Zeitumstellung auf Winterzeit: Mit natürlichen Mitteln Leistungsfähig bleiben

Es ist wieder soweit: Die Uhr wird auf die Winterzeit umgestellt, es wird uns quasi eine Stunde “gestohlen”. Wir stehen wie gewohnt um 7.00 Uhr auf – für unseren Körper, für unsere biologische Uhr ist es aber erst 6.00 Uhr. 60 Minuten weniger, das ist doch gar nichts, kann man da sagen. Das ist grundfalsch. Das ist für unseren Körper, für unseren gewohnten 24 Stunden-Rhythmus sehr viel.

Das wirft uns ganz schön aus der Bahn. Zweimal im Jahr wird so unser Lebensrhythmus geändert – und zweimal im Jahr leiden Millionen Menschen untern dieser Umstellung. Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Müdigkeit, Unlust, das Nachlassen der Leistungsfähigkeit sind die Folgen. Unter denen viele der Betroffenen bis zu einem Monat leiden müssen – bevor sich unsere Körpersysteme wieder an den neuen Biorhythmus gewöhnt haben. Wir haben sozusagen ein zeitlich begrenztes Burn out-Syndrom. Das können Sie vermeiden – mit bewährten Hausmitteln.

Der Körper braucht zur Bildung vieler wichtiger Hormone Tageslicht. Mit der Winterzeit bricht aber der Abend sehr früh herein. Sie müssen sich also am Tag so oft wie möglich im Freien und im Tageslicht aufhalten. Kunstlicht in der Wohnung oder im Büro ist wenig hilfreich. Auch wenn der Himmel bedeckt ist – raus ans Licht und an die frische Luft. Beide hilft, die Hormonproduktion anzukurbeln und das Immunsystem zu stärken. Wenn Sie berufstätig sind, dann sollten Sie die Mittagspause zu einem kleinen Spaziergang im Freien nutzen.

Sie können Ihren Biorhythmus auch langsam an die Umstellung gewöhnen. Gehen Sie etwas später ins Bett, weil die Uhren ja zurückgestellt werden. Deshalb wird die Nacht eine Stunde länger, der Tag theoretisch eine Stunde kürzer. Also können Sie Tag für Tag etwas später ins Bett gehen, damit Sie nicht zu früh aufwachen. Denn wenn die normale Aufstehzeit um 7.00 Uhr ist, dann zeigt Ihre “innere Uhr” erst 6.00 Uhr an. Damit haben viele menschen Probleme: Sie haben Konzentrations- und Leitungsschwächen, sind noch abgeschlagen und schlaftrunken. Das ist gefährlich, denn diese “Schlaftrunkenheit” hält etwa eine Stunde an. Da sind Sie sich nicht sehr reaktionsschnell. Deshalb erhöhen sich in den ersten Wochen nach dem Beginn der Winterzeit die Unfallzahlen. Aber auch die Zahl der Herzinfarkte steigt drastisch an.

Essen Sie am Abend nur leiht und bescheiden. Gedämpftes Gemüse, Fisch, kleine Fleischportionen. Und dämpfenen Sie beim Essen alle Lichter ein – es soll richtig hell ein. Verlegen Sie einen gewohnten Abendspaziergang auf den Morgen – da brauchen Sie frische Luft und mehr Wachhormone. Wenn Sie immer schon ein Morgenmuffel waren, dann wird es jetzt noch schlimmer. Also, lassen Sie sich Zeit beim Aufstehen, räkeln Sie sich, strecken und dehnen Sie sich. Zehn tiefe Atemzüge am offenen Fenster sind auch gut.

Durch die Umstellung auf die Winterzeit wird auch das Immunsystem beeinträchtigt. Um es zu stärken sollten Sie am Abend statt Kaffee oder Schwarzem Tee, eine Salbei-, Melissen- oder Kamillentee trinken. Während der Anpassungsphase an die neue Zeit sollten Sie entweder völlig oder zumindest weitgehend auf Alkohol verzichten. Ein Bier am Abend – das iss ok. Versuchen Sie, auf jeden Fall ein Schlafminimum von sieben bis acht Stunden zu erreichen. Und verzichte Sie für einige Tage auf das gewohnte wohltuende Mittagsschläfchen.,