Hausmittel gegen niedrigen Blutdruck

Niedriger Blutdruck Morgentliche kalte Kneipp-Güsse gegen niedrigen Blutdruck. Foto: © britta60 - Fotolia.com

Sie sind schlapp, kommen nicht in die Gänge, sind oft müde – das kann niedriger Blutdruck sein. Wenn Ihr Blutdruck unter 100/60 fällt, dann leiden Sie an niedrigem Blutdruck (Hypotonie). Das ist keine Krankheit, aber eine große Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität. Er kann aber auch Vorzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein. Wie zum Beispiel: Eine Unterfunktion der Schilddrüse, Blutarmut, Herzklappenfehler oder Herzinsuffienz. Auf jeden Fall muss das ein Arzt abklären. Sie selbst aber können mit guten und bewährten gesunden Hausmitteln gegen den niedrigen Blutdruck angehen.

Kneipp-Güsse gegen niedrigen Blutdruck

Als absolut einfaches und sehr gutes Hausmittel gegen niedrigen Blutdruck haben sich kalte Güsse nach Pfarrer Kneipp bewährt. Sie steigern den Blutdruck, indem sie das sympathische Nervensystem anregen. Gegen Morgenmüdigkeit hilft (kurzes) kaltes Abduschen. Eine Massagebürste beim Duschen verbessert die Durchblutung zusätzlich. Führen Sie den kalten Wasserstrahl langsam und mit kreisenden Bewegungen von den Füssen nach oben und von den Handgelenken zur Schulter – also immer zum Herzen hin. Das mehrmals wiederholen. Sie heben dadurch nicht nur den Blutdruck an, Sie stärken auch Ihre Abwehrkraft und das Immunsystem.

Niedriger Blutdruck: Ohnmacht vermeiden

Zu niedriger Blutdruck bewirkt ein Absinken der Versorgung des Gehirns mit Blut. Es kommt zu einem Mangel an Sauerstoff und Nährmitteln. Das führt irgendwann zu einem Ohnmachtsanfall – Sie fallen einfach um. Es ist deshalb sehr wichtig – wenn Sie an niedrigem Blutdruck leiden – auf die Vorboten einer solchen Ohnmacht zu achten. Achten Sie auf Körpersignale wie plötzlicher Schwindel, grundloses Herzrasen oder einen unverhofften Schweißausbruch. Wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten, dann müssen Sie sich ganz schnell, setzen, oder sich hinhocken oder – das ist immer gut – sich flach hinlegen. Dabei sollten Sie die Beine hochlagern. Das sollten Sie machen, bevor der Blutdruck völlig in den Keller sackt und ihnen schwarz vor Augen wird.

Ausdauersport hebt niedrigen Blutdruck an

Eines der besten und simpelsten Hausmittel gegen zu niedrigen Blutdruck) ist regelmäßiger Sport. Dabei kommt es ausschließlich auf die Ausdauer und nicht auf die Höchstleistung an. Also nicht eine Viertelstunde auf dem Fahrrad strampeln bis die Puste ausgeht, sondern lieber eine Stunde gemächlich und in einem gleichmäßigen Tempo (etwa 20 km/h) auf ebenem Gelände dahinrollen. Das gilt auch für andere Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Wandern. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, dann steigt Ihr Blutdruck zwar nicht plötzlich und ruckartig an – aber Ihr Körper lernt, mit den Blutdruckschwankungen umzugehen und niedrigen Blutdruck zu vermeiden.

Weitere bewährte und gesunde Hausmittel gegen zu niedrigen Blutdruck:

  • Tragen Sie Kompressionsstrümpfe. Die verhindern ein Absacken des Blutes in die Beine, halten so den Blutdruck hoch. Die Strümpfe müssen eng sitzen, dürfen aber nicht einschnüren.
  • Wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden , dann sollten Sie morgens langsam aufstehen: Aufrichten, die Füsse auf den Boden stellen und so ein bis zwei Minuten verharren. Erst dann aufrecht hinstellen.
  • Niedriger Blutdruck macht sich nach dem Essen am stärksten bemerkbar, große Mahlzeiten binden das Blut im Verdauungstrakt. Essen Sie lieber mehrere kleine Portionen, über den Tag verteilt.
  • Oft hilft auch ein Espresso oder eine kleine Süßigkeit, um den Blutdruck wieder anzukurbeln.
  • Sie müssen viel trinken, um Ihr Blutvolumen zu erhöhen. Zwei bis drei Liter Mineralwasser oder Tees sind Pflicht.
  • Wenn Ihr Blutdruck schnell zu niedrig ist, dann hilft es, wenn Sie Salzstangen knabbern.
  • Generell sollten Sie bei zu niedrigem Blutdruck (im Gegensatz zu Bluthochdruck) mit Salz nicht sparen und gut gewürzt essen.
  • Essen Sie bei niedrigem Blutdruck ein Stück Lakritze.
  • Das berühmte Glas Sekt hilft nur bedingt und kurzfristig. Außerdem enthält es Alkohol.
  • Mischen Sie je 10 g Besenginster und Weißdorn. Davon einen TL mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, eine Viertelstunde ziehen lassen, abseihen, ungesüßt trinken. Drei Tassen täglich.
  • Stellen Sie aus diesen Kräutern eine Mischung her: 10 g Nelken, 10 g Lindenblüten, 10 g Schellkraut, 10 g Zitwer, 10 g Koriander, 20 g Lindenblüten, 5 g Rainfarn, 5 g Cascarillrinde, 20 g Isländisch Moos. Alle Kräuter mit Weißwein im Verhältnis 1 : 10 ansetzen, zwei Wochen lang im Warmen ziehen lassen. Davon täglich fünfmal je einen EL einnehmen.