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Frauenmantel

Das Kraut Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse und galt schon in der Antike als ein ganz besonderes Frauenheilmittel. Im Christentum wurde der Frauenmantel zum “Marienkraut”, da die Blätter an den Mantel “unserer lieben Frau” erinnern sollen. Er ist auf der ganzen Welt in gemäßigten Klimazonen verbreitet, wächst gerne an sonnigen Plätzen, die aber auch Halbschatten bieten. Für den Tee wird die blühende Pflanze im Sommer mit Blättern und Stielen geerntet. Frauenkraut kann auch als Küchenkraut frisch an den Salat gegeben werden. Schon Hildegard von Bingen und Paracelsus waren von ihr begeistert. Im Mittelalter legten sich Frauen zerquetschtes Frauenkraut auf die Brüste, um diese zu straffen.

Die Gerbstoffe des Frauenmantel schützen die Schleimhäute

Man kennt es auch als Frauenkraut, weil seine Inhalts- und Wirkstoffe vor allem bei typisch weiblichen Gesundheitsproblemen zur Anwendung kommen. Frauenmantelkraut kann als Tee verabreicht werden und ist auch Bestandteil zahlreicher Teemischungen wie beispielsweise dem Frauentee. Daneben kann das Kraut auch in Form von Dragees oder Tabletten zur Besserung des Allgemeinbefindens oder als Tonikum in Tropfenform eingenommen werden. Die vielen Gerbstoffe dieses Heilkrauts schützen die Schleimhäute vor giftigen Substanzen. Frauenmantel kann auch zur Stärkung der Gefäße eingesetzt werden.

Darüber hinaus heilt und wirkt Frauenmantel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Bei Akneproblemen in der Pubertät
  • Bei Menstruationsbeschwerden
  • Wechseljahresbeschwerden werden dadurch erleichtert
  • Frauenmantel ist entzündungshemmend
  • Sein Inhaltsstoffe haben wundheilende Wirkung
  • Er hatte früher eine Funktion bei der Geburtshilfe
  • Das Heilkraut wurde bei Entzünden der Gebärmutterschleimhaut eingesetzt
  • Gurgeln mit Frauenkraut hilft bei Rachen- und Mundentzündungen
  • Es wird erfolgreich bei Durchfall angewendet
  • Es hilft bei Nachtschweiß

Heilende Inhaltsstoffe im Frauenkraut

  • Ein hoher Gehalt an Gerbstoffen
  • Wichtige Saponine
  • Viele Bitterstoffe
  • Tannine für die Blureinigung
  • Glykoside
  • Phytosterin

Zwei Rezepte mit Frauenmantel

Frauenmanteltee

Zutaten:
Zwei Teelöffel Fraunmantelkraut, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochgen bringen, das Frauenmantelkraut damit überbrühen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Bei Menstruationsbesxchwerden oder Durchfall ein bis drei Tassen täglich trinken. Man kann damit auch eitrige Wunden auswaschen.

Frauenmantelschnaps

Zutaten:
30 g Frauenmantel, 10 gemahlenen Fenchelsamen, 20 g Taubnesselblüten, 10 g Anissamen, ein Liter klarer Schnaps (Wodka, Korn).

Zubereitung:
Kräutersamen und Blütn in ein Ansetzgefäss füllen und mit Wodka übergiessen. An einem warmen aber nicht sonnigen Platz zwei Wochen lang ziehen lassen und tagsüber schütteln. Dann filtrieren und in Flaschen abfüllen. Bei Bedarf ein Gläschen trinken.

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Ysop

Diese aus Asienstammende Heilpflanze wird im Volksmund auch “Josefskraut” genannt. Sie ähnelt dem Bohnenkraut ist aber viel intensiver und stärker. Wegen seins aromatischen Geschmacks gibt man es gerne Braten, Salate und Suppen. Bereits die alten Hebräer nannten die Pflanze das “heilige Kraut”. Man benutzte ihn als Weihwedel und zum Ausräuchern heiliger Stätten. Mönche brachten diese Pflanze aus dem Mittelmeerraum zu uns. Ysop gedeiht in sonnigen lagen, kann problemlos im Garten gezogen werden. Blüten und Blätter werden im Juli/August gesammelt und sorgsam im Schatten getrocknet. In seiner Wirkung ähnelt er dem Salbei.

Die gesunde Wirkung des Ysop

  • Er bringt die Körpersäfte in Bewegung
  • Ysop hilft bei Heuschnupfen
  • Bei Asthma erleichtert er das Atmen
  • Wird bei Halsschmerzen und chronischen Infekten der Atemwege eingesetzt
  • Bei Husten wirkt er schleimlösend
  • Regt Darm, Magen und Verdauung an
  • Sein Öl hilft bei Gelenkschmerzen und Rheuma
  • Lässt blaue Flecken schneller verschwinden

Die heilenden Inhaltsstoffe des Ysop

  • Viele ätherische Öle
  • Gerbstoffe für die Verdauung
  • Bitterstoffe für Galle und Leber
  • Harze
  • Flavanoide

Zwei Rezepte mit Ysop

Ysoptee:

Zutaten:
Zwei Teelöffel von der getrockneten und zerkleinertn Ysop-Pflanze, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Ysop mit dem kalten Wasser aufkochen, dann fünf Minuten ziehen lassen, den Tee abseihen. Davon täglich zwei Tassen trinken.

Zitronenforelle mit Ysop

Zutaten:
Vier Forellen, vier Bio-Zitronen, zwei Bund Petersilie, zwei Ysopzweige, zwei Schalotten, Salz und Pfeffer.

Zubereitung:
Fische waschen und mit Zitronensaft beträufeln. Die Petersilie (einige Blättchen aufheben), Ysop und Schalotten sehr fein hacken, vermischen, geriebene Zitronenschale, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen. Die Forellen mit dieser Masse füllen. Restliche Zitronenschälen, in Scheiben schneiden und halbieren. Die Fischhaut einritzen, Zitronenscheiben halb hineinschieben. Die Fische einölen, von beiden Seiten fünf Minuten grillen. Dabei immer wieder einölen. Mit der übrigen Petersilie servieren.

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Veilchen

Mit dem Frühling kommen die Veilchen. Und die sind nicht nur wunderschön, duftend und lieblich – sie sind auch essbar und vor allem sehr gesund. Pfarrer Kneipp hat das auch schon gewusst: “Dieses, liebliche, wohlduftende Frühlingsblümchen soll mit seinem Heildufte auch unsere Hausapotheke erfüllen.” Recht hat er. Denn die Veilchen haben nicht nur sehr teure Duftöle, sie haben auch grosse Heilkräfte. Übrigens: Wenn Sie Veilchen essen wollen, dann streuen Sie die Blüten ganz kur vor dem Essen auf Blattsalate. Sie geben auch jeder Kräutersuppe einen sehr zarten, leicht süßen Frühlingsgeschmack.

Die heilende Wirkung der Veilchen

  • Sie helfen bei Bronchitis und Halsentzündungen
  • Sie schützen vor Erkältungen
  • Veilchen stärken die Immunkraft
  • Sie lösen Verschleimungen im Hals- Rachenbereich
  • Sie wirken heilend bei Hautproblemen
  • Veilchen beruhigen und sind gut für den Schlaf
  • Veilchensirup hilft gegen Husten bei Kindern
  • Mit Veilchen können Sie gegen Kopfschmerzen angehen

Die natürlichen Inhaltsstoffe in den Veilchen

  • Sie haben sehr heilstarke ätherische Öle
  • Ihr Bitterstoffe und Alkaloide sind beruhigend und verdauungsfördernd
  • Das Chlorophyll hilft bei der Sauerstoffversorgung
  • Mit dem Spurenelement Zink stärken sie die Immunkraft

Zwei Rezepte mit Veilchen

Tee mit Veilchenblüten

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel frische Veilchenblüten, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser mit den Veilchenblüten zum Kochen bringen, einmal sehr kurz aufkochen, dann fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen. In den lauwarmen Tee ein Leintuch eintauchen, auswringen, auf Stirn und Schläfen auflegen. Hilft gegen Kopfschmerzen. Getrunken hilft dieser Tee gegen Nervosität, Stress, Schlafprobleme, Husten und rheumatische Beschwerden.

