Hausmittel für den Frühling

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Hausmittel für den Frühling – brauchen wir die? Und ob. Endlich Frühling, Sonne, laue Lüftchen, längere Tage. Könnte alles so schön sein, wenn nicht hinter der schönen Fassade jede Menge Gefahren für unsere Gesundheit lauern würden. Da sind die typischen Frühjahrserkältungen, da ist die Frühjahrsmüdigkeit mit Ihren deprimierenden Begleiterscheinungen, da ist der Husten, da sind der Heuschnupfen und andere Pollenallergien, da sind Kopfweh und Migräne wegen der schnellen Wetterwechsel. Sie sehen: Hausmittel für den Frühling werden dringend gebraucht.

Hausmittel bei Erkältungen

Mal warm, mal kalt, mal schwitzen, mal frieren – und schon schlagen die Erkältungsviren zu. Sehr gut hilft Ihnen da ein Holunderblütentee. Sehr heiß und mit Honig gesüßt am Abend trinken – und schon schwitzen Sie. Ab ins Bett und gut zudecken. Dann die Bettwäsche wechseln und schlafen. Vor dieser Prozedur sollten Sie noch ein Fußbad in heißem Salzwasser nehmen. Salzwasser sollten Sie auch zu einer Nasenspülung verwenden. Sehr gut eignet sich dafür das „Emser Salz“. Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger werden von den Schleimhäuten gespült, die Nase wird befreit und Sekret kann abfließen. Das beugt dem Schnupfen und den Nebenhöhlenentzündungen vor. Auch mit ätherischen Ölen können Sie die Frühjahrserkältungen los werden oder ihnen vorbeugen. Diese Öle – vor allem die der Minze und des Eukalyptus – lösen den Schleim auf den Bronchien und im Mund-Rachenraum. Das hilft, den Schnupfen und den Husten zu besiegen.

Heilender Zwiebelsaft bei Husten

Sehr oft haben wir im Frühling auch einen hartnäckigen Husten. Da hilft uns Omas Zwiebelsirup. Schneiden Sie eine mittelgroße Gemüsezwiebel in sehr kleine Stücke. Die bedecken Sie mit Zucker und lassen das Ganze eine gute Stunde zugedeckt stehen. Es bildet sich ein dicker Saft, den Sie in kleinen Portionen (ein Teelöffel) immer wieder einnehmen. Die ätherischen Öle der Zwiebel lösen den hartnäckigen Husten und ihr hoher Gehalt an Vitamin C stärkt das Immunsystem.
Ist aus dem Husten eine Bronchitis geworden, dann greifen Sie zu einem Brustwickel. Wickeln Sie den ganzen Oberkörper des Kranken in ein mit kaltem Wasser getränktes Leintuch, das Sie gut ausgewrungen haben. Darüber kommt ein Frotteetuch und dann eine warme Wolldecke. Dann ab ins Bett.

Kartoffelkompresse gegen Ohrenschmerzen

Ganz schlimm ist es, wenn der schnelle Wetterwechsel im Frühling bei Ihnen zu einer Entzündung der Ohren geführt hat, denn die ist sehr schmerzhaft. Aber fauch dagegen gibt es ein altes, bewährtes Hausmittel: Die Kartoffelauflage. Kochen Sie zwei kleine Kartoffeln, bis sie ganz weich sind. Dann werden sie zerdrückt und auf ein Leintuch gestrichen. Diese Kompresse mit dem warmen Kartoffelbrei legen Sie auf das schmerzende Ohr. Eine solche Kartoffelkompresse kann auch bei Nebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündungen eingesetzt werden. Sie wirkt schmerzlindernd und löst festsitzenden Schleim. Für eine Ohrenauflage können Sie auch fein gehackte Zwiebeln verwenden. Die ätherischen Öle lassen den Schmerz verschwinden und wirken entzündungshemmend.

Drei Hausmittel gegen Heuschnupfen

Rote Augen, geschwollene Schleimhäute, eine laufende Nase – im Frühjahr leiden Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Aber auch da helfen bewährte Hausmittel:

Wenn die Pollen zu Milliarden fliegen, wenn Birke, Erle und Haselnuss blühen, der Frühling auf den Wiesen die Blumen blühen lässt – dann sollten Sie zur Vorbeugung oder zur Linderung bei einem Heuschnupfen eine tägliche Nasenspülung mit einer Salzlösung vornehmen. Lösen Sie einen TL normales Kochsalz in 1/4 Liter lauwarmen Wasser auf. Die Lösung in der Nase hochziehen. Damit spülen Sie bereits festsitzende Pollen aus den Schleimhäuten und es wirkt desinfizierend.

Sehr oft verschleimt der hartnäckige Heuschnupfen die Bronchien. Dann hilft Ihnen eine Inhalation mit Dill- oder Fenchelöl. Bringen Sie drei Liter Wasser zum Sieden. In das kochende Wasser sechs Tropfen der ätherischen Öle träufeln, die aufsteigenden Dämpfe acht bis zehn Minuten durch Mund und Nasse einatmen. Mehrmals am Tag anwenden.

Trockene Schleimhäute können die Pollen nicht mehr auffangen oder abwehren. Da hilft es, wenn Sie täglich dreimal eine Nasensalbe mit dem Wirkstoff Dexpanthenol einreiben.

Kampf der Frühjahrsmüdigkeit

Die Frühjahrsmüdigkeit befällt fast jeden Menschen. Der Organismus ist durch den Winter ausgelaugt, im Körper haben sich Schlacken und Schadstoffe angesammelt – wir sind schlapp, antriebslos und oft sehr müde. Ersetzen Sie den Morgenkaffee für zwei bis drei Wochen durch einen mit Honig gesüßten Zitronentee. Den Honig erst einrühren, wenn der Tee weniger als 50 Grad hat, sonst verliert der Honig seine Wirkung. Folgende Tees vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit: Brennnessel- und Birkenblättertee. Kochen Sie Rosmarin- oder Fichtennadeln aus und gießen Sie den Sud in Ihr Badewasser, das bringt den Organismus auf Trab. Essen Sie viel frisches Obst, Sauerkraut und die Frühlingskräuter Bärlauch und Kresse – die Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem und helfen, Schadstoffe auszuscheiden. Spaziergänge, frische Luft und die Frühlingssonne, tun ihr Übriges, damit der Körper schnell wieder in Schwung kommt.

So bannen Sie die Migräne

Leider geht der Frühling bei vielen Menschen mit Migräne anfallen einher. Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Zum Beispiel mehrere Tassen Rotbuschtee, angereichert mit Gewürznelken. Der wehrt die Migräne schon im Vorfeld ab. Auch Tee aus Weidenrinde oder Pestwurz sollte getrunken werden bevor die Migräne einsetzt. Zerreiben Sie ein Stück geschälten Ingwer und mischen sie ihn mit einem frischen Obstsaft, das kann einen Migräneanfall verhindern. Ist der Migräneanfall akut, lindern kühle Auflagen mit Heilerdepaste, vermischt mit ein paar Tropfen ätherischem Pfefferminzöl, die auf Stirn und/oder Nacken aufgebracht werden, die Schmerzen. Machen Sie jetzt im Frühling ein paar Entschlackungstage mit viel Obst und frischen Obstsäften. An einigen Tagen sollten Sie nur Obst oder blanchiertes Gemüse essen. Das fördert die Ausscheidung von Schadstoffen. Versuchen Sie es mit diesem Hausmittel: Ein TL reines Vanilleextrakt mit 200 ml Tee oder Wasser mischen und schluckweise trinken.