Die beliebtesten Haumittel der Deutschen

Zitronentee mit Ingwer. Bild: © Hetizia/Fotolia.de © Hetizia/Fotolia.de

Hausmittel erfreuen sich einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Mehr als die Hälfte aller Deutschen greifen bei einer Erkrankung zuerst zu einem bewährten Hausmittel, bevor sie zum Arzt gehen. Und in den meisten Fällen werden vom Arzt verschriebene Therapien mit Hausmitteln unterstützt.

Der Südwestdeutsche Rundfunk hat nun ermittelt, was die beliebtesten Hausmittel der Deutschen sind – und wogegen oder wofür sie genommen werden. Sind Sie mit dieser Liste der beliebtesten Hausmittel einverstanden? Es handelt dicht hier nicht um eine Ranglisten, sondern die Hausmittel wurden vom SWR alphabetisch eingeordnet. Die beliebtesten Hausmittel von A bis Z.

Apfelessig gegen Heißhunger und zur Unterstützung von Diäten. Da sollten Sie zum naturtrüben Apfelessig greifen und den morgens verdünnt mit Wasser vor dem Frühstück zu sich nehmen.

Der Saft von frisch ausgepressten Zitronen gegen Erkältung. Hier wird vor auf das Vitamin C zur Stärkung der Immunkraft gebaut. Denn Vitamin C greift schädliche Freie Radikale ein. Auch den sollten Sie nie unverdünnt zu sich nehmen.

Ganz normaler Dreck für die Gesundheit. Hier vertraut man vor allem, dass die im Dreck enthaltenen Bakterien das Immunstem fordern und helfen Abwehrkräfte aufzubauen. Er gilt auch als Hausmittel gegen Allergien. Es ist erwiesen, das Landkinder vielem weniger Allergien bekommen als Stadtkinder. Der Grund: Sie kommen öfter mit Dreck in Berührung, leben nicht in einer so klinisch sauberen Welt wie ihre Altersgenossen in den Städten.

Ein Apfel am Tag als allgemeines Hausmittel für die Gesundheit. Äpfel sind sehr vitaminreich und sie enthalten gesunde Ballaststoffe, die den Darm reinigen. Zum Beispiel das Pektin. Wenn geriebener Apfel an der Luft oxidiert, dann hilft er bei Magen- und Darmproblemen. Auch im Rahmen von Diäten sind Äpfel sehr gut einzusetzen.

Ein Glas Rotwein am Tag verlängert das Leben. Das stimmt, wenn das Glas nicht mehr als einen Viertelliter fasst. Rottweil erhält pflanzliche Farbstoffe, welche unsere Adern gesund und geschmeidig halten. Diese Farbstoffe verhindern, dass sich an den inneren Wänden der Blutgefässe Ablagerungen von Blutfetten bilden können. Diese führen zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Da wirkt der Rotwein in der Tat als Hausmittel.

Erkältungen kann man rausschwitzen. Auch das ist richtig und ein seit Jahrtausenden angewendetes Hausmittel. Das Schwitzen wirkt wie ein leichtes Fieber, Abwehrzellen bilden sich, die Erkältung wird vom Immunstem bekämpft, Schlacken werden vom Schweiz aus dem Körper transportiert. Das Schwitzen könne wir durch Holunder oder Lindenblütentee verstärken. Ganz wichtig ist es, nach dem Schwitzen lauwarm abwaschen, die Kleidung wechseln und sofort ab ins Bett.

Hühnersuppe stärkt das Immunsystem. Ein ebenfalls uraltes Hausmittel: Bei Erkältung kochte Oma eine Hühnersuppe, die musste heiss gegessen werden. Wichtig sind die Gewürze: Viel Knoblauch, viel Chili und der Saft einer frischen Zitrone. Auch Zitronengras sollte mitgemocht werden. Wichtigster Bestandteil der Hühnersuppe: Zink aus dem Hühnerfleisch.

Ingwer gilt als beliebtes Hausmittel gegen Reiseübelkeit. Die Inhaltsstoffe des Ingwer beruhigen Magen und Darm und bringen den Kreislauf in Schwung. Deshalb ist es gut, wenn Sie vor Antritt der Reise eine Tasse heißes Ingwerwasser trinken.

Joghurt ist für viele Menschen nicht nur ein Nahrungs-, sondern auch ein Hausmittel. Nach einer Krankheit nach einer Behandlung mit Antibiotika reguliert Joghurt den Aufbau der geschädigten oder gar zerstörte Darmflora. Er enthält Milchsäurebakterien, die das bewirken. Das wusste unsere ländliche Bevölkerung schon seit hunderten von Jahren.

Kalte Duschen sind ein Hausmittel aus dem Wasserhahn. Sie regen die Durchblutung an, jagen den Kreislauf hoch und härten den Körper gegen Infektionen durch Bakterien und Viren ab. Das ist besonders in der Winterszeit wichtig.

Die Kartoffel ist immer noch unser wichtigstes Nahrungsmittel und auch ein vielseitiges Hausmittel. Besonders beliebt sind die Halswickel mit zerstampften Kartoffel bei Halsscherzen.

Der Meerrettich würzt fettes Essen, sein Saft wird bei Magen- und Darmproblemen eingesetzt. Da die Inhaltsstoffe des Meerrettich antibakteriell wirken ist er auch beliebtes Hausmittel gegen Huste. Einen Meerrettich aushöhlen, ihn mit Kandiszucker füllen, über Nacht stehen lassen und vom entstehenden Sirup tagsüber drei TL einnehmen.

Rollmops, Salzgurken und Co. gegen einen Kater. Das ist ein bewährtes Hausmittel, denn durch den Alkoholgenuss hat der Körper viele Salze und Mineralien verloren. Helfen tut auch frische Luft, frischer Obstsaft und viel Mineralwasser. Spezialdrink: Frischer Kaffee mit Zitronensaft. Aber nur für harte Gemüter.

Salzwasser zum Gurgeln bei Halsschmerzen. Das stimmt, denn das Salzwasser wirkt antibakteriell und tötet Erkältungsviren ab. Das hilft auch als Nasenspülung gegen Schnupfen und geschwollene Schleimhäute.

Schokolade als Hausmittel, um den Trübsinn zu vertreiben. Das kennen wir ja von den Menschen die gegen Frust und Enttäuschungen Schokolade futtern. Ds stimmt, macht aber leider dick, denn Vollmilchschokolade hat unendlich viele Kalorien. Besser ist Bitterschokolade mit einem sehr hohen Kakaoanteil. Die setzt Glückshormone frei und ist keine Kalorienbombe.

Wadenwickel, als Hausmittel gegen Fieber. Die haben sich seit Jahrhunderten bewährt. Leintücher mit kaltem Wasser tränken, um die Waden des Patienten wickeln bis sie Körperwärme haben. Dann wechseln und die Prozedur so lange wiederholen, bis die Temperatur gesunken ist.

Zwiebeln lindern die Schmerzen nach einem Bienenstich und lassen die Schwellung zurück gehen. Auch dieses Hausmittel ist mit Recht sehr beliebt. Halbieren Sie eine Zwiebel, und bestreichen Sie mit den saftenden Schnittstellen den Einstich. Der Saft wirk schmerzstillend und verhindert Entzündungen.