Frühlingssuppe mit Veilchen

Zutaten:
Veilchenblüten, Brennnesselspitzen, Pimpernelleblätter und Zitronenmelisseblätter, Schnittlauch, Gemüsebrühe und Naturreise (je nach Menge der Portionen), Salz und Pfeffer.

Zubereitung:

Alle Kräuter gut waschen, dann sehr klein hacken und gut mischen. Dann zusammen mit dem Naturreis in di Gemüsebrühe einrühren und so kurz wie möglich garen.

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Wermut

Wenn man einen anderen Menschen einen “Wermutbruder” nennt, ist das nicht unbedingt wohlmeinend sondern eher abwertend. Dabei ist das eigentlich falsch: Denn Wermut ist nicht nur ein billiger Wein, er ist auch eine sehr wertvolle Heilpflanze und Naturarznei. In der Antike bekämpfte man damit Rauschzustände, im Mittelalter räucherte man mit ihm die Pest aus. Und Pfarrer Kneipp sagte über ihn: “Wermut zählt mit zu den bekanntesten Magenmitteln. Er leitet die Magenwinde aus, verbessert und unterstützt die Magensäfte und hilft so, guten Appetit und gute Verdauung bereiten, mag er als Tee oder als Pulver genommen werden.” Er gedeiht in ganz Europa an warmen Hauswänden und sonnigen Plätzen.

Die Wirkung des Wermut

  • Bei Gallen- und Magenbeschwerden
  • Bei chronischen Darmproblemen
  • Bei Verdauungsschwäche
  • Bei Appetitlosigkeit
  • Er kann Fieber senken
  • Wermut regt die Leber an
  • Bei Menstruationsbeschwerden

Die heilenden Inhaltsstoffe des Wermuts

  • Ätherische Öle in Blüten und Blättern
  • Bitterstoffe für Leber und Galle
  • Gerbstoffe für die Verdauung
  • Pflanzensäuren und Harze

Zwei Rezepte mit Wermut

Tee mit Wermut

Zutaten:
Ein gehäufter Teelöffel Wermutkraut und ein halber Liter Wasser.

Zubereitung:
Das Wermutkraut micht kochendem Wasser übergießen und eine Viertelstunde ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen am Tag trinken. Nicht bei Gastritis oder Sodbrennen anwenden

Magenbitter mit Wermut

Zutaten:
Ein Liter Weingeist oder sehr hochprozentiger Alkohol. 4 g Wermut, 4 g Tausendgüldenkraut, 4 g Benediktenkraut, eine Zimtstange, 4 g Veilchenwurzeln, 40 g ungespritzte Orangenschale, 2 g Muskatnuss, 250 g Zucker.

Zubereitung:
Die Gewürze und den Alkohol in ein fest verschliessbares Gefäss schütten. Zwei bis dri Wochen stehen lassen, dann filtrieren. Den Zucker in Wasser auflösen, die beiden Flüssigkeiten gut miteinander vermischen. In Flaschen umfüllen und im Dunkeln aufbewahren. Schmeckt sehr bitter, ist aber gut für Magen und Verdauung.

Wermutrezepte nie länger als zwei Wochen anwenden, da die Gefahr von Nebenwirkungen (Zentralnervensystem) besteht. Schwangere sollten ihn total meiden.

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Ringelblume

Dieses Wiesenkraut wurde von Franz Schubert in einem Lied besungen und war im Jahr 2009 die “Heilpflanze des Jahres”. Sie war schon immer die Pflanze der Frauen und der Liebe. Man erkennt sie an ihrem intensiven und starken Geruch. Sie gibt damit vielen Speisen ein herrliches Aroma und durch ihre Gelbfärbung eine appetitanregende Farbe. Hildegard von Bingen hat sie bei “Vergiftungen durch üble Speisen” empfohlen. Sie braucht im Garten ein sonniges Plätzchen und bleibt gerne für sich allein. Sie blüht von Juni bis in den Herbst, gilt auch als Wetterprophet: Wenn Regen droht, faltet sie ihre Blüten zusammen. Alles in allem ist die Ringelblume eine unserer stärksten und vielfältigsten Heilpflanzen.

Wie die Wirkung der Ringelblume heilen und helfen kann

  • Sie stärkt die Immunkraft der Haut
  • Innerlich bekämpft sie Entzündungen im Körper
  • Sie stoppt Durchfall
  • Die Ringelblume hilft bei Magen- und Gallenbeschwerden
  • Sie hilft bei der Heilung von Wunden
  • Ihre Wirkstoffe erhalten die Haut elastisch
  • Man kann sie gegen Muskelkater einsetzen
  • Sie fördert die Durchblutung der Haut

Die heilenden Inhaltsstoffe der Ringelblume

  • Sie hat sehr starke Bioaktivstoffe wie Carotinoide, Flavanoide und Xanthophylle
  • Ihre Harze sind hautstärkend
  • Fruchtsäuren, die die Haut glätten
  • Entzündungshemmende Saponoside wie z. B. Saliziylsäure
  • Stickstoffhaltige Schleime
  • Ätherische Öle
  • Den Bitterstoff Calendulin
  • Pflanzenenzyme und Vitamin C

Zwei Rezepte mit Ringelblumen

Ringelblumenblütentee

Zutaten:
Zwei Teelöffel frische oder getrocknete Blüten, eine Tasse kochendes Wasser.

Zubereitung:
Die Ringelblumenblüten mit dem kochenden Wasser übergiessen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann durchseihen. Diesen Tee lauwarm trinken. Man kann damit aber auch gurgeln und Umschläge machen.

Ringelblumentinktur

Zutaten:
Zwei Handvoll Ringelblumenblüten, ein Liter Korn oder Wodka.

Zubereitung:
Setzen Sie di Ringelblumenblüten in einem Liter Alkohol in einem fest verschlossenen Gefäss an. Dann vier Wochen lang an einem warmen Ort ziehen lassen. Danach umfüllen, dunkel und kühl aufbewahren. Die Tinktur hilft gegen Warzen und Hühneraugen.

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Bohnenkraut

Früher verwendete man das Bohnenkraut als Pfefferersatz. Heute kocht man mit ihm vor allem Hülsenfrüchte, weil die dann besser verdaut werden. Es stammt vom Schwarzen Meer und war bereits zu Zeiten von Karl dem Großen bei uns bekannt. Es ist eine anspruchslose Pflanze, blüht ab Juni (da wird es auch geerntet). Aber Bohnenkraut gehört nicht nur in die Küche, sondern auch in das Apothekenkästchen, denn es hat sehr viele Heilwirkungen und ist eine vorzügliche Naturarznei.

Bohnenkraut: Die magenfreundliche Heilpflanze

Die Römer haben es zu uns gebracht, und es nicht nur zum Würzen ihrer Suppen, Lammbraten und anderer Gerichte genutzt: Es galt schon bei ihnen als ein potenzförderndes Kraut. Da es sehr magenfreundlich ist, wird es heute gerne als Gewürz genommen. Aber auch seine ätherischen Öle sind für die Gesundheit wichtig. Deshalb sollten Sie Bohnenkraut so oft wie möglich in der vKüche anwenden.

