Hausmittel bei Angstzuständen

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Wenn Sie bei Angstzuständen auf Medikamente verzichten wollen, dann müssen Sie sich an Hausmittel halten. Wer mit Angstzuständen durchs Leben gehen muss, der ist ein armer Teufel. Angstzustände – das ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung der Seele. Angst vor der Zukunft, Angst um den Arbeitsplatz, Angst um den Partner, Angst vor Krankheit, Angst um die Kinder, Angst vor Gewalt – die Angst greift um sich wie ein Flächenbrand. Es gibt natürlich Medikamente, die angsthemmend sind – aber es gibt auch viele gesunde Hausmittel, mit denen Sie Ihre Angstzustände bekämpfen und behandeln können.

Angstzustände kommen meistens in der Nacht, wenn sich im Unterbewusstsein bestimmte Ängste sozusagen ins Bewusstsein drängen. Gegen solche Angst-Attacken hilft Ihnen dieser Tee: 20 g Baldrianwurzeln, je 10 g Hopfenzapfen, Melissenblätter, Pfefferminzblätter und 5 g Pomeranzenschale mischen. Drei Teelöffel mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, abseihen, trinken. Davon ein bis zwei Tassen vor dem Schlafengehen trinken. Auch ein Kräuterkissen neben dem Kopfkissen ist hilfreich. Verwenden Sie folgende Kräuter in einem Leinensäckchen: Hopfen, Rosmarin, Salbei, Hopfen, Thymian und Baldrian.

Generell sind viele Tees geeignet, die aufkommenden Angstzustände zu bekämpfen. Trinken Sie zum Beispiel einfach jeden Tag zwei Tassen Orangenblütentee. Oder am späten Nachmittage zwei Tassen Hopfenblütentee. Der Hopfen spielt auch bei diesem Tee eine Rolle: Mischen Sie 4 Teile Hopfenblüten, je 2 Teile Baldrianwurzel und Lavendel sowie 1 Teil Melissenblätter. 1 gehäufter Teelöffel wird mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen, 8 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Bei Bedarf 3 Tassen pro Tag trinken.

Sehr oft haben ständig wiederkehrende Angstzustände eine seelische Ursache. Da sind liebevolle Körperkontakte wie Schmusen, Streicheln oder Kuscheln mit dem Partner hilfreich – das vertreibt nämlich Ihre Angst. Schaffen Sie zuhause eine Zone der Geborgenheit, eine kuschelige Höhle, in die Sie sich bei Angst flüchten können. Ebenfalls sehr beruhigend ist es, wenn Sie immer mal wieder an Lavendel- oder Rosenöl riechen. Ganz wichtig ist es, über die Angstzustände offen zu reden. Sprechen Sie darüber mit dem Partner und mit Freunden. Sie können Angst durchaus auch mit Alkohol in Zaum halten. Aber da müssen Sie genau dosieren: Ein Glas zu viel, und die Angst packt Sie verstärkt.

Weitere Ratschläge gegen Angstzustände

  • Erhöhen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten: Sport baut Glückshormone auf und Ängste ab.
  • Schokolade mit geringem Fett- und hohem Kakaoanteil hat denselben Effekt.
  • Gehen Sie mit Meditationen und Yoga gegen Ihre Angst an.
  • Nähern Sie sich der Ursache Ihrer Angst Schritt für Schritt, immer dichter: Je näher Sie kommen, desto mehr verliert sich die Angst.
  • Sie haben Angst vor einem Menschen: Stellen Sie ihn sich in Unterhosen vor.
  • Sie haben konkrete Ängste, zum Beispiel vor Operationen, vor dem Zahnarzt, vor dem Fliegen. Informieren Sie sich, machen Sie sich mit dem Thema vertraut. Es gibt Gruppentherapien, die Ihnen Ängste dieser Art nehmen.
  • Gehen Sie den Ursachen Ihrer Angst (notfalls mit einem Psychologen) auf den Grund.
  • Nehmen Sie nach Rücksprache mit dem Arzt Stimmungsaufheller wie Johannistropfen.
  • Machen Sie sich selbst stark. Denken Sie an Ihre Erfolge, an Schwierigkeiten die Sie gemeistert haben, an völlig hoffnungslose Situationen die Sie zum Guten gewendet haben.