Johanniskraut

Seite Jahrtausenden wird das Johanniskraut als Heilpflanze und Naturarznei eingesetzt. Das Blut des Märtyrers „Johannes der Täufer“ soll auf die Pflanze getropft sein und ihr den Namen gegeben haben. Es wächst weltweit und ist eine anspruchslose Pflanze. In den magischen Rezepturen des Mittelalters hat das Kraut eine große Kraft gegen Geister und Dämonen, da wurde es auch für Liebeszauber verwendet. Johanniskraut an der Stalltür sollte das Vieh vor Krankheiten schützen. Aber schon Paracelus hatte seine größte Bedeutung erkannt: Die Hilfe gegen Depressionen. Geerntet und verwendet wird das obere Drittel des Krautes.

Johanniskraut hat so gut wie keine Nebenwirkungen

Seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin angewendet, sind seine vielfältigen Heilwirkungen jetzt auch wissenschaftlich erforscht und bestätigt: Johanniskraut ist zum Star der Pflanzenheilkunde geworden. Natürlich gibt es für die Anwendungsbereiche des Johanniskrauts auch synthetische Medikamente, aber Die Heilpflanze hat einen großen Vorteil: Es gibt bei ihrer Anwendung so gut wie keine Nebenwirkungen. Und wenn doch, dann sind diese wesentlich sanfter. Das einzige Problem: Johanniskraut sollte man nicht mit anderen Medikamenten kombinieren, denn es kann deren Wirkung unterdrücken. Sie sollten also eine solche Möglichkeit immer mit Ihrem Arzt besprechen. Die Tagesdosis sollte zwischen 400 bis 1 000 Milligramm des Extrakts betragen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Johanniskraut noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Es ist ein wertvolles pflanzliches Antidepressivum
  • Es beruhigt die Nerven, schafft inneren Frieden
  • Als Öl hilft es bei Gicht, Rheuma, Arthritis und Hexenschuss
  • es hat eine schmerzstillende Wirkung
  • Johanniskraut ist krampflösend und wirkt antiseptisch
  • Es beschleunigt Heilungsprozesse
  • Es fördert den Schlaf und bringt schöne Träume
  • Hilfe bei Blutergüssen und Quetschungen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Johanniskraut

  • Die Pflanze hat ätherische Öle
  • Hypericin ist verantwortlich für die beruhigende Wirkung, dazu kommen Gerbstoffe und Fett
  • Wichtige Flavanoide und Cholin

Zwei Rezepte mit Johanniskraut

Johanniskrautöl

Zutaten:
100 g frische Johanniskrautblüten, dazu ein halber Liter kaltgepresstes Olivenöl

Zubereitung:
Geben Sie die Blüten mit dem Öl in ein weithalsiges Gefäss. Gut verschliessen und an einem warmen sonnigen Ort zwei Monate stehen lassen. Immer wieder kräftig durchschütteln. Nch dieser Zeit durchseihen und die Kräuter gut auspresssen. In braunen Flaschen kühl und dunkel lagern – hält sich bis zu zwei Jahre.

WARNUNG: Johanniskraut macht lichtempfindlich. Während der Tee- oder Ölkur auf Sonnenbäder verzichten.

Johannikrauttee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel frisches oder getrocknetes Johanniskraut, ein Viertelliter kaltes Wasser.

Zubereitung:
Wasser mit Johanniskraut zum Sieden bringen, dann eine Viertelstunde ziehen lassen und abseihen. Vor den Mahlzeiten eine Tasse Tee warm und langsam trinken. Das hilft dem Magen und macht fröhlich. Allerdings sollten Sie diese Kur sechs Wochen lang machen, damit sich ein Erfolg einstellt.