Huflattich

Das ist wohl das älteste Naturheilmittel der Menschen: Huflattich wird seit vielen tausend Jahren als Heilmittel gegen Husten eingesetzt. Ansonsten erfreut er uns Jahr für Jahr schon im März mit seinen knallgelben als ein Vorbote des Frühlings. Sein Honigduft steigt uns in die Nase und wir wissen: “Der Winter ist vorüber.” Sowohl seine Blüten wie auch seine Blätter werden in der Naturheilkunde eingesetzt. Und in der Küche gibt man gerne frisch gezupfte und gut gereinigte Huflattichblätter mit Kress und Löwenzahnblättern an den Salat. Das ist dann ein gutes Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Die heilende Wirkung des Huflattichs

Früher wurde er komplett genutzt, heute nimmt man vorwiegend die getrockneten Blätter für die Anwendung als Pflanzenheilmittel. In der Homöopathie nutzt man die frischen Blätter gegen Altershusten. Saft aus den Blättern wird kaum mehr genutzt, da zu grosse Dosierungen die Leber schädigen können. Sie sollten pro Tag nicht mehr als 4 bis 6 g der Blätter verwenden. Wichtige Wirkstoffe des Huflattich sind seine Schleimstoffe, die für die Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich eine Schutzschicht bilden, so dass diese nicht gereizt werden können.

Darüber hinaus heilt und wirkt Huflattich noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er ist antibakteriell und blutstillend
  • Gut bei Erkältungen zur Schleimlösung
  • Bei Asthma
  • Bei Brustfellentzündung
  • Gegen Raucherhusten
  • Hilft bei Fieber
  • Stoppt Durchfall
  • Heilt leichte Brandwunden
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Regelt Appetitlosigkeit
  • Heilt Ekzeme
  • Bekämpft Venenentzündungen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Huflattichs

  • Wertvolle Schleimstoffe
  • Ätherische Öle
  • Bitter- und Gerbstoffe
  • Gerbsäure
  • Insulin
  • Mineralstoffe
  • Saponine
  • Tannine
  • Zink
  • Salpeter
  • Violaxanthin

Zwei Rezepte mit Huflattich

Huflattichblätter-Tee

Zutaten:
Zwei gehäufte TL und zerkleinerte und getrocknete oder auch frische Huflattichblätter, ein Viertelliter Wasser.

Zubereitung:
Die Huflattichblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, eine Viertelstunde ziehen lassen, dann abseihen. Sofort nach dem Aufwachen eine Tasse trinken, mit Honig süßen.

Huflattich-Umschlag

Zutaten:
Eine Handvoll Huflattichblätter, ein Leinentuch.

Zubereitung:
Die Huflattichbläter gut zerstampfen, so dass der Saft austritt. Den Brei fingerdick auf die zu behandelnde Stelle streichen. Mit dem Leintuch abdecken und eine halbe Stunde einwirken lassen. Mehrmals am Tag wiederholen.