Darüber hinaus heilt und wirkt das Bohnenkraut noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Es bekämpft, Blähungen, Völlegefühl und Magenkrämpfe
  • Der Gallenfluss wird angeregt und beschleunigt, das verbessert die Verdauung
  • Bohnenkrauttee hilft bei Potenzschwierigkeiten und Frigidität
  • Es weckt die Lebensgeister. Wenn Sie das Mittagessen mit Bohnenkraut würzen, sind Sie am Nachmittag nicht müde
  • Bohnenkraut stärkt die Bronchien und hilft gegen Husten

Die heilenden Inhaltsstoffe des Bohnenkrauts

  • Bitter und Gerbstoffe die verdauungsfördernd sind
  • Es wirkt antiseptisch
  • Die ätherischen Öle Thymol, Cymol und Carvacrol stärken Atmung und Bronchien.
  • Bohnenkraut beeinflusst die Bildung von Glückshormonen positiv

Zwei Rezepte mit Bohnenkraut

Bohnenkrauttee

Zutaten:
Zwei Teelöffel frisches oder getrocknetes Bohnenkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser.

Zubereitung:
Das Bohnenkraut übergiessen und eine Viertelstunde zugedeckt ziehen lassen, dann durchseihen. Morgens und abends eine Tasse ungesüsst trinken. Am Abend etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Schlafengehen.

Reinigungsmilch für die Haut

Zutaten:
5g reines Bienenwachs, 25 g Bohnenkrautöl, 3g Wollfett (Apothke), 20 g Bohnenkrauttee, zwei Tropfen reines Pfefferminzöl.

Zubereitung:
Im Wasserbad die ersten drei Zutaten bei nicht zu hoher Temperatur schmelzen. Den Kräutertee und das Öl kräftig umrühren und mit dem Geschmolzenen in Cremedosen füllen. Nach dem Waschen auf Gesicht, Hals und Dekollete auftragen, fünf Minuten einwirken lassen, dann abwaschen.

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Liebstöckel

Wegen seines Geruchs wird der Liebstöckel auch “Maggikraut” genannt. In der Küche wird er als Würze für Suppen und Soßen verwendet. Aber ist ach eine wertvolle Naturarznei und sogar ein magisches Kraut: Man hat ihn früher für Liebeszauber verwendet und aus ihm Liebestränke gebraut. In der Antike war er bekannt als Heilkraut und unter Karl dem Grossen waren Klöster und Bauern verpflichtet, Liebstöckel anzubauen. Während man in der Küche eher frische Blätter einsetzt, wird er in der Medizin in getrocknetem Zustand verwendet.

Die heilsame Wirkung des Liebstöckel

  • Er wirkt entwässernd und reinigt das Blut
  • Mit Liebstöckel fördert man seine Verdauung
  • Er verhindert Blähungen, Völlegefühl und Magendrücken
  • Liebstöckel wirkt krampflösend
  • Liebstöckel in den Speisen macht stressfest
  • Er beruhigt die Nerven, löst Ängste
  • Seine Wirkstoffe können Muskelverspannungen lösen
  • Er regt den Appetit an und verhindert Sodbrennen

Die starken Wirkstoffe des Liebstöckel

  • Das antibiotisch wirkende Falcariondol
  • Ätherische Öle wie das Butylphalid, Trans-Ligustulid, Bergabten und Psoralen
  • Dazu kommen Pinene, Terpinene, Kumarin und Furckumarin
  • Apfelsäure
  • Bitter- und Gerbstoffe
  • Kampfer

Zwei Rezepte mit Liebstöckel

Liebstöckeltee

Zutaten:
Ein Teelöffel Liebstöckelwurzel, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Aufkochen, den Aufguss zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Liebstöckeltee ungesüsst trinken, er entwässert, hilft gegen Blähungen.

“Frische Liebe” mit Liebstöckel

Zutaten:
300 g Blattsalat, etwas Brunnenkresse, zwei Zuccini, ein Esslöffel Zitronensaft, ein Esslöffel frisches Petersilienkraut, ein Esslöffel gehackte Sellerieblätter. Für die Soße: Drei Esslöffel Weissweinessig, ein Teelöffel Liebstöckel. eine Prise Muskat, Salz, Pfeffer, fünf Esslöffel Olivenöl.

Zubereitung:
Die Salatblätter und die Brunnenkresse waschen, auf zwei Teller verteilen. Zuccini viertel, fächerartig aufschneiden und mit Zitrone beträufeln, Kräuter darüber streuen und je zwei Zuccinis am Tellerrand arrangieren. Essig, Öl und Gewürze miteinander verquirlen und die Soße auf dem Salat verteilen.

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Passionsblume

Die Passionsblume ist ein wunderschönes, rankendes Liliengewächs. Sie wächst in Amerikas tropischen Regenwäldern und in der Karibik. Inzwischen gibt es sie auch in Europa. Sie blüht von Mai bis Juni, ihre gelben Früchte sind eiförmig, etwa 5 cm lang, essbar und haben enorm viel Vitamin C. Aber auch als Heilpflanze hat die Passionsblume eine jahrhundertealte Tradition. Im 19. Jahrhundert war sie in beliebtes Schlafmittel. Inzwischen weiss man, wie heilkräftig die Passionsblume ist.

Die heilende Wirkung der Passionsblume

  • Sie hilft bei Bluthochdruck
  • Beeinflusst Herzrhythmusstörungen, Herzrasen und Herzneurosen positiv
  • Die Passionsblume ist angstlösend
  • Die hilft bei Reizmagen und -darm
  • Mit ihrer Hilfe können Sie Ängste bekämpfen
  • Sie ist schweisstreibend und krampflösend
  • Bei Wechseljahrsbeschwerden kann sie helfen
  • Sie ist gut bei Durchblutungsstörungen

Diese Inhaltsstoffe machen die Passionsblume so gesund

  • Da sind ihre wertvollen Flavanoide
  • Ätherische Öl mit antibakterieller Wirkung
  • Die Inhaltsstoffe Cumarin, Maltol und Harmin mit seinem Einfluss auf das zentrale Nervensystem
  • Luteolin mit seinen östrogenen Pflanzenhormonen
  • Kampferol für Herzprobleme

Ein Rezept mit Passionsblume

Passionsblumentee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Passionsblume (Apotheke) mit einem Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Wasser mit den Passionsblumen zum Kochen bringen, dann zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und zweimal täglich eine Tasse warm und schluckweise trinken. Unbedingt eine am Abend.

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Beifuss

Die Heilpflanze Beifuß ist seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt bekannt: Römische Legionäre legten sich das Kraut vor langen Märschen in die Sandalen, chinesische Mönche räucherten damit Akupunkturstellen. Hildegard von Bingen empfahl ihn bei fetten Speisen. Beifuß ist ein Lippenblüter, wächst überall auf kargen Böden, auf Geröllhalden und an Wegrändern. Er verbreitet einen herb-aromatischen Geruch. Geerntet wird Beifuß den ganzen Sommer über, wobei man die oberen Triebteile abscheidet, sobald er blüht.

Beifuß-Tee zum guten Schlaf

Kein Gänsebraten ohne das herb-bittere Kraut und wenn Sie Einschlafprobleme haben, dann hilft Ihnen der Beifuß-Tee. Wie bei kaum einem anderen heimischen Kraut ist die Symbiose von Küchengewürz und Naturmedizin so stark wie beim Beifuß, der unscheinbar fast überall wächst und den viele Menschen als eine Art Unkraut ansehen. Seine anregende Wirkung auf die Galle und die Leber verdankt er seinem hohen Anteil an bitteren Gerbstoffen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Beifuß noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er regt die Magensäfte und die Gallensekretion an, hilft so, fette und schwere Gerichte zu verdauen
  • Er fördert die Menstruation
  • Er stärkt die gesamten Körperkräfte
  • Er wirkt im Verdauungsapparat krampflösend
  • Er reinigt das Blut unterstützt das Immunsystem
  • Er ist durchlutungsfördernd
  • Beifuß hilft bei Wechseljahrsbeschwerden

Die helfenden Inhaltsstoffe des Beifuß

  • Viele Gerbstoffe
  • Bitterstoffe die der Verdauung helfen
  • ätherische Öle mit antiseptischer Wirkung
  • Die Wirkstoffe Cineol und Thujon

Zwei Rezepte mit Beifuß

Beifußtee

Zutaten:
Ein Teelöffel geschnittenes Beifußkraut, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Das Beifußkraut mit kochendem Wasser übergießen, zwei Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Höchstens drei Tassen am Tag ungesüßt trinken. Bei Schwangerschaft sollte der Tee gemieden werden.

