So besiegen Sie die Flugangst: Tipps und Hausmittel

Reden Sie über Ihre Flugangst mit den Flugbegleitern oder ihren Sitznachbarn. Foto: © Michael Schütze - Fotolia.com Reden Sie über Ihre Flugangst mit den Flugbegleitern oder ihren Sitznachbarn. Foto: © Michael Schütze - Fotolia.com

Wir sind ein Volk von Vielfliegern geworden. Millionen Menschen setzen sich jährlich ins Flugzeug und verreisen. Und sehr viele haben dabei einen sehr unangenehmen Flugbegleiter: Die Flugangst. Das geht schon Stunden vor dem Abflug los: Schweissasubrüche,  Kreislaufzusammenbruch, Stossatmung, Zittern und Krämpfe.  Vor allem nach dem furchtbaren Schock des Absturz der Germanwings-Maschine. Flugangst ist etwas Elementares, etwas, das sich nur schwer beherrschen lässt. Aber es gibt Tipps und Hausmittel, die gegen die Flugangst helfen.

Flugangst habt viel mit dem Gefühl des Eingesperrtseins zu tun: Die enge Kabine, die Nachbarn, die direkt und hautnah neben einem Sitzen. Das Gefühl “Ich kann nicht einfach aufstehen und rausgehen.” Das hilft es, wenn Sie einen Sitzplatz am Gang wählen. Dort können Sie wenigstens schnell mal aufstehen, wenn die Flugangst übermächtig wird. Der Fensterplatz ist nicht gut, denn da blicken Sie auf die unendliche Tiefe bis zum Boden. Ganz schlecht ist der Mittelplatz: Denn das sind Sie wirklich eingezwängt.
Sorgen Sie dafür, das die Zeit bis zum Abflug möglichst stressfrei ist. Packen Sie schon am Tag vor dem Abflug, essen Sie leicht – und vermeiden Sie Alkohol. Sehen Sie zu, das Sie frühzeitig an der Abfertigung sind. Wer in letzter Sekunde zum Check in hetzt, der jagt den Blutdruck hoch – das ist schon der Anfang der Flugangst. Wenn Sie mit dem Auto anfahren, dann rechnen Sie mit Verzögerungen – und fahren Sie so los, dass Sie eine halbe Stunde Pufferzeit haben.
Es hat keinen Zweck, die Angst zu unterdrücken oder gegen sie anzukämpfen. Sie sind nervös und schusselig – das ist eben so. Wenn Sie die eigenen Ängste verleugnen oder überspielen, dann verschwenden Sie Kraft. Und reden Sie über Ihre Flugangst: Mit dem Personal, mit dem Nachbarn. Im Gespräch lösen sich Ängste, Sie fühlen sich freier. Und fangen Sie gar nicht erst an zu grübeln: “Was wäre, wenn….”
Sie können gegen die Flugangst auch mit ganz simplen Übungen angehen: Fahren Sie den Sitz zurück, und streichen Sie fest mit der Und kreisförmig über den Bauch. Das entspannt Sie. Noch einen Übung: Ziehen Sie die Schultern hoch in Richtung Ohren. Dabei tief einatmen und etwa zehn Sekunden die Luft anhalten. Danach total ausatmen und dabei die Schultern wieder fallen lassen. Nach fünf bis zehn Wiederholungen wird es Ihnen schon besser gehen.
Ein weiteres Mittel gegen die Flugangst ist die Progressive Relaxation. Dabei spannen Sie die Muskeln stark an, halten diesen Zustand eine Weile und lösen dann langsam die Entspannung. Diese Übung kann  man im Liegen oder Sitzen durchführen. Das macht Sie ruhiger und bringt auch geistige Entspannung. Diese Übung können Siem problemlos während des ganzes Fluges wiederholen.
Natürlich hält auch die Natur Hausmittel gegen die Flugangst bereit. Das sind vor allem Kräuter. Die sind bewährte Hausmittel, problemlos erhältlich und seit Jahrhunderten bewährt. Dazu gehören Baldrian und Hopfen, auch Lavendel hat sich bewährt, schon der Duft wirkt beruhigend. Trinken Sie drei tage vor dem Abflug bis zu drei Tassen Melissentee. Oder nehmen Sie am Abend vor dem Abflug ein Bad mit Rosmarin als Badezusatz. Essen Sie während des Fluges immer wieder ein Stück Bitterschokolade, oder eine Banane. Damit erzeugen Sie eine positive Grundstimmung.