon

Estragon-Tee

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel Estragonkraut, eone Tasse Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Sieden bringen, das Estragonkraut damit übergiessen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und langsam trinken. Damit bekämpft man Völlegefühl und fördert die Verdauung.

Estragon-Likör

Zutaten:
15 g Estragonblätter, 150 g Zucker, eine halbe Vanillestange, ein halber Liter 40%iger Korn oder Wodka.

Zubereitung:
Alles in weithalsiges Glas zusammengeben, Das Gedäss gut verschliessen und an einen dunklen und warmen Ort stellen. Vier Wochen dort ziehen lassen und täglich schütteln. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche umfüllen. Wirkt anregend auf die Verdauung.

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Heilpflanzen

Linde

Sie war der Dorfmittelpunkt und sie wurde besungen: Die Linde. Sie wächst in Süd- und Mitteleuropa, am liebsten in mittleren Gebirgslagen. Ein Lindenbaum kann uralt werden und gilt als Symbol der Liebe und der Treue. Außer gutem Nutzholz bringt uns die Linde aber vor allem Gesundheit. Ihre Blüten haben starke Heilkräfte, Heilmittel aus Lindenblüten sind in der Volksmedizin verwurzelt – und wir alle kennen zumindest den Lindenblütentee. Über den schrieb schon Pfarrer Kneipp: ” Der Lindenblüthentee ist neben dem Holunderblütenthee der bekannteste Schwitzthee.” Die Blüten werden im Juni gesammelt.

Die Wirkung der Lindenblüten

  • Bei hartnäckigem Husten
  • Bei Schnupfen und Erkältungsfiber
  • Für eine Schwitzkur
  • Bei Nervosität
  • Bei Grippe
  • Sodbrennen
  • Appetitlosigkeit
  • Bei Wasseransammlungen im Körper
  • Bei Schlaflosigkeit
  • Bei Blasenentzündung
  • Bei Migräne

Diese Inhaltsstoffe der Lindenblüten haben Heilkraft

  • Schleimstoffe
  • Ätherische Öle
  • Flavanoide
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Flavonglykoside

Zwei Rezepte mit Lindenblüten

Lindenblütentee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Lindenblüten, ein Viertel Liter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen, die Lindenblüten damit übergiessen, zehn Minuten ziehen lassen, dann abgiessen. Den Tee mit Honig süßen, das verstärkt seine Wirkung.

Lindenblütengelee

Zutaten:
Ein halber Liter Wasser, 100 ml klarer Apfelsaft, 80 g getrocknete Lindenblüten, 9 Blatt Gelantine, 30 g Lindenblütenhonig, 60 g Zucker.

Zubereitung:
Aus den Lindenblüten und dem Wasser einen Tee zubereiten, etwas abkühlen lassen. Dann den Zucker zugeben und auflösen. Den Tee filtern und den Apfelsaft mit der Gelantine und dem Honig so lange einrühren bis sich alles aufgelöst hat. Das Gelee portionieren und im Kühlschrank fest werden lassen.

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Heilpflanzen

Dill

Aal in Dillsoße, welch ein Wohlgeschmack. Dill wird auch Gurkenkraut oder “Blähkraut” genannt. Das Heilkraut kommt aus dem Nahen Osten, ist aber heute auf der ganzen Welt verbreitet. Wir kennen es vor allem vom Gurkensalat und Fischgerichten. Aber Dill ist auch ein starkes Heilkraut. Die Ägypter setzten es gegen Kopfschmerzen ein, sogar in der Bibel wird sie erwähnt. Dill braucht einen sonnigen, trockenen Platz im Garten. Verwendet werden vor allem die Spitzen ihrer Blätter.

Dill hält Schädlinge fern

Je frischer Dill ist, desto besser schmeckt er. In der Volks- und Erfahrungsmedizin werden jedoch eher die Früchte des Dill genutzt. Sie haben einen sehr hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die als krampflösend gelten. Damit die ätherischen Öle ihre ganze Kraft entfalten können, müssen Sie die Früchte vor der Verwendung in einem Mörser zerquetschen. Getrockneter Dill verliert sehr viel von seinem Aroma und auch von seinen Heilkräften. Wenn Sie ihn im Garten anpflanzen, dann hält er Schädlinge von Karotten, Radieschen und Zwiebeln fern.