Gänsefüllung mit Beifuß

Zutaten:
250 g Semmelbrösel, 100 g feingehackter Schinken, zwei Eier, eine fein gehackte Zwiebel, 250 g fein gehackte Sellerie, drei Esslöffel fein gehackter Thymian, viel Petersilie, Majoran und Salbei, ein Teelöffel fein gehackte Beifußpitzen, geriebene Zitronenschale, Pfeffer und Salz.

Zubereitung:
Diese Zutaten in einer Schüssel sehr gründlich mischen und durchkneten. Ungefähr eine halbe Stunde lang stehen lassen, danach die Gans damit füllen. Diese Füllung ist für eine etwa vier Kilo schwere Gans berechnet.

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Schafgarbe

Das Kraut Schafgarbe hat in der Volksmedizin noch einen Namen: ” Frauendank”. Mit Recht. Denn seit vielen Jahrhunderten wird es von Hebammen angewendet. Angeblich soll Achilles im Trojanischen Krieg mit Schafgarbe verwundete Soldaten behandelt haben, auch die Indianer verwendeten Schafgarbe zur Heilung. Das Kraut wächst auf Wiesen und an Wegrändern, gilt heute bei den Bauern als Unkraut. Wenn di Blätter offen sind, wird der obere Teil der Pflanze abgeschnitten, die Blüten und Blätter werden vom Stengel gerupft und getrocknet. Pfarrer Kneipp empfahl: “Vom Saft der Schafgarbe drei- bis fünfmal täglich einen Teelöffel.”

Die gesunde Wirkung der Schafgarbe

  • Nach Absprache mit dem Arzt bei Menstruationsstörungen
  • Schafgarbe heilt Entzündungen
  • Sie regt den Kreislauf an
  • Sie ist krampflösend bei Magen- und Darmstörungen
  • Bei Blasen- und Nierenerkrankungen wird Schafgarbe als Tee, Saft oder Tinktur eingenommen
  • Sie kommt als Beimischung in viele Husten-, Blasen – und Frauentees
  • Sie bekämpft eine Gastritis
  • Bei Schnupfen und Erkältung ist sie ein gutes Heilmittel
  • Hilft bei Kreislaufschwäche
  • Löst Verstopfungen
  • Lindert die Gicht
  • Fördert die Wundheilung und stillt Blutungen
  • Heilt wunde Brustwarzen (Stillbeschwerden)

Die medizinisch wirkenden Inhaltsstoffe der Schafgarbe

  • Hochwirksame antibiotische Substanzen
  • Eukalyptol für die Atemwege
  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe zur Anregung von Galle und Leber
  • Flavone für das Immunsystem
  • Gerbstoffe für den Verdauungsapparat

Zwei Rezepte mit Schafgarbe

Schafgarbentee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Schafgarbenkraut, ein Viertelliter kochendes Wasser.

Zubereitung:
Das Schafgarbenkraut mit dem kochenden Wasser übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Davon zwei bis drei Tassen täglich trinken, reguliert Magen- und Darmbeschwerden.

Heilendes Bad mit Schafgarbe

Zutaten:
50 g frische Schafgarbenblüten, ein Liter Wasser, einige Tropfen Kamillenöl.

Zubereitung:
Das Wasser zum Kochen bringen und über die Schafgarbenblüten giessen. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen und ins Badewasser schütten. Dann das Kamillenöl dazugeben. Regelmässige Sitzbäder mit Schafgarbe helfen bei Menstruationsbeschwerden und Scheidenentzündungen,

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Engelwurz

Im Volksmund heisst sie Engel- oder Brustwurz, man kennt sie auch als Angelika. Der Sage nach erschien ein Engel einem Mönch und überreichte ihm die Pflanze. Das Kraut kommt aus dem hohen Norden, aus Island, Grönland und Norwegen. Im Mittelalter tauchte sie dann in deutschen Klostergärten auf. Engelwurz ist ein Doldengewächs mit einem sehr intensiven Geschmack. Sie wird bis zu zwei Meter hoch. Sie blüht im Juli und August. Ihre Heilkräfte werden vor allem in Klosterlikören und Magenbittern eingesetzt. Wichtiger Hinweis: Sie müssen sich bei Kräutern gut auskennen, wenn Sie die Pflanze selbst sammeln wollen, denn sie wird mit dem giftigen Schierling verwechselt.

Die Wirkstoffe des Engelwurz helfen beim “Burn-out Syndrom”

Ausser vielen direkten Heilwirkungen ist er ein ideales Regenerationsmittel, das nicht nur behilflich ist, jung und vital zu bleiben, sondern das Erschöpften, Ausgebrannten und Rekonvaleszenten wieder auf die Beine hilft. Also ein klassisches Mittel bei “burn out Syndrom”. Um verlorene Energie zurück zu gewinnen, wird gerne ein Engelwurz-Wein angesetzt. Besonders der Samen, den Sie im Herbst sammeln können haben eine starke Heilkraft. Vorsicht beim Sammeln: Engelwurz ist leicht mit dem giftigen Wasserschierling zu verwechseln.

Darüber hinaus heilt und wirkt Engelwurz noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er wirkt sich positiv im Magen- und Darmbereich aus
  • Er fördert die Bildung von Verdauungssäften in der Bauchspeicheldrüse
  • Engelwurz wirkt krampflösend
  • Man kann den Gallenfluss fördern, das wiederum wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus
  • Engelwurz ist ein Stimmungsverbesserer. Einige Tage lang täglich zwei grosse Tassen Engelwurztee mindern Ängste und stärken das Selbstvertrauen
  • Eine Duftlampe mit Engelwurzöl beruhigt die Nerven

Die gesunden Inhaltsstoffe des Engelwurz

  • Er enthält sehr viele wertvolle Bitterstoffe für den Verdauungsapparat
  • Die ätherischen Öle Furokumarine und Angelicin
  • Wichtige Pflanzenfarbstoffe

Zwei Rezepte mit Engelwurz

Engelwurztee

Zutaten:
Ein Teelöffel zerkleinerte Engelwurz-Wurzel, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die zerkleinerten Wurzeln in kaltes Wasser geben, kurz aufkochen lassen, etwa zehn Minuten ziehen lassen. Lauwarm eine halbe Stunde vor dem Essen trinken. Hilft bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Appetitlosigkeit.

Engelwurzwein

Zutaten:
60 g feingeschnitten Engelwurzwurzel, 2g Anissamen, 1 Liter tockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Wurzeln mit dem Wein ansetzen. Nach zwei Tagen den Anissamen hinzufügen und wieder zwei Tage stehen lassen. Dann abseihen. Jeden zweiten Tag ein Esslöffel hilft gut gegen Verdauungsbeschwerden.

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Holunder

Wir machen aus ihm Marmelade, Sirup, Saft, eine Suppe, Tee, Schnaps, essen seine Blüten in Bierteig gebacken – der Holunder ist ein Gewächs für die Gesundheit und fürs Wohlbefinden. Er ist Heilkraut und Nahrungsmittel in einem. Die bis zu sechs Meter hohen Büsche sind anspruchslos, wachsen bei uns fast überall. Er war immer schon ein Allerweltsheilmittel, spielt in Märchen und Brauchtum eine große Rolle. Pfarrer Kneipp lobte ihn sehr: “Auch die Holunderblüte reinigt, daran zweifelt niemand, und es wäre gut, wenn in jeder Hausapotheke eine Schachtel gedörrter Blumen aufbewahrt würde. Der Winter ist lang, und es kann Fälle geben, in denen ein derart schweisstreibendes Mittelchen überaus treffliche Dienste leistet.” Das kann ich nur unterschreiben.

