Chili: Naturmedizin seit 6.000 Jahren

Der treibt uns den Schweiß auf die Stirn, lässt uns nach Luft schnappen und fährt wie ein Flammenwerfer durch unserer Magen: Der Chili. Er würzt Eintöpfe, Fleisch, Suppen und auch Fischgerichte. In letzter Zeit ist sogar dunkle Schokolade mit Chili auf den Markt gekommen. Verwendet wurde er schon vor 6 000 Jahren in Südamerika. Vor allem in heißen Ländern wird er seit vielen Jahrhunderte geschätzt. Der Grund: Seine Inhaltsstoffe machen Speisen länger haltbar. Inzwischen ist er auch bei uns in der Küche angekommen – aber viele Menschen wissen nicht, dass Chili auch grosse Heilkraft besitzt und zur Naturmedizin gehört.

Chili’s Wundermittel heißt Capsaicin

Rund um die Welt gilt er als Allheilmittel: Der Chili. Den Chinesen soll er das Leben verlängern, in Indien wird er bei Schlangenbissen verabreicht, in Mexico soll er die Liebeskraft verstärken und bei uns bekämpft man mit chilihaltigen Salben und Pflastern Rückenschmerzen. Und an all diesen Volksmedizinerfahrungen ist etwas dran. Das Wundermittel im Chili heißt Capsaicin, ein brennend scharfer Wirkstoff. Die moderne Forschung beschäftigt sich nun intensiv mit dieser uralten Volksmedizin und hat herausgefunden, dass sie sogar gegen Kopfschmerzen wirkt. Auch scherzlindernden Salben wird häufig Capsaicin beigemengt.

Darüber hinaus heilt und wirkt Chili noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Die Durchblutung wird verbessert
  • Er wirkt regulierend bei Bluthochdruck
  • Er hilft bei Migräneanfällen
  • Die Arterien werden geschützt
  • Beim Abnehmen ist Chili hilfreich
  • Er ist schweisstreibend
  • Behebt Appetitlosigkeit
  • Regt den Kreislauf an
  • Hilft bei Verspannungen und Hexenschuss

Die heilenden Inhaltsstoffe des Chili

  • Vitamin C
  • Capsaicin
  • Carotinoide
  • Capsanthin
  • Flavonoide
  • Vitamin E
  • Mineralstoffe

Zwei Rezepte mit Chili

Chili-Öl

Zutaten:
Reife rote Chilischoten, ein Liter Olivenöl, drei Knoblauchzehen, eine Messerspitze Salz.

Zubereitung:
Die Chilischoten (Menge je nach Schärