Erdrauch

Dieses Kraut hat viele Namen, unter anderem heißt es auch Ackerkraut. Es ist in der Naturheilkunde kaum noch bekannt, dabei war es im Mittelalter – zu Recht – eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Seinen Namen verdankt es den grüngrauen Blättern, die von der Ferne wie aufsteigender Rauch aussehen und der Tatsache, dass beim Verbrennen des Krautes eine beißender Rauch aufsteigt, dem man früher starke Kräfte gegen böse Geister nachsagte. Im Mittelalter war es das wichtigste Heilmittel für eine Frühjahrskur zur inneren und äußeren Reinigung.

Seine Furmarsäure hemmt Schuppenflechte

Dem Erdrauch werden in der Volksmedizin harntreibende und krampflösende Eigenschaften nachgesagt. In der Homöopathie werden seine frischen oberirdischen Teile angewendet. Erdrauchkraut kann in Form von Tee oder der Trockenextrakt des Krautes auch in Form von Tabletten und Dragees eingenommen werden. Wenn Sie mit Erdrauch eine Kur machen wollen, dann sollte die Tagesration etwa 5 bis 6 Gramm betragen. Sein Inhaltsstoff Furmarsäure hemmt bei Schuppenflechte und Ekzemen überschießende Reaktionen des Immunsystems, kann deshalb lindern wirken.

Darüber hinaus heilt und wirkt Erdrauch noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Reguliert die Gallenausscheidung
  • Ist blutreinigend
  • Krampflösend
  • Hilft bei Verstopfung
  • Vertreibt Würmer
  • Stoppt Gallenkoliken
  • Hilft bei Depressionen
  • Heilt Hautentzündungen
  • Hilft bei Migräne
  • Heilt Hämorrhoiden

Die heilenden Wirkstoffe des Erdrauchs

  • Alkaloide
  • Fumarsäure
  • Protopin
  • Gerbsäure
  • Schleime
  • Fumarin
  • Flavanoide

Erdrauchkraut – Tee

Zutaten:
Zwei gehäufte Teelöffel Erdrauchkraut, 150 ml Wasser.

Zubereitung:

Das Wasser zum Kochen bringen, das Erdrauchkraut damit übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen, den frisch zubereiteten Tee warm eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Die Anwendung muss über mehrere Wochen erfolgen