Wirkstoffe des Holunder helfen gegen Heliobacter pylori

In Omas Küche und in Omas Hausapotheke hat der Holunder schon immer ein grosse Rolle gespielt. In der Homöopathie werden vor allem die Blätter und die frischen Blütenstände zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege genutzt. Bei den Erkältungstees speilt der Holunder eine grosse Rolle: Als Einzelprodukt oder in Mischungen. Drogenextrakte sind ferner in verschiedenen pflanzlichen Arzneimitteln, in Form von Tropfen oder Dragees enthalten. Die mittlere Tagesdosis beträgt, soweit nicht anders verordnet, 10-15 g Holunderblüten. Holunderblüten steigern wahrscheinlich die Erregbarkeit der Schweißdrüsen für Wärmereize, weshalb es zu einer vermehrten Schweißabsonderung kommt. Auch gegen das Bakterium Heliobacter pylori (Magengeschwür) sind die Wirkstoffe des Holunders hilfreich.

Darüber hinaus heilt und wirkt Holunder noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er kann bei Rheumatismus helfen
  • Holunder wirkt bei viralen Infekten (Grippe) vorbeugend
  • Fieber kann durch Holunder gesenkt werden
  • Seine schweißtreibende Wirkung hilft bei Erkältungen
  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Verdauungsprobleme werden behoben
  • Leber und Galle werden angeregt

Die heilenden Inhaltsstoffe des Holunders

  • Ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung
  • Wichtige Pflanzenfarbstoffe zur Abwehr Freier Radikaler
  • Glykoside und pflanzliche Säuren
  • Gerbstoffe und Cholin

Zwei Rezepte mit Holunder

Holundertee

Zutaten:
Zwei Teelöffel getrocknete Holunderblüten und in Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Die Holunderblüten mit dem kalten Wasser aufkochen und sofort nachdem das Wasser kocht abseihen. Oder dieselbe Menge Blüten mit kochendem Wasser übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen.

Zum Schwitzen den Tee sehr heiss schluckweise trinken. Zur Vorbeugung täglich drei Tassen lauwarm trinken.

Holunderblüten-Likör

Zutaten:
200 g frische Holunderblüten, vier unbehandelte Zitronen, 200 g Kandiszucker, ein Liter Wodka oder Korn.

Zubereitung:
Zwei Zitronen in Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Holunderblüten und dem Kandiszucker in das Ansetzgefäss schichten. Die restlichen Zitronen auspressen und den Saft mit dem Alkohol über den Ansatz giessen. An einem warmen Ort sieben Wochen ziehen lassen. Dann durch einen Filter in dunkle Flaschen giessen. Gläschenweise einnehmen.

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Heilpflanzen

Salbei

Die Römer haben es uns gebracht, und das war eine ihrer besten Taten: Das Heil- und Küchenkraut Salbei. Der liebt die Sonne, braucht nicht viel Wasser und gedeiht gut in unsern Gärten. Wir würzen mit ihm Braten und wir verwenden ihn in der Erfahrungs- und Naturmedizin. Kaum ein Kraut hat so enorme Heilkräfte wie der Salbei. Im Mittelalter zahlten die Chinesen für Salbeiblätter aus Europa mit der dreifachen Menge ihres begehrten Schwarztees.

Die Wirkung des Salbei auf unsere Gesundheit

  • In den Wechseljahren hilft er Frauen bei Hitzewallungen
  • Erwirkt schnell bei Halsentzündungen und Halsschmerzen
  • Salbei wirkt sich positiv auf Magen und Darm aus
  • Salbei hilft gegen übermässiges Schwitzen, bei Nacht- und bei Fussschweiss
  • Er stärkt die Atemwege, hilft bei chronischer Bronchitis
  • Mit Salbei unterstützen Sie den Aufbau der Immunkraft Ihrer Atemwege
  • Er reinigt das Blut
  • Salbei heilt Zahnfleischentzündungen und Entzündungen im Rachenraum
  • Er hilft der Leber bei der Fettverdauung

Die heilenden Inhaltsstoffe des Salbei

  • Das natürliche Antiseptikum Thujon
  • Pflanzliche Hormonstoffe
  • Die ätherischen Öle Linalool und Borneol
  • Kampferöl
  • Flavanoide, Karnosinsäure, Gerbstoffe und Harze, Zucker und Mineralstoffe
  • Phenolsäuren mit ihrer pflanzlichen, antibiotischen Wirkung
  • Grosse Mengen an Bitterstoffen

Zwei Rezepte mit Salbei

Gesundheitstee mit Salbei

Zutaten:
Ein Teelöffel Salbeiblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen, die Salbeiblätter damit übergiessen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Trinken oder gurgeln. Bei Fussschweiss die Füsse damit waschen. Den Tee 1 : 1 mit Wasser verdünnen und auf langen Autofahrten in den Pausen die Augen damit waschen.

Liebestee mit Salbei

Zutaten:
10 g Salbei, 8g Zitronenmelisse, 5g Minze, 5g Duftrosenblätter, ein Teelöffel Honig, ein Viertelliter heisses Wasser.

Zubereitung:
Die Zutaten mit dem heissen Wasser übergießen un etwa acht Minuten ziehen lassen. Dann mit Honig süßen. Zusammen schluckweise trinken

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Heilpflanzen

Goldrute

Die Goldrute (Solidago) wächst in ganz Europa. Das Korbrutengewächs finden wir vor allem an Waldrändern und Lichtungen. Sie wird bis zu etwa einem Meter hoch. Die Blüten leuchten in einem sehr schönen Gelb – daher der Name. Sie wird in der Heilkunde als Tee eingesetzt. Damit werden auch Spülungen und Waschungen vorgenommen. Geerntet werden die Blüten vor allem von August bis Oktober.

Goldrutentee wirkt antibakteriell

Ihre goldenes Gelb verschönt unsere Wiesen im Spätherbst. Die Inhaltsstoffe wirken vor allem bei Erkrankungen des Nieren-Blasentrakts. Sie werden als Tee, als Tinktur oder als Kräuterwein verabreicht. Sie müssen darauf achten, dass Sie beim Apotheker die Echte Goldrute kaufe und diese innerhalb eines Jahres anwenden, denn danach verliert die Pflanze ihre Wirksamkeit. Wenn Sie eine Kur zur Durchspülung Ihrer Harnwege mit Goldrute-Präparaten durchführen, dann müssen Sie darauf achten, dass Sie reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen, denn Goldrute wirkt stark entwässernd. Den Tee kann man auch zu Mundspülungen und zum Gurgeln verwenden, er hat eine antibakterielle Wirkung.

Darüber hinaus heilt und wirkt Goldrute noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Reinigt die ableitenden Harnwege
  • Hilft gegen Blasen- und Nierensteine
  • Schützt vor einer Reizblase
  • Kann bei Geschwüren verwendet werden
  • Hilft bei schlecht heilenden Wunden
  • Wird bei lockeren Zähnen und Zahnfleischbluten angewendet
  • Sie wirkt krampflösend

Die gesunden Inhaltsstoffe der Goldrute

  • Pflanzliche Schleimstoffe
  • Sapone
  • Wichtige Gerbstoffe
  • Ätherische Öle

Rezept für den Goldrutentee

Zutaten und Zubereitung:
Ein bis zwei gestrichene Teelöffel mit einem Viertelliter kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, kurz ziehen lassen.

Dreimal täglich eine Tasse trinken. Diese Lösung 1 : 1 mit Wasser verdünnen, für Mundspülungen und die Pflege von Wunden verwenden.

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Heilpflanzen

Pfefferminze

Vor über 3 000 Jahren schon kannten die Ägypter die Pfefferminze als Heilkraut. Gebärenden wurde vor vielen Jahrhunderten Pfefferminzzweiglein unters Kopfkissen gelegt. Kurz vor der Geburt bekamen Frauen ein Gläschen Pfefferminzlikör. Für Heilzwecke werden die Blättchen kurz vor dem Blühen geerntet, also in den frühen Sommermonaten. Es gibt rund 200 Minzearten, die rund um die Welt in allen gemässigten Klimazonen wachsen.

