Alkoholmissbrauch

Jeden Tag neue Meldungen, jeden Tag neue, erschreckende Zahlen. Ist denn unsere Jugend wirklich in einem so ungeheueren Ausmaß dem Suff verfallen? Ruinieren sich die jungen Menschen freiwillig und ohne Not ihre Gesundheit, indem sie sich bis zum Umfallen mit Alkohol vollpumpen?

„Saufen bis der Arzt kommt“ – so lautet die Parole, und gewissenlose Erwachsene verdienen auch noch an diesem lebensgefährlichen Unfug. Aber was nützt Ihnen das Lamentieren, wenn Sie einen solchen Fall in der Familie haben, wenn Sie mehrmals in der Woche in die glasigen Augen Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes blicken, sein unverständliches Lallen hören müssen? Gar nichts. Sie brauchen Rat und Hilfe, wie Sie mit dem Problem umgehen können. Beides finden Sie beim Arzt und bei Beratungsstellen. Aber es gibt für den akuten Notfall auch erprobte, gesunde Hausmittel.

17 Tipps gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

  1. Verbannen Sie Alkohol rigoros aus der gesamten Umgebung des betroffenen Kindes. Auch für Sie darf es dann eben kein Bier, keinen Wein und keinen Schnaps mehr geben.
  2. Interessieren Sie sich mehr für das Umfeld Ihres Kindes: Wer sind die Freunde, wir wird die Freizeit verbracht?
  3. Kontrollieren Sie die Geldausgaben. Lasen Sie sich Rechenschaft geben.
  4. Erkundigen Sie sich nach Beratungsstellen, nach psychologischer Betreuung.
  5. Eines der besten Mittel: Sportliche Betätigung in der Gruppe.
  6. Informieren Sie sich über das Freizeitverhalten Ihres Kindes: Wo geht es hin, was geschieht dort, wen trifft es dort?
  7. Ihr Kind torkelt betrunken nach Hause: Geben Sie ihm Milch, mit viel Senf vermischt – es erbricht den Alkohol bevor er ins Blut gelangt.
  8. Wenn Ihr Kind Alkoholprobleme hat, dann muss es sich vitaminreich ernähren.
  9. Achten Sie darauf, dass Ihr alkoholgefährdetes Kind genügend Magnesium zu sich nimmt. Notfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen.
  10. Lassen Sie Ihr Kind nicht einschlafen, wenn es total betrunken nach Hause kommt: Wachhalten, herumführen, notfalls ärztlichen Beistand holen.
  11. Machen Sie klar, welche verheerenden Folgen Alkoholmißbrauch für Körper und Gehirn hat.
  12. Sie müssen Vorbild sein – auch wenn es schwierig ist.
  13. Alle kleinen Kinder wollen irgendwann „nur mal nippen“, wenn es Wein oder Bier gibt: Das müssen Sie verhindern.
  14. Machen Sie Ihrem Kind klar, daß ein Vollrausch kein Zeichen für Erwachsensein ist.
  15. Auf Geburtstagsparties darf es einfach bis zum 16. Lebensjahr keinen Alkohol geben. Auch keinen noch so „leichten Punsch.“
  16. Wenn Sie Ihr Kind öfter angetrunken erwischen, dann müssen Sie mit ihm darüber reden, notfalls mit ihm zur Beratung gehen.
  17. Das am stärksten durch Alkohol gefährdete Organ ist das Gehirn – und das reift bis zum 17. Lebensjahr. Machen Sie Ihrem Kind klar: „Alkohol verblödet.“