Hausmittel gegen Würmer

Würmer sind vorwiegend Darmparasiten, die wir uns über verunreinigte Nahrung oder durch Berührung mit wurmverseuchtem Kot von Tieren eingefangen haben. In Mitteleuropa haben wir es vorwiegend Madenwürmern, Spulwürmern und Flachwürmern zu tun. Dazu gehören vor allem die Bandwürmer. Diese Würmer sind verhältnismässig harmlos und können mit leichten Medikamenten vertrieben werden. Es gibt gegen sie aber auch bewährte Hausmittel aus der Naturmedizin. Wirklich gefährlich und lebensbedrohend sind jedoch Fuchsbandwurm, Hundespulwurm und die Larven des großen Leber-Egels. Hier hilft nur vorbeugende Hygiene und der Gang zum Arzt.

Hausmittel aus der Natur gegen Würmer

Die Wurzeln von Rhabarber. Nehmen Sie zwei g getrockneter und zerstoßener Rhabarberwurzel und mischen Sie diese Menge mit einem EL Honig. Diese Mischung nimmt ein Erwachsener drei Monate lang jeweils vier Tage hintereinander morgens auf nüchternen Magen. Für Kinder bis 145 Jahre genügt die Hälfte, für Kinder unter sechs Jahren ein Viertel.

Zerquetschen Sie drei frische Knoblauchzehen und geben Sie diese in eine Tasse Milch. Die Mischung 12 Stunden ziehen lassen. Von dieser Knoblauchmilch trinken Sie die Wochen lang jeden Morgen eine Tasse auf nüchternen Magen.

Pressen Sie aus rohem Weisskohl ein halbes Glas Saft (ca. ein Achtelliter). Innerhalb von zwei Monaten trinken Sie diesen Saft an jeweils sechs aufeinanderfolgenden Tagen eines Monats. Für Kinder wie bei der Rhabarber-Wurzel reduzieren.

Bereiten Sie sich aus Walnussschalen folgenden Absud:

Geben Sie 20 g Nussschalen in einen Liter Wasser, 10 Minuten lang kochen, dann abseihen. Davon drei Wochen lang jeden Tag drein Tassen trinken. Diese Mittel ist für Kinder nicht geeignet.

Echter Thymian ist ein sehr gutes Heilkraut. Auch mit ihm können Sie Würmer bekämpfen. Übergiessen Sie 1 Thymianzweig in einer 1 Tasse mit kochendem Wasser. Der Thymian muss 10 Minuten ziehen. Der Tee wird nach dem Abkühlen in kleinen Schlucken getrunken. Diese Kur macht man über den Zeitraum von 3 Wochen. Die Anwendung ist für Kinder nicht geeignet!

 Hilfe gegen Bandwürmer

Bandwürmer kommen bei uns am meisten vor. Auch gegen diese lästigen Darmparasiten können Sie mit Naturmitteln angehen. Mit einem ganz einfachen Mittel: Mit Karotten. Trinken Sie drei Wochen lang jeden Morgen 30 g Saft von gekochten Karotten und noch einmal 30 g während der Nacht.  Oder: Rühren Sie 10 getrocknete und pulverisierte Wurmfarnwurzeln in eine Tasse Wasser, verquirlen Sie das Pulver sehr gut und dann sofort trinken. Diese Anwendung muss auf nüchternen Magen geschehen. Vier stunden später nehmen Sie ein Abführmittel. Dieses Mittel und die Anwendung sind für Kinder nicht geeignet.

Enzian kennen wir eigentlich nur als guten Magenschnaps. Aber Sie können ihn auch gegen Würmer einsetzen. Geben Sie 20 g Wurzeln vom Gelben Enzian in einen Liter Wasser. Die Wurzeln vier Minuten aufkochen und dann zehn Stunden ziehen lassen. Von diesem Sud trinken Sie täglich drei Tassen. Für Kinde ist diese Anwendung allerdings nicht geeignet.

 Die gefährlichen Würmer

Besonders gefährlich sind Fuchsbandwurm, Leber-Egel und Hundespulwurm. Diesen nehmen wir auf, wenn wir mit Tierkot in Berührung g kommen oder wenn wir frische Kräuter oder Beeren aus der freien Natur essen. Hier gibt es diese natürlichen Schutzmöglichkeiten:

Waschen Sie nach dem Sammeln der Kräuter und Beeren  gründlich die Hände mit Seife und sehr warmem Wasser. Verzahnen Sie beim Waschen die Finger ineinander. Nehmen Sie beim Händewaschen die Ringe vom Finger und säubern Sie mit einer Bürste die Fingernägel. Besonders gründlich  müssen Sie handeln, wenn Sie mit den Händen mit Tierlosung in Kontakt gekommen sind.

Das Waschen von Bärlauch- und Brunnenkresse-Blättern  oder anderen Wildpflanzen kann die Infektiösen Parasiten nicht entfernen. Man sollte daher die Pflanzen sammeln, nach Hause tragen , gründlich mit heißem Wasser waschen, am besten blanchieren. Wer vorbildlich vorsichtig ist, sollte Wildgemüse und Wildkräuter nur in gekochten Zustand essen, auch dann, wenn man damit bloss ein anderes Gericht würzt. Und besonders vorsichtig sollte man sein, wenn Kinder mitessen. Kochen ist die einzige Möglichkeit, etwaige kontaminierte Pflanzen in infektiösen Gefahren zu befreien.