Die Wirkung der Pfefferminze

  • Sie beugt Blähungen vor und bekämpft diese
  • Sie kann Durchfall verhindern, schädliche Bakterien im Darm bekämpfen
  • Minze regt die Speichelbildung an und die Bildung von Magensäure
  • Im Darmbereich kann sie krampflösend wirken
  • Pfefferminze fördert die Gallenbildung und den Gallenfluss
  • Ein Reizmagen kann positiv beeinflusst werden
  • Das Pfefferminzöl hilft gegen Spannungskopfschmerz
  • Sehr stark eingedickter Pfefferminztee weckt die Lebensgeister

Die heilenden Inhaltsstoffe der Pfefferminze

  • Sie hat sehr viele Bitterstoffe für die Verdauung, Leber und Galle
  • Ihre Gerbstoffe bekämpfen schädliche Bakterien im Darm
  • Die ätherischen Öle Eukalyptol, Limonen und Menthol beseitigen Kopfschmerzen, wirken antibakteriell im Mun- und Rachenraum
  • Flavonoide lösen Krämpfe im Verdauungstrakt

Zwei Rezepte mit Pfefferminze

Pfefferminztee

Zutaten:
Ein gehäufter Esslöffel getrocknete Pfefferminzblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Pfefferminzblätter mit dem kochenden Wasser überbrühen, etwa acht Minuten ziehen lassen, durchseihen und ungesüsst trinken.
Bei frischen Pfefferminzblättern nimmt man pro Tasse vier bis fünf zerkleinerte Blätter, übergiesst sie mit kochendem Wasser, zählt bis 20 und schüttet diess Aufgusswasser weg. Dann nochmals mit kochendem Wasser aufgiessen, zwei Minuten ziehen lassen, abseihen. Den Tee lauwarm trinken.

Pfefferminz-Pflegeöl

Zutaten:
Zwei Handvoll frische Pfefferminzblätter, einen halben Liter Mandelöl.

Zubereitung:
Ein Strauss Pfefferminze einige mal durchschneiden und in einem weithalsigen Glasgefäss mit dem Öl beträufeln. An einem sonnigen Ort zwei Wochen lang gut verschlossen ziehen lassen. In dieser Zeit öfter durchschütteln. Nach zwei Wochen abseihen und die Pfefferminze fest ausdrücken. Nun auch den zweiten Strauss Pfefferminze grob schneiden und in das Öl legen. Weitere zwei Wochen stehen lassen. Abseihen, gut auspressen, in undurchsichtigen Flaschen kühl lagern. Eignet sich gut für Einreibungen bei Kopfschmerzen, Hexenschuss und Muskelkater.

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Heilpflanzen

Kamille

Ein Kraut, das jeder kennt: Die Kamille. Sie wird als Tee, als Öl, als Tinktur und als Creme eingesetzt. Sie dient als Heilmittel und für die Hautpflege. Die Kamille wird seit Jahrtausenden in der Pflanzenheilkunde eingesetzt, im Mittelalter war sie die Pflanze der Jungfrau Maria. Karl der Große hat sie als Heilpflanze hervorgehoben und ihren Anbau angeordnet. Geerntet wird sie von April bis Ende August. Wenn Sie Blütenköpfe trocknen, bitte nicht berühren oder gar wenden. Kamille können Sie im eigenen Garten ziehen, es gibt sie aber auch in allen Variationen in der Apotheke.

Die Kamillenblüten müssen Arzneiqualität haben

Mit dieser unscheinbaren Pflanze hat Mutter Natur wirklich eine Allzweckwaffe im Kampf um eine gesunde Lebensweise geschaffen: Kamille ist fast überall einsetzbar – und das wussten die Menschen schon seit vielen tausend Jahren. Bei Wochenbettbeschwerden war sie eine der wichtigsten Heilpflanzen. Medizinische Verwendung finden die frischen oder getrockneten Blüten und das daraus gewonnene Öl. Worauf Sie achten müssen: Wenn Sie Kamille als Tee einsetzen, dann sollten Sie darauf achten, dass die verwendeten Blüten Arzneiqualität besitzen (Apotheke). Die normalen Teebeutel aus dem Supermarkt haben eine viel niedrigere Heilwirkung.

Darüber hinaus heilt und wirkt Kamille noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Sie wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung
  • Sie wird zur Reinigung und Pflege von Ekzemen und Hautausschlägen genutzt
  • Als Tee hilft Kamille bei Störungen im Magen- Darmbereich
  • Sie wirkt entspannend und krampflösend bei Blähungen und Bauchschmerzen
  • Sie entspannt und dämpft innere Unruhe
  • Ein Kamillenbad hilft bei schmerzenden Hämorrhoiden
  • Mit Kamille gurgeln hilft bei Zahnschmerzen
  • Das Kraut hilft als Tee bei Erkältungen
  • Kamille wird auch gegen Menstruationsbeschwerden genommen
  • Gegen Bronchitis kann man mit ihr inhalieren

Die heilenden Inhaltsstoffe der Kamille

  • Die ätherischen Öle mit den Substanzen Matricin und alpha-Bisabold
  • Schleimstoffe für den Magen-Darmtrakt
  • Mineralien
  • Flavonoide und Cumarine

Zwei Rezepte mit Kamille

Kamillentee

Zutaten:
* Ein Esslöffel getrocknete Kamillenblüten
* Eine Tasse Wasser

Zubereitung:
Die Kamillenblüten mit heissem Wasser übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen. Dann schluckweise warm trinken. Vor dem Essen regt der Kamillentee den Appetit an.

Kamillenöl

Zutaten:
100 g getrocknete Kamillenblüten, ein Liter reines, kaltgepresstes Olivenöl.

Zubereitung:
Die Kamillenblüten in einem Glas- oder Keramikgefäss mit dem Öl übergiessen. Gut verschlossen an einem warmen Ort zwei Wochen stehen lassen. Dann durch einen Papierfilter seihen. Danach das Kamillenöl kühl lagern – ein wunderbares Hautöl.

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Heilpflanzen

Rosmarin

Es lässt den Braten duften und uns das Wasser im Mund zusammenlaufen: Rosmarin, das wunderbarste Gewürz der Mittelmeerküche. Und er hat gewaltige Heilkräfte. Das wussten schon die Menschen der Antike, würzten und heilten mit Rosmarin. In Griechenland war er der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Im Mittelalter wurde in Krankenstuben Rosmarin gelegt, um die Luft zu reinigen. Geerntet werden die Blätter (Nadeln) des Rosmarins den ganzen Sommer über. Aus den Blüten wird das Rosmarinöl gemacht. Die frischen Blätter werden in der Küche verarbeitet.

Die Wirkung des Rosmarin

  • Er aktiviert Herz und Kreislauf
  • Er hilft bei niedrigem Blutdruck, kalten Händen und Füssen
  • Rosmarin macht frisch, er vertreibt Müdigkeit, Erschöpfung und Trägheit
  • Als Tee aktiviert er die Galle und die Leber
  • Er behebt Verdauungsstörungen
  • Zwöffingerdarm und Magen weden durch den Genuss von Rosmarin gestärkt
  • Das Rosmarinöl hilft gegen rheumatische Schmerzen
  • Ebenso auch bei Nervenschmerzen
  • Rosmarin regt die Durchblutung an
  • Er stärkt die Muskeln, man bringt bessere Leistungen
  • Er hilft gegen Muskelkater
  • Rosmarin in die Kopfhaut einmassiert stärkt die Gedächtnisleistung

Die heilende Inhaltsstoffe des Rosmarin

  • Er hat ätherische Öle mit wichtigen Heilstoffen
  • Eukalyptol und Alpha-Pinen
  • Dazu Kampfer, Borneol und Verbenon (die machen den markanten Geruch)
  • Rosmarinsäure, die Bitterstoffe Rosmanol und Carmosol sind für den bitteren Geschmack verantwortlich
  • Rosmarin hat viel von den Flavanoiden Luteolin und Apigenin

Zwei Rezepte mit Rosmarin

Rosmarintee

Zutaten:
Getroclnete Rosmarinblätter, kaltes Wasser

Zubereitung:
Einen gehäufter Teelöffel Rosmarinnadeln gut waschen, mit einem Viertelliter kaltem Wasser auf den Herd stellen, einmal kurz aufkochen, sofort durchseihen und lauwarm trinken

Rosmarinkartoffeln mit Schafskäse

Zutaten für vier Personen:
Ein Kilo Kartoffeln, ein Achtelliter Olivenöl, 250 g grüne Bohnen, Salz, Pfeffer, zwei Knoblauchzehen, zwei Zweige Rosmarin, 200 g Schafskäse.

