Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit © Antonioguillem - Fotolia.com

Die Frühjahrsmüdigkeit hat viele von uns voll im Griff. Endlich kommt das Frühjahr, die Sonne steigt höher und höher, die Vögel zwitschern und an den südlichen Waldrändern regt sich das neue Leben – und wir gähnen und gähnen und schlappen müde und verdrossen in den heranziehenden Frühling: Die Frühjahrsmüdigkeit hat uns in den Krallen. Lassen Sie uns die gemeinsam abschütteln – am besten mit gesunden Hausmitteln, denn die ersparen uns bei Frühjahrsmüdigkeit eine Behandlung mit Medikamenten.

Mit Wildkräutern gegen Frühjahrsmüdigkeit

Um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen gibt es eine Menge guter Hausmittel. Fangen wir doch mal mit den Kräutern an. Gehen Sie raus in die Natur, suchen Sie frischem Bärlauch. Der wächst jetzt schon an den lichten Waldrändern die Sonne abbekommen. Den auf einem Butterbrot oder mit Quark essen. Das gilt auch für Kresse, die jetzt ebenfalls schon wild wächst. Generell stecken alle Wildkräuter voller Frühlingskraft: Sauerampfer, Brunnenkresse, Schnittlauch, Petersilie etc.

Weitere Hilfen gegen die Frühjahrsmüdigkeit aus der Natur: Holen Sie sich jungen Löwenzahn von den Wiesen. Blätter und Stengel klein schneiden, als Salat oder als Auflage für Quark essen. Würzen Sie Suppen oder Salat mit Sauerampfer. Der reinigt das Blut, regt Nieren- und Lebertätigkeit an. Pflücken Sie Gänseblümchen, schneiden Sie die ganz klein und mischen Sie diesen Aufschnitt unter den Salat.

Ihr Körper braucht jetzt auch verstärkt Vitamin E. Das finden Sie in Nüssen, Weizenkeimen und – öl, Eiern und in Vollkornprodukten. Ganz wichtig ist das Vitamin C. Erhöhen Sie die Zufuhr dieses Vitamins drastisch. Beste Lieferanten: Paprika, Zitrusfrüchte, frisches Sauerkraut aus dem Fass, Kiwis, Hagebuttenmus. Am Ende des Winter leiden wir oft an Eisenmangel. Dagegen helfen: Bitterstoffe (Artischocke, Radiccio-Salat), Brennnesseltee, Sonnenblumenkerne, Rote Bete, Hühnersuppen.

Ihre Augen sind wintermüde. Da helfen: Spinat, Broccoli, Karotten, Bohnen und Mais, Milch- und Milchprodukte, Eigelb, Fisch, Aprikosen und Pfirsiche sowie alle roten Obst- und Gemüsesorten.Planen Sie ein Entschlackungswochenende: Jeden Tag ein Kilo Pellkartoffeln mit gekochtem Apfel, Frühlingskräutern aber ohne Butter und Quark verzehren. Dazu nur Wasser trinken. Am Besten etwa 3 Liter am Tag.

Hier das Rezept für einen Tee der Heilerin Hildegard von Bingen: Zu gleichen Teilen Hollerblüten, Gänseblümchen, Salbei, Scharfgarben, Quendel, Brombeerblätter und Schlüsselblumenblüten mischen, mit kochendem Wasser übergießen. Diesen Sud lässt man fünf Minuten zugedeckt ziehen, damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Oder: Machen Sie sich folgenden Energietee: Äpfel- und Brombeerstücke, Hagebutten. Himbeerblätter, Melisse und Pfefferminze zu gleichen Teilen mischen. Für eine Tasse Tee einen Esslöffel dieser Mischung mit heißem Wasser übergießen und sieben Minuten ziehen lassen. Ungesüßt trinken.

Weitere Hausmittel bei Frühjahrsmüdigkeit

  • Würzen Sie Suppen oder Salat mit Sauerampfer. Der reinigt das Blut, regt Nieren- und Lebertätigkeit an.
  • Gießen Sie kochende Milch auf Pfefferminzblätter,, fünf bis sieben Minuten ziehen lassen, abkühlen und langsam trinken.
  • Viel Sauerstoff. Verlegen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten an die frische Luft.
  • Trinken Sie dreimal täglich einen Esslöffel Löwenzahn-Frischsaft (Apotheke-Reformhaus), verdünnt mit Wasser, Apfelsaft oder Buttermilch. Drei Wochen lang.
  • Trinken Sie morgens 200 ml frischen Orangensaft, gemischt mit zwei Teelöffeln Kokosnuss-Sirup.
  • Täglich zum oder statt Mittagessen ein großes Glas (drittel Liter) gemischt aus frischem Karotten- und Apfelsaft, dem Saft einer halben Zitrone und zwei Teelöffeln Olivenöl.

Und noch ein Extra-Tip, der Hammermix gegen Frühjahrsmüdigkeit: 1 Handvoll junger Löwenzahnblätter, eine Orange, ein Apfel, 1/8 l Buttermilch oder Kefir, ein Teelöffel Blütenpollen, ein Teelöffel Honig. Alles pürieren und verdünnt mit Apfel- oder Orangensaft trinken. Eine Woche lang jeden Morgen trinken.