Darüber hinaus heilt und wirkt Dill noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Wasseransammlungen im Körper, er ist harntreibend
  • Er löst Magenkrämpfe
  • Er verhindert Blähungen
  • Man setzt ihn gegen Kopfschmerzen ein
  • Er fördert die Milchbildung bei Stillenden
  • Menstruationsproblemen (Sitzbad)
  • Als Ölkompresse bei Geschwüren

Die heilenden Inhaltsstoffe des Dill

  • Äthrisches Öl
  • Gerbsäuren
  • Pflanzenfarbstoffe
  • Enzyme

Zwei Rezepte mit Dill

Dill-Tee

Zutaten:
Zwei Teelöffel mit gtrockneten Dillspitzen, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die Dillspitzen mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, dann fünf Minuten ziehen lassen. Gut durchseihen und zwei bis drei Tassen am Tag trinken.

Dill-Öl

Zutaten:
Zwei Handvoll getrocknetes Dillkraut, ein halber Liter reines Olivenöl.

Zubereitung:
Das Dillkraut in einem weithalsigen Gefäss mit dem Öl übergiessen. Das Gefäss gut verschliessen und an einen warmen Ort stellen. Nach zwei Wochen abseihen, kühl und dunkel lagern. Das Dill-Öl zu Einreibungen bei Kopfschmerzen verwenden. Oder ein paar Tropfen auf ein Stück Würfelzucker träufeln, bei Magenproblemen einnehmen.

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Heilpflanzen

Anis

Anis, den kennen wir doch: in Weihnachtsplätzchen, als griechischen (Ouzo), französischen (Pernod), türkischen (Raki) oder italienischen (Sambucca) Schnaps. Es gibt Anisplätzchen und -brot. Anis, der schmeckt gut. Der ist aber auch sehr gesund. Die alten Ägypter kannten schon seine heilenden Kräfte und Benediktinermönche brachte ihn im achten Jahrhundert über die Alpen. Bei Vollmond gepflückter Anis galt als Liebeselixier. Obwohl auch Wurzel und Kraut ätherische Öle enthalten ist für die Herstellung von Hausmitteln nur die Frucht von Bedeutung.

Anis gegen verschleimte Bronchien und bei Blähungen

Besonders hervorzuheben ist seine Wirkung auf verschleimte Bronchien und bei Blähungen. Der Wirkstoff Thymiol bremst den Hustenreiz, wirkt antibakteriell auf die Bronchien und löst Verschleimungen: Erkrankte können jetzt befreit abhusten. Die ätherischen Öle und die Kaffeesäure im Anis verhindern, dass sich beim Verdauungsvorgang Gase entwickeln, die zu Blähungen und Beschwerden führen führen.

Darüber hinaus wirkt und heilt Anis noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Völlegefühl
  • Er wirkt schleimlösend bei Erkältungen
  • Er hat antiseptische Wirkung
  • Er stärkt die Milchsekretion in der Stillzeit
  • Als Öl in die Haut einmassiert lindert er den Juckreiz nach Insektenstichen
  • Er hat eine harntreibende Wirkung
  • Appetitlosigkeit

Die gesunden Inhaltsstoffe des Anis

  • Sehr starke ätherische Öle
  • Thymiol für die Bronchien
  • Vitamin C stärkt das Immunsystem
  • Bor und Kampfer
  • Acetylcholin
  • Kaffeesäure
  • Salicylate

Zwei Rezepte mit Anis

Anistee

Zutaten:
Zwei gestrichene Teelöffel Anisfrüchte, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Früchte frisch im Mörser zerstossen, das Wasser zum Sieden bringen, darüber giessen. Eine Viertelstunde zugedeckt ziehen lassen, abseihen und mehrmals am Tag eine Tasse mit Honig gesüsst trinken. Hilft bei Husten und Schleim, renkt den Magen ein.

Anislikör

Zutaten:
40 g frischer, zerstossener Anissamen, ein Liter Weinbrand, ein g Zimt, in Pfund Zucker.

Zubereitung:
Die Anissamen, den Zimt und den Zucker mit dem Weinbrand aufgiessen. Den Aufguss sechs Wochen lang dunkel und warm ziehen lassen. Dann abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen. Nach dem Essen ein Glas hilft gegen Blähungen. Magenbeschwerden und Völlegefühl.