Nächtlicher Harndrang Hausmittel

Wer in der Nacht öfter aufstehen muss, weil die Blase Alarm schlägt, der verliert deutlich an Lebensqualität: Schlafstörungen, Angst, das Aufstehen zu verpassen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme am nächsten Tag. Nächtlicher Harndrang ist für sehr viele – vor allem ältere – Menschen ein grosses Problem. Wie aber kriegen wir den nächtlichen Harndrang in den Griff, welche Hausmittel helfen mit, das lästige Aufstehen zu vermeiden? Hier einige bewährte Hausmittel.

Beginnen wir mit einem Rat, der eigentlich paradox klingt: Sie müssen trotzdem normal – eher viel – trinken. Es hilft nichts, wenn Sie die tägliche Flüssigkeitszufuhr reduzieren, es müssen täglich mindestens anderthalb Liter sein. Der Grund: Durch die Füllung der Blase wird die Blasenmuskulatur gedehnt und gleichzeitig gekräftigt. Bei zu geringer Füllung nimmt mit der Zeit das Fassungsvermögen der Blase ab. Dadurch setzt der Harndrang immer früher bei immer geringeren Flüssigkeitsmengen ein. Ausserdem werden Schadstoffe nicht ausgeschieden, sie konzentrieren sich im Urin – das führt zu Blasenreizungen. Was nützlich ist: Zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie die Zufuhr von Flüssigkeit einstellen. Das “Gute Nacht-Bier” kurz bevor Sie ins Bett gehen ist kontraproduktiv.

Aber das ist Alkohol in jeder Form. Kaffe, Tee und Alkohol (egal ob Bier oder Wein) sind harntreibende Getränke, die sollten Sie meiden, denn diese Getränke setzen die Blase unter Druck. Also: Trinken Sie Wasser, Früchte- und Kräutertees oder Saftschorlen – dann “müssen” Sie nicht so oft. Noch ein bewährtes Hausmittel gegen den nächtlichen Harndrang ist das Blasentraining. Wenn Sie schon kleinsten Druck die Toilette aufsuchen, dann lernt die Blase: “Sofort Harndrang melden, auch wenn ich gar nicht voll bin.” Schieben Sie den Toilettengang so weit wie möglich hinaus, das spart so manchen nächtlichen Gang.

Sehr oft ist der Harndrang das erste Anzeichen für eine Vergrösserung der Prostata. Also müssen wir auch die Prostata pflegen. Zum Beispiel dadurch, dass Sie jeden Tag zwei EL grüne weichschalige Kürbiskerne essen. Die enthalten die Pflanzenhormone Phenylglykoside und die Wirkstoffe Sitosterin und Delta-7-Sterole – alles gut für Ihre Prostata. Auch empfehlenswert ist ein Kur mit Extrakten aus Sägepalmfrüchten. Und nehmen Sie ruhig hin und wider ein warmes (38 Grad) Sitzbad mit Zinnkrautextrakt im Badewasser. Die Inhaltsstoffe der Brennnesselwurzeln lindern ebenfalls den nächtlichen Harndrang.