Hausmittel gegen Fieber

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Eigentlich ist Fieber ja eine positive Sache: Der Körper zeigt an, dass er mit voller Kraft gegen eine Erkrankung kämpft. Andererseits ist Fieber natürlich eine Krankheit – oder die Begleitung einer Krankheit – die es zu bekämpfen gilt. Denn Fieber schwächt den Organismus, die Abwehrkraft des Immunsystems sinkt, es greift den Kreislauf und das Herz an, es kann lebensbedrohend werden. Deshalb sollten Erwachsene bei Temperaturen über 39 Grad unbedingt ärztlichen Rat einholen. Bei Kindern etwa ab 39,5 Grad. Aber, Sie sollten auch gesunde Hausmittel anwenden. Denn die haben – gerade bei der Fieberbekämpfung – keine Nebenwirkungen. Wie zum Beispiel Wadenwickel und kräftig schwitzen bei einer Schwitzkur.

Schwitzen und Schwitzkur: Runter mit dem Fieber

Uralt und bestens bewährt bei Fieber hat sich der Wadenwickel. Ein Wickel, getränkt mit kaltem Wasser an den Unterschenkeln anlegen, das führt zu einem Wärmeverlust im Körper, das Fieber sinkt. Außerdem wird durch den Kältereiz das vegetative Nervensystem angeregt, der Stoffwechsel wird aktiviert, der Blutdruck steigt, die Atmung wird verbessert. Für den Wadenwickel sollten Sie Leitungswasser mit einer Temperatur von etwa 16 Grad verwenden.
Bei Fieber mit Schüttelfrost ist eine Schwitzkur sehr hilfreich. Dazu trinken Sie eine schweißtreibenden Tee (Lindenblüteten- oder Holunderblütentee) so heiß Sie können, nehmen ein heißes Ertkältungsbad, und gehen (warm eingepackt) für mindestens zwei Stunden ins Bett.

Mit diesen Tee kommen Sie ins Schwitzen

Bei Fieber ist es wichtig, das Sie viel trinken. Stilles Wasser, besser noch Tees. Diesen Tee können Sie sich selbst zubereiten: 30 Gramm Holunderblüten, 30 Gramm Lindenblüten und 20 Gramm Hagebuttenschalen (alles Apotheke) mischen. 1 Esslöffel voll davon mit 1/4 Liter heißem Wasser – nicht kochend – übergießen, acht Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann durchseihen. Mehrmals eine Tasse trinken. Der Tee wirkt schweißtreibend und hilft, das Fieber schneller zu besiegen. Er ist auch gut bei einer Schwitzkur anzuwenden.

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Wadenwickel senken das Fieber

Diese Ratschläge aus Omas Hausapotheke helfen auch: Mischen Sie Essig mit Wasser im Verhältnis 1 : 5. Mit dieser Mischung durchtränken Sie zwei Handtücher und umwickeln damit die Waden des Fieberkranken. Alle acht Minuten wiederholen. Gerade bei Kindern haben sich Wadenwickel bewährt.

Oder: Rohe Kartoffeln reiben, den Brei in ein Leinentuch wickeln und auf Stirn und Brust auflegen. Wenn die Kartoffelmasse zu trocknen beginnt, muss der Wickel erneuert werden. Schneiden Sie einen Esslöffel Petersilie klein, mit einer Tasse Wasser aufkochen, abseihen und so heiß wie möglich trinken. Hat oft einen verblüffenden Erfolg: Binden Sie sich über Nacht eine Kette Rettichscheiben um den Hals.