Zubereitung:
In Scheiben geschnittene Kartoffeln im heißen Öl fünf Minuten braten. Zudecken, bei mittlerer Hitze zehn Minuten weiter garen lassen. Dann etwas vom Öl abgiessen. Inzwischen Bohnen putzen, und in wenig Wasser ca. sechs Minuten garen. Knoblauchzehen klein schneiden. Mit den gehackten Rosmarinnadeln zu den Kartoffeln geben. Nochmals sechs Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Bohnen dazu geben, mit dem zerbröselten Schafskäse bestreuen.

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Heilpflanzen

Majoran

Wir kennen ihn als Küchengewürz: Im Salat, in der Wurst, an Fleisch und Meerestieren, in Soßen, an Braten bis hin zu den Bratkartoffeln und Salaten. Majoran ist eine der ältesten Heil- und Gewürzpflanzen, in einem römischen Kochbuch wird er zu den beliebtesten Gewürzen überhaupt gezählt. In Europa galt er im Mittelalter als ein Kraut, das vor Hexen und Geistern schützt. Majoran ist ein kleiner, stark duftender Strauch, der etwa 60 cm hoch wird.

Die Wirkung des Majoran

  • Er hilft bei der Verdauung von fetten Speisen
  • Man setzt ihn bei Blähungen und Verdauungsproblemen ein
  • Er hat eine harntreibende Wirkung und entwässert
  • Er wirkt antibakteriell im Mund-Rachenraum, hilft bei Entzündungen
  • In der Antike galt er als Aprodisiakum
  • Majoranöl hilft bei Erkältung
  • Majoran-Tee hilft bei Wechselbeschwerden

Die heilenden Inhaltsstoffe des Majoran

  • Ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung
  • Bitterstoffe zur Unterstützung von Leber und Galle
  • Saponine für den Stoffwechsel
  • Er hat ein Enzym, das für Diabetiker wichtig ist
  • Die Ursolsäure der Majoranblätter kann wertvolle Dienste bei einer Alzheimer-Erkrankung leisten

Zwei Rezepte mit Majoran

Majoranöl

Zutaten:
Zwei Handvoll frischen Majoran und ein halber Liter kaltgepresstes Olivenöl.

Zubereitung:
Den Majoran in einem weiten Glasgefäß mit dem Olivenöl übergießen . Dicht verschlossen an einen warmen Ort stellen, öfter schütteln. Nach einem Monat abseihen, in eine neue Flasche gießen und kühl und dunkel lagern. Zum einreiben für schmerzende Gelenke und der Brust bei Erkältungen.

Majorantee

Zutaten:
Ein Teelöffel getrockneten Majoran und in Viertelliter kochendes Wasser.

Zubereitung:
Den Aufguss in einem zugedeckten Gefäß zehn Minuten ziehen lassen. Bei Verdauungsstörungen je eine Tasse am Morgen und am Abend trunken. Gurgeln mit lauwarmem Majorantee bekämpft Entzündungen im Mund.

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Heilpflanzen

Kalmus

Kalmus ist eine schilfähnliche Sumpfpflanze, die vom Himalaya und aus Indien stammt. Unser Kalmus kommt vorwiegend aus Südosteuropa. Seine Wurzeln werden im Juni/Juli ausgegraben, gereinigt und in ca. 5 cm lange Stücke geschnitten. Danach spaltet man die Stücke und trocknet sie. In China wird Kalmus auch Ch´ang Pu genannt, was “Lebensverlängerer” heißt. Schon die Indianer verwendeten die Wurzel als Arznei.

Die Wurzel des Kalmus hilft gegen das Rauchen

Der Hauptteil der vom Kalmus verwendeten gesundheitsförderndenWirkstoffe wird aus den Wurzeln dieser Heilpflanze gewonnen. Neben seinen schon seit Jahrhunderten bekannten Wirkungen hat Kalmus in der modernen Zeit eine dazu gewonnen: Das Kauen der getrockneten Kalmus-Wurzel hilft, wenn Sie sich das Rauchen abgewöhnen wollen. Auch Erschöpfungszustände können Sie durch ein Bad mit Kalmusöl-Zusatz bekämpfen. Da Die Wirkstoffe auch von Kindern gut vertragen werden, werden die Inhaltsstoffe gerne eingesetzt, wenn Babies beim Zahnen Probleme haben und immerzu weinen. Wenn Sie Kalmus-Tinktur benutzen, dann sollten Sie jeweils 10 bis 20 Tropfen einnehmen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Kalmus noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Kalmus renkt einen verdorbenen Magen wieder ein
  • Nach einem fetten Essen genossen regt er den Gallenfluss an
  • Er wirkt bei Appetitlosigkeit
  • Kalmus hilft bei vielen Problemen im Magen- Darmbereich
  • Als Schnaps vertreibt er Knochenschmerzen durch Einreiben
  • Durch Einreiben verhindert man das Wundliegen bei Bettlägerigen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Kalums

  • Ätherische Öle mit besänftigender und antibakterieller Wirkung
  • Bitterstoffe, die Galle und Leber anregen
  • Schleimstoffe, die dem Stoffwechsel helfen
  • Ballaststoffe, die Darm entlasten

Zwei Rezepte mit Kalmus

Kalmusschnaps

Zutaten:
150 g fein geschnittene Kalmuswurzel, ein Liter Weinbrand oder klarer Obstschnaps

Zubereitung:

Die Kalmuswurzln mit einem Liter Schnaps ansetzen und sechs Wochen lang an einem sonnigen warmen Ort stehen lassen. Die Flasche täglich aufschütteln. Dann abseihen, auf keinen Fall zuckern. Bei Bedarf ein Gläschen trinken.

Kalmustee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel geschälte und geschnittene Wurzel mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen.. Eine Viertelstunde ziehen lassen, abseihen und zweimal täglich eine Tasse lauwarm vor den Hauptmahlzeiten trinken.

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Heilpflanzen

Fenchel: Gemüse – Tee – Gewürz

Der Fenchel ist ein zweijähriges Doldengewächs, das bis zu zwei Meter hoch wird. Er hat feine gefiederte Blätter, die nach Anis riechen. Schon in der Antike wurde er sowohl als Heilpflanze wie auch als Gemüse genutzt. Der römische Schreiber Plinius: “Begierde zum Essen, stärket die leiblichen Geister und mehret den natürlichen Samen – richtet die hängenden Mannsruten wieder auf.” Er wird von August bis Oktober geerntet. Er gedeiht auf trockenen Böden in sonniger Lage.

