Hausmittel gegen Schnupfen

Schnupfen Feuchtigkeit der Raumluft zu erhöhen ist ein probates Mittel bei Schnupfen. Foto: © Subbotina Anna - Fotolia.com

Die Nase rinnt, die Schleimhäute sind geschwollen und entzündet, Sie werden von Atemnot geplagt, die Nächte sind die Hölle – der Schnupfen ist da. Meist ist er Vorbote einer ausgewachsenen Erkältung mit all ihren üblen Folgen. Sie fühlen sich schlapp und elend, Ihre Leistungsfähigkeit ist nahe Null und meistens kommen auch noch Kopfschmerzen dazu.

Wenn Sie nicht schnell etwas gegen den Schnupfen unternehmen, dann kann daraus auch leicht eine Bronchitis oder eine Nebenhöhlenentzündung bis hin zur Stirnhöhlenvereiterung werden. Also sollten Sie zu gesunden Hausmitteln greifen.

Eine kräftige Hühnersuppe gegen den Schnupfen

Gegen einen beginnenden – oder auch gegen einen ausgewachsenen – Schnupfen gibt es ein sehr probates und auch noch gut schmeckendes Hausmittel: Eine kräftige Hühnersuppe. Hier das Rezept: Kochen Sie ein Suppenhuhn mit Suppengemüse (Lauch, Sellerie, Karotten, Petersilie), Lorbeerblättern und Wacholderbeeren anderthalb Stunden in Gemüsebrühe. Suppennudeln abkochen, mit klein geschnittenem Hühnerfleisch in der Brühe servieren. Mindestens zwei Teller am Tag essen. Noch hilfreicher, wenn Sie mit Ingwer, Zitronensaft und Knoblauch würzen. Hühnerfleisch hat einen hohen Zink-Anteil, der wiederum stärkt die Abwehrkraft bei Schnupfen. Ebenfalls gut gegen den Schnupfen sind die Vitamin der Karotten und des Zitronensafts. Da Sie während eines Schnupfens einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, ist die Suppe da ebenfalls hilfreich.

Den Schnupfen im Kräuterbad ertränken

Wenn Sie einen Schnupfen haben, die Nase rinnt, Sie aber kein Fieber haben, dann hilft ein heißes Bad mit folgenden Kräuterzusätzen: Fichtennadel, Thymian, Menthol, Eukalyptus, Lavendelöl. Die Temperatur sollte nicht höher als 39/40 Grad haben und Sie sollten etwa 20 Minuten im Wasser bleiben. Um die aufsteigenden Dämpfe gegen Ihren Schnupfen aufzunehmen, sollten Sie stark durch die Nase einatmen. Da ein Schnupfen empfindlich gegen nasse Kühle macht, müssen Sie sich sehr gut abtrocknen und nach dem Bad sofort ins Bett gehen. Wenn Sie nachschwitzen, dann den Schweiß gut abtrocknen und die Bettkleidung wechseln. Die inhalierten Kräuterdämpfe wirken über die Atmungsorgane und über die Haut gegen den Schnupfen.

Bei Schnupfen: Die Nasenschleimhäute pflegen

Während eines Schnupfens ist es immens wichtig, die Nasenschleimhäute richtig zu pflegen und zu behandeln. Meist sind sie geschwollen, sehr oft trocknen sie auch aus und verlieren so ihre Schutzfunktion gegen eindringende Bakterien und Viren – der Schnupfen weitet sich aus. Sie können sich da ganz einfach selbst helfen und den Schnupfen bannen: Verrühren Sie eine Messerspitze Salz in einem Glas mit warmem Wasser. Davon ein wenig in die hohle Hand gießen, den Kopf auf die rechte Seite neigen, das Wasser in der Nase hochziehen. Danach die linke Seite behandeln. Während des anhaltenden Schnupfens mehrmals am Tag diese Spülung machen.

