Faulbaumrinde

Er wächst in unseren Wäldern, liebt es feucht, wird bis zu sechs Meter hoch, seine Beeren sind giftig und sein Name abstossend: Der Faulbaum. Aber in der Naturheilkunde hat er seinen festen und sicheren Platz. Denn in der faulig stinkenden Rinde stecken grosse Heilkräfte, die vor allem für die Verdauung wichtig sind. Zusammen mit anderen Heilkräutern wird er in vielen Tees gegen Blähungen und andere Magen und Darmproblem verwendet. Die Rinde dieses Strauches wird erst nach einer einjährigen Trockenzeit in der Naturheilkunde eingesetzt, da sie in frischem Zustand Brechreiz verursacht.

Faulbaumrinde sorgt für weichen Stuhl bei Hämorrhoiden

Dieses Naturheilmittel wird sehr erfolgreich bei Verstopfungen und bei Hämorrhoiden, Analfissuren und nach Operationen im Rektum und Anus eingesetzt: Es sorgt dafür, dass der Stuhl weich abgeht. In Kombinationspräparaten ist Faulbaumrinde oft zusammen mit krampflösenden Pflanzen und Quellstoffdrogen enthalten. Sie sollten jedoch nicht versuchen, mit Hilfe von Faulbaumpräparaten abzunehmen.

Darüber hinaus heilt und wirkt Faulbaumrinde noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Die Inhaltsstoffe schonen die Dickdarmhaut
  • Sie hilft bei Mundfäule und Entzündungen im Rachenraum
  • Sie wirkt bei Hauterkrankungen
  • Sie ist wurmtötend
  • Sie regt die Milz an
  • Sie hilft bei Krätze
  • Bei einer Stauung des Gallenflusses
  • Sie ist ein sehr wirksames Abführmittel

Die heilenden Inhaltsstoffe der Faulbaumrinde

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Glykoside
  • Anthrachinone

Zwei Rezepte mit Faulbaumrinde

Faulbaumrindentee

Zutaten:
Ein TL geschnittene Rinde, ein Viertelliter kaltes Wasser

Zubereitung:
Die Rinde mit dem Wasser kurz aufkochen, abseihen. lauwarm trinken. Oder die Rind zwölf Stunden in kaltem Wasser untermehrmaligem Umrühren ziehen lassen, dann abseihen und das Wasser lauwarm trinken.

Faulbaumrindentinktur

Zutaten:
100 g Faulbaumrinde, ein halber Liter 60%iger Ansatzbranntwin.

Zubereitung:
Die Rinde mit dem Alkohol in einem Gefäss zehn tage gut verschlossen bei einer Temperatur von 15 bis 20 Grad Celsius ansetzen, dann abseihen. Davon bei Bedarf mehrmals täglich 15 bis 20 Tropften einnehmen.