Ballaststoffe im Fenchel binden Gift- und Fettstoffe

Babies mit Blähungen – das Gebrüll will keine Ende nehmen. Es sei denn man greift zum guten altbewährten Fenchel. Dann wird Baby wieder glücklich, der Bauch gibt Ruhe, die Eltern können aufatmen. Ob in der Küche oder als Medizin: Fenchel ist ein wohlschmeckende Alleskönner. Unser Fenchel kommt meist aus Italien, wo er zu sehr vielen Gerichten als Gemüse oder im Salat gereicht wird. Da er ehr viele Ballaststoffe enthält, eignet er sich auch sehr gut im Rahmen einer Diät. Außerdem binden die Faserstoffe Gift- und Fettstoffe im Darm und wirken somit sowohl entgiftend als auch cholesterin– und blutfettsenkend. Vor allem seine ätherischen Öle wirken positiv auf den gesamten Verdauungstrakt. Verzichten Sie jedoch lieber auf fertige Fencheltees – die können sehr viel Zucker enthalten.

Darüber hinaus heilt und wirkt Fenchel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Fencheltee ist das beste Getränk für Babies, die von Blähungen geplagt werden
  • Fenchel regt generell den Appetit an
  • Bei Krämpfen im Magen- und Darmbereich ist er hilfreich
  • Da er die Darmbewegungen aktiviert hilft Fenchel auch bei Verstopfungen
  • Bei Erkältungen hilft er, die Sekrete zu lösen
  • Bei stillenden Frauen verstärkt er die Milchsekretion
  • Er ist harntreibend
  • Mann kann ihn zu Augenspülungen und als Gurgelmittel einsetzen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Fenchel

  • Wichtig sind die ätherischen Öle im Fenchel
  • Das süße Anethol und das bittere Fenchon sowie das Anisaldehyd machen seine heilende Wirkungen auf unseren Verdauungstrakt aus
  • Dazu kommen noch wichtige Zucker- und Gerbstoffe
  • Die grösste Wirkung entwickelt Fenchel in seinen Samen

Zwei Rezepte mit Fenchel

Fencheltee

Ein gehäufter Teelöffel mit zerdrückten Früchten wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Über den Tag verteilt drei bis fünf Tassen ungesüßt trinken. Diesen Tee können Sie 1 : 1 mit Wasser verdünnen und für Augenwaschungen benutzen.

Fenchelgemüse mit Bohnen

Zutaten:
Eine Gemüsezwiebel, ein EL Öl, 750 g Stangenbohnen, 1 große Fenchelknolle, ein Achtelliter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, ein TL gemahlenen Koriander, zwei EL gezupftes Basilikum, ein EL gehacktes Fenchelgrün, 50 g Emmentaler.

Zubereitung:
Zwiebel in feinen Scheiben in Öl glasig dünsten, Bohnen waschen, putzen, in ca 5 cm große Stücke brechen. Den Strunk der Fenchelknolle herausschneiden, die Knolle in Scheiben schneiden, die anderen Zutaten hinzufügen, die Brühe zugießen und etwa eine halbe Stunde dünsten. Jetzt Fenchelgrün und Basilikum dazugeben, den geriebenen Käse drüber streuen. Im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad kurz überbacken. Dazu passen Kartoffelbrei und Blattsalate.

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Heilpflanzen

Hopfen

Der Hopfen ist ein Hartgewächs aus der Familie der Schlinggewächse. Wir alle wissen, dass ein Bier ohne Hopfen kein Bier ist. Aber nur wenige wissen, dass er zu den uralten Hausmitteln gehört, die als Heilmittel ein gesetzt werden. Arabische Ärzte, Hildegard von Bingen und Paracelsus erkannten seine natürlichen Heilkräfte. Er wird als Gemüse gegessen, oder als Tee und Schnaps in der Naturheilkunde eingesetzt.

Hopfen bringt unruhigen Kindern guten Schlaf

Fürs Bier ist der ganze Hopfen wichtig, für die Gesundheit fast nur die Hopfenzapfen. In der Volksmedizin sind die heilenden und vorbeugenden Wirkungen der Hopfen-Inhaltsstoffe schon seit Jahrtausenden bekannt. Er ist sogar antibakteriell, fördert die Bildung von Magensäften. Wenn Sie unruhige Kinder haben, dann kann ein Hopfenkissen oder -säckchen helfen, den kleinen Unruhestifter in den Schlaf zu bringen. Als Dosis werden etwa 0,5 Gramm getrockneter Hopfenzapfen in dreimaligen Einzelportionen pro Tag empfohlen. Um seinen bitteren Geschmack zu übertünchen wird er oft mit anderen Heilpflanzen gemischt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Hopfen noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er ist offiziell als beruhigendes und schlafförderndes Mittel anerkannt
  • Er hilft Frauen bei monatlichen Regelschmerzen
  • Er gewinnt zunehmend an Bedeutung bei der Bekämpfung von Wechseljahresbeschwerden
  • Hopfen strafft das Bindegewebe an Oberschenkeln und Brust
  • Er beruhigt und verbessert den Schlaf

Die heilenden Inhaltsstoffe des Hopfen:

Die Hopfenzapfen sind reich an Harzen, Bitterstoffen, Pektin, Flavanoiden und ätherischen Ölen
Hauptwirkstoffe sind die Hopfenbittersäuren Humulon und Lupulon
Seit kurzer Zeit erforscht man im Hopfen die Substanz Xanthohumol auf ihre Therapiewirkung bei Krebserkrankungen

Zwei Rezepte mit Hopfen

Hopfenblütentee

Zutaten und Zubereitung:
Zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Hopfenblüten (Apotheke) mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, eine Viertelstunde lang zugedeckt ziehen lassen, durchseihen, lauwarm mit Honig gesüßt trinken. Drei Tassen täglich stärken die Nerven. Eine Tasse 30 Minuten vor dem Zubettgehen bringt guten Schlaf.

Hopfenschnaps

Zutaten:
25 Hopfenblütenzapfen, drei Esslöffel Honig, ein Liter klaren Schnaps (Korn, Wodka).

Zubereitung:
Die Hopfenblüten zusammen mit dem Honig in ein Ansetzgefäss geben und mit dem Schnaps übergiessen. An einen warmen, sonnigen Platz stellen,. drei Wochen lang täglich mehrmals gut durchschütteln. Dann weitere drei Wochen total ruhen lassen. Anschliessend filtern und in kleiner Flaschen abfüllen. Täglich 2 cl trinken.

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Heilpflanzen

Löwenzahn

Löwenzahn ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Er ist ein echtes Wiesenkraut, wächst überall in rauhen Mengen. Er ist vor allem für seine blutreinigend und entschlackende Wirkung bekannt. Er wird als Tee, Salat, Tinktur und Sirup angewendet.

Die Wirkung von Löwenzahn:

  • Er wirkt blutreinigend
  • Nieren und Leber erhöhen ihre Aktivität
  • Das Bindegewebe wird besser durchblutet
  • Die Verdauung wird in Gang gebracht
  • Er heilt Gallenleiden
  • Er wirkt harntreibend

Die heilenden Inhaltsstoffe von Löwenzahn:

  • Das sind viel Vitamine, dazu Gerb- und Bitterstoffe für Leber, Galle und Verdauung.
  • Mineralien, Cholin und Spurenelemente verbessern den Stoffwechsel und die Gedächtnisleistung.

2 Löwenzahn Rezepte

Löwenzahntinktur:

Zutaten:
Vier Löwenzahnwurzeln, ein Liter klarer Schnaps (Korn, Wodka mit 40%).

Zubereitung:
Die Wurzeln waschen und abbürsten und in nicht zu kleine Stücke schneiden. In einem weiten Glasgefäß mit dem Schnaps übergießen. Das Gefäß fest verschließen, an einen sonnigen Ort stellen, nach drei Wochen abseihen. Glasweise zur Verdauung trinken.

Löwenzahntee:

Zutaten:
Zwei Teelöffel Löwenzahnkraut und -wurzel, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Mischung kurz aufkochen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Vor den Mahlzeiten getrunken kommt die harntreibende Wirkung am Besten zur Geltung. Auch bei Bauchbeschwerden hat der Tee eine positive Wirkung. Machen Sie eine Kur mit diesem Tee (Apotheke) über sechs Wochen.