Hausmittel zur problemlosen Zeitumstellung

Zeitumstellung: Gehirn und Körper glauben, es ist noch sechs Uhr morgens, Du hast noch ein Stündchen Schlaf vor Dir. Die auf die neue Sommerzeit umgestellte Uhr aber sagt: „Raus aus den Federn, denn es ist schon sieben Uhr.“ Diese eine Stunde Unterschied fehlt uns im Biorhythmus – und das kann durchaus schlimme Folgen haben.

Der Kreislauf schläft noch, der Blutdruck ist unten, wir sind noch schläfrig und haben Aufmerksamkeitsdefizite. Das ist besonders schlecht für alle die frühmorgens zur Arbeit müssen. Die Zeitumstellung ist wie ein kleiner Jetlag. Aber es gibt einfache und bewährte Hausmittel, mit denen wir die Zeitumstellung austricksen können.

Anders als bei einer Reise in eine andere Zeitzone, ist bei der Zeitumstellung nur die Anzeige auf der Uhr verändert – nicht aber die Lichtverhältnisse, nach denen sich der Biorhythmus richtet. Deswegen ist die Umstellung jedes Mal eine Belastung – für die Laune und den Körper. Unsere Biorhythmus isst ausgerichtet auf den Lichteinfall ins Auge, dort haben wir eigene Lichtdetektoren. Eine Stunde mehr Licht bedeutet für den Biorhythmus chronobiologisch in etwa einem Ortswechsels von Berlin nach Südmarokko.

Weil wir biochronologisch gesehen eine Stunde früher aufstehen müssen ist für viele Menschen die Zeitumstellung nicht unbedenklich – da taumelt so mancher noch schlaftrunken durch den Morgen. Die Folgen lesen sich statistisch nachweisen: Nach in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung steigen die Unfallzahlen sprunghaft an. Achten Sie also im Straßenverkehr nicht nur auf Ihr Verhalten, sonder auch auf das der anderen.

Die Zeitumstellung bringt uns körperlichen und seelischen Stress. Das führt unter anderem zu einem Abnötige der Herzinfarkte. Wenn Sie also von Haus aus Herzprobleme haben, dann lassen Sie den Tag in aller Ruhe angehen. Machen Sie gleich nach dem Aufstehen eine kleine leichte Gymnastik. Auch lauwarm-kühle-warme Wechselduschen sind hilfreich. Springen Sie nicht sofort aus dem Bett, sondern bleiben Sie erst einmal 20 bis 30 Sekunden am Bettrand sitzen.

Ein bewährtes Hausmittel ist das Training des früheren Aufstehens. Fangen sie ein paar Tage vor der Umstellung damit an, früher aufzustehen und früher ins Bett zu gehen. So kommt die Zeitumstellung nicht ganz so plötzlich. Ihr Körper kann sich umstellen und Sie fühlen sich am ersten Tag der Sommerzeit nicht ganz so schlapp und wie erschlagen.

In den ersten tagen nach der Zeitumstellung fühlen Sie sich morgens wie erschlagen, während Sie spätabends immer noch wach sind und schlecht einschlafen können. Damit Sie keine Probleme mit dem Einschlafen haben, sollten Sie nachmittags am besten keinen schwarzen Tee oder Kaffee mehr trinken. Verzichten Sie außerdem für ein paar Tage auf zu grelle Lampen – zünden Sie lieber ein paar Kerzen an. Dann fällt es dem Körper leichter in den Schlafmodus zu kommen.

Wegen der Umstellung auf die Sommerzeit ist Ihr Schlafrhythmus für einige Tage durcheinander. Sie sehnen sich deshalb sehr oft nach einem kleinen Mittagsschläfchen. Das wäre aber leider kontraproduktiv, denn dadurch fällt es dem Körper noch schwerer, den neuen Biorhythmus zu finden. Verzichten Sie deshalb lieber eine Woche lang auf Ihr Mittagsschläfchen, bis sich wieder alles eingespielt hat.

Ganz wichtig ist es, das Ihr Kreislauf eine Stunde früher in Schwung kommt. Verlegen Sie besser Ihre sportliche Tätigkeit von den späten Nachmittagsstunden auf die frühen Morgenstunden. Also: Morgenspaziergang, eine kleine Runde mit dem Fahrrad oder ein Frühbesuch im Schwimmbad. Abends dagegen ist progressive Muskelentspannung oder Yoga ein gutes Hausmittel um die Zeitumstellung zu bewältigen.

Noch ein bewährtes HausmitteL: Passen Sie Ihren Tagesablauf konsequent der Zeitumstellung an. Das bedeutet, das Sie zur selben Uhrzeit wie vor der Umstellung ins Bett gehen und auch aufstehen. Das fällt zwar anfangs schwer, aber so kann sich Ihr Körper ganz schnell auf die Sommerzeit einstellen.