Hopfen

Der Hopfen ist ein Hartgewächs aus der Familie der Schlinggewächse. Wir alle wissen, dass ein Bier ohne Hopfen kein Bier ist. Aber nur wenige wissen, dass er zu den uralten Hausmitteln gehört, die als Heilmittel ein gesetzt werden. Arabische Ärzte, Hildegard von Bingen und Paracelsus erkannten seine natürlichen Heilkräfte. Er wird als Gemüse gegessen, oder als Tee und Schnaps in der Naturheilkunde eingesetzt.

Hopfen bringt unruhigen Kindern guten Schlaf

Fürs Bier ist der ganze Hopfen wichtig, für die Gesundheit fast nur die Hopfenzapfen. In der Volksmedizin sind die heilenden und vorbeugenden Wirkungen der Hopfen-Inhaltsstoffe schon seit Jahrtausenden bekannt. Er ist sogar antibakteriell, fördert die Bildung von Magensäften. Wenn Sie unruhige Kinder haben, dann kann ein Hopfenkissen oder -säckchen helfen, den kleinen Unruhestifter in den Schlaf zu bringen. Als Dosis werden etwa 0,5 Gramm getrockneter Hopfenzapfen in dreimaligen Einzelportionen pro Tag empfohlen. Um seinen bitteren Geschmack zu übertünchen wird er oft mit anderen Heilpflanzen gemischt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Hopfen noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Er ist offiziell als beruhigendes und schlafförderndes Mittel anerkannt
  • Er hilft Frauen bei monatlichen Regelschmerzen
  • Er gewinnt zunehmend an Bedeutung bei der Bekämpfung von Wechseljahresbeschwerden
  • Hopfen strafft das Bindegewebe an Oberschenkeln und Brust
  • Er beruhigt und verbessert den Schlaf

Die heilenden Inhaltsstoffe des Hopfen:

Die Hopfenzapfen sind reich an Harzen, Bitterstoffen, Pektin, Flavanoiden und ätherischen Ölen
Hauptwirkstoffe sind die Hopfenbittersäuren Humulon und Lupulon
Seit kurzer Zeit erforscht man im Hopfen die Substanz Xanthohumol auf ihre Therapiewirkung bei Krebserkrankungen

Zwei Rezepte mit Hopfen

Hopfenblütentee

Zutaten und Zubereitung:
Zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Hopfenblüten (Apotheke) mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergiessen, eine Viertelstunde lang zugedeckt ziehen lassen, durchseihen, lauwarm mit Honig gesüßt trinken. Drei Tassen täglich stärken die Nerven. Eine Tasse 30 Minuten vor dem Zubettgehen bringt guten Schlaf.

Hopfenschnaps

Zutaten:
25 Hopfenblütenzapfen, drei Esslöffel Honig, ein Liter klaren Schnaps (Korn, Wodka).

Zubereitung:
Die Hopfenblüten zusammen mit dem Honig in ein Ansetzgefäss geben und mit dem Schnaps übergiessen. An einen warmen, sonnigen Platz stellen,. drei Wochen lang täglich mehrmals gut durchschütteln. Dann weitere drei Wochen total ruhen lassen. Anschliessend filtern und in kleiner Flaschen abfüllen. Täglich 2 cl trinken.