Kamille

Ein Kraut, das jeder kennt: Die Kamille. Sie wird als Tee, als Öl, als Tinktur und als Creme eingesetzt. Sie dient als Heilmittel und für die Hautpflege. Die Kamille wird seit Jahrtausenden in der Pflanzenheilkunde eingesetzt, im Mittelalter war sie die Pflanze der Jungfrau Maria. Karl der Große hat sie als Heilpflanze hervorgehoben und ihren Anbau angeordnet. Geerntet wird sie von April bis Ende August. Wenn Sie Blütenköpfe trocknen, bitte nicht berühren oder gar wenden. Kamille können Sie im eigenen Garten ziehen, es gibt sie aber auch in allen Variationen in der Apotheke.

Die Kamillenblüten müssen Arzneiqualität haben

Mit dieser unscheinbaren Pflanze hat Mutter Natur wirklich eine Allzweckwaffe im Kampf um eine gesunde Lebensweise geschaffen: Kamille ist fast überall einsetzbar – und das wussten die Menschen schon seit vielen tausend Jahren. Bei Wochenbettbeschwerden war sie eine der wichtigsten Heilpflanzen. Medizinische Verwendung finden die frischen oder getrockneten Blüten und das daraus gewonnene Öl. Worauf Sie achten müssen: Wenn Sie Kamille als Tee einsetzen, dann sollten Sie darauf achten, dass die verwendeten Blüten Arzneiqualität besitzen (Apotheke). Die normalen Teebeutel aus dem Supermarkt haben eine viel niedrigere Heilwirkung.

Darüber hinaus heilt und wirkt Kamille noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Sie wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung
  • Sie wird zur Reinigung und Pflege von Ekzemen und Hautausschlägen genutzt
  • Als Tee hilft Kamille bei Störungen im Magen- Darmbereich
  • Sie wirkt entspannend und krampflösend bei Blähungen und Bauchschmerzen
  • Sie entspannt und dämpft innere Unruhe
  • Ein Kamillenbad hilft bei schmerzenden Hämorrhoiden
  • Mit Kamille gurgeln hilft bei Zahnschmerzen
  • Das Kraut hilft als Tee bei Erkältungen
  • Kamille wird auch gegen Menstruationsbeschwerden genommen
  • Gegen Bronchitis kann man mit ihr inhalieren

Die heilenden Inhaltsstoffe der Kamille

  • Die ätherischen Öle mit den Substanzen Matricin und alpha-Bisabold
  • Schleimstoffe für den Magen-Darmtrakt
  • Mineralien
  • Flavonoide und Cumarine

Zwei Rezepte mit Kamille

Kamillentee

Zutaten:
* Ein Esslöffel getrocknete Kamillenblüten
* Eine Tasse Wasser

Zubereitung:
Die Kamillenblüten mit heissem Wasser übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen. Dann schluckweise warm trinken. Vor dem Essen regt der Kamillentee den Appetit an.

Kamillenöl

Zutaten:
100 g getrocknete Kamillenblüten, ein Liter reines, kaltgepresstes Olivenöl.

Zubereitung:
Die Kamillenblüten in einem Glas- oder Keramikgefäss mit dem Öl übergiessen. Gut verschlossen an einem warmen Ort zwei Wochen stehen lassen. Dann durch einen Papierfilter seihen. Danach das Kamillenöl kühl lagern – ein wunderbares Hautöl.