Meerrettich: Scharfe Waffe gegen Schnupfen

Das beißt und treibt Ihnen die Tränen in die Augen – aber es hilft: Reiben Sie 2 Esslöffel voll Meerrettich und mischen Sie etwas Zwiebelsaft und 1 Esslöffel Honig dazu. Gut verrühren.Alle 2 bis 3 Stunden 1 Esslöffel davon einnehmen. Meerrettich wirkt als natürliches Antibiotikum und bekämpft die Bakterien und Viren, die den Schnupfen auslösen. Außerdem wirkt Meerrettich schleimlösend, so dass Sie den Schnupfen schnell wieder los werden. Seine starke Heilwirkung bei Schnupfen bekommt der Meerrettich durch seine Senföle. Die scharfen Senföle blockieren nicht nur die Vermehrung von Bakterien, sondern reizen auch den vegetativen Vagusnerv, der eine vermehrte Flüssigkeitsproduktion in den Schleimhautzellen der Bronchien veranlasst: Wichtig bei Schnupfen. Auf diese Weise können z.B. aus Schnupfen entstandener akuter oder chronischer Bronchitis der Eiter besser abgehustet und unerwünschte Bakterien zumindest teilweise gehemmt werden.

Hier noch mehr bewährte Hausmittel, mit denen Sie gegen den Schnupfen angehen können:

  • Bei stark verstopften Nasen während des Schnupfens hilft das Inhalieren von heißem Dampf. Es lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und fördert den Schleimausfluss. Unterstützend wirkt das Zufügen von einigen Tropfen Teebaum- oder Kamillenöl in das heiße Wasser.
  • Sie müssen sehr viel trinken, Mineralwasser oder Kräutertees.
  • Legen Sie feuchte Tücher über die Heizung um die Feuchtigkeit der Raumluft zu erhöhen.
  • Schneuzen Sie sich einseitig: Ein Nasenloch zuhalten und aus dem anderen den Schleim rauspusten.
  • Nasentropfen sollten Sie nicht länger als zwei Tage verwenden.
  • Eine Hand voll Kamillenblüten in einem Topf mit heißem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen. Mit einem Handtuch über dem Kopf möglichst nah an den Topf und tief durch den Mund einatmen und wieder ausatmen.
  • Füllen Sie das Waschbecken mit warmem Wasser, legen beide Arme tief hinein und lassen heißes Wasser zufließen. Die Armbadedauer sollte etwa 15 bis 20 Minuten betragen. Danach mit Honig gesüßten Lindenblütentee heiß trinken.
  • Machen Sie sich ein Fußbad, das immer wärmer wird, bis sie es nicht mehr aushalten. Dann ab ins Bett und den Schnupfen wegschlafen.
  • Stellen Sie über Nacht eine Duftlampe mit ätherischen Ölen (Pfefferminze, Lavendel, Nelken, Zimtrinde, Rosmarin) ins Zimmer.
  • Machen Sie einen Umschlag mit zerriebenem Meerrettich, den Sie im oberen Nackenbereich anlegen.
  • 5 g Mentholkristalle in 50 ml heißes Wasser geben, umrühren, bis diese aufgelöst sind, zwei Spritzer Anisöl dazumischen. Lösung auf Watte tropfen und den Tag über immer wieder an dem Watteknäuel schnuppern.
  • Fädeln Sie abwechselnd Zwiebel- und Knoblauchstücke auf einen Faden und binden Sie sich den über Nacht um den Hals.
  • Reiben Sie sich mit der Fingerspitze Honig in die Nase.
  • Lösen Sie zwei gehäufte Teelöffel Traubenzucker in 50 ml Kamillentee oder verdünnter Kamillentinktur auf. Dann die Flüssigkeit alle zwei Stunden mit einer Pipette in die Nase träufeln. Gekühlt halten sich die Tropfen etwa eine Woche lang, dann sollte der Schnupfen vorbei sein.
  • Eine Zitrone auspressen und in ein Glas mit warmem Wasser geben. Mit Traubenzucker oder Honig süßen und heiß trinken.
  • “Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er” – sagt der Volksmund über den Schnupfen. Sollte dieser Zeitraum überschritten werden, dann müssen Sie zum Arzt.