Fenchel: Gemüse – Tee – Gewürz

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Der Fenchel ist ein zweijähriges Doldengewächs, das bis zu zwei Meter hoch wird. Er hat feine gefiederte Blätter, die nach Anis riechen. Schon in der Antike wurde er sowohl als Heilpflanze wie auch als Gemüse genutzt. Der römische Schreiber Plinius: “Begierde zum Essen, stärket die leiblichen Geister und mehret den natürlichen Samen – richtet die hängenden Mannsruten wieder auf.” Er wird von August bis Oktober geerntet. Er gedeiht auf trockenen Böden in sonniger Lage.

Ballaststoffe im Fenchel binden Gift- und Fettstoffe

Babies mit Blähungen – das Gebrüll will keine Ende nehmen. Es sei denn man greift zum guten altbewährten Fenchel. Dann wird Baby wieder glücklich, der Bauch gibt Ruhe, die Eltern können aufatmen. Ob in der Küche oder als Medizin: Fenchel ist ein wohlschmeckende Alleskönner. Unser Fenchel kommt meist aus Italien, wo er zu sehr vielen Gerichten als Gemüse oder im Salat gereicht wird. Da er ehr viele Ballaststoffe enthält, eignet er sich auch sehr gut im Rahmen einer Diät. Außerdem binden die Faserstoffe Gift- und Fettstoffe im Darm und wirken somit sowohl entgiftend als auch cholesterin– und blutfettsenkend. Vor allem seine ätherischen Öle wirken positiv auf den gesamten Verdauungstrakt. Verzichten Sie jedoch lieber auf fertige Fencheltees – die können sehr viel Zucker enthalten.

Darüber hinaus heilt und wirkt Fenchel noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Fencheltee ist das beste Getränk für Babies, die von Blähungen geplagt werden
  • Fenchel regt generell den Appetit an
  • Bei Krämpfen im Magen- und Darmbereich ist er hilfreich
  • Da er die Darmbewegungen aktiviert hilft Fenchel auch bei Verstopfungen
  • Bei Erkältungen hilft er, die Sekrete zu lösen
  • Bei stillenden Frauen verstärkt er die Milchsekretion
  • Er ist harntreibend
  • Mann kann ihn zu Augenspülungen und als Gurgelmittel einsetzen

Die heilenden Inhaltsstoffe des Fenchel

  • Wichtig sind die ätherischen Öle im Fenchel
  • Das süße Anethol und das bittere Fenchon sowie das Anisaldehyd machen seine heilende Wirkungen auf unseren Verdauungstrakt aus
  • Dazu kommen noch wichtige Zucker- und Gerbstoffe
  • Die grösste Wirkung entwickelt Fenchel in seinen Samen

Zwei Rezepte mit Fenchel

Fencheltee

Ein gehäufter Teelöffel mit zerdrückten Früchten wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Über den Tag verteilt drei bis fünf Tassen ungesüßt trinken. Diesen Tee können Sie 1 : 1 mit Wasser verdünnen und für Augenwaschungen benutzen.

Fenchelgemüse mit Bohnen

Zutaten:
Eine Gemüsezwiebel, ein EL Öl, 750 g Stangenbohnen, 1 große Fenchelknolle, ein Achtelliter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, ein TL gemahlenen Koriander, zwei EL gezupftes Basilikum, ein EL gehacktes Fenchelgrün, 50 g Emmentaler.

Zubereitung:
Zwiebel in feinen Scheiben in Öl glasig dünsten, Bohnen waschen, putzen, in ca 5 cm große Stücke brechen. Den Strunk der Fenchelknolle herausschneiden, die Knolle in Scheiben schneiden, die anderen Zutaten hinzufügen, die Brühe zugießen und etwa eine halbe Stunde dünsten. Jetzt Fenchelgrün und Basilikum dazugeben, den geriebenen Käse drüber streuen. Im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad kurz überbacken. Dazu passen Kartoffelbrei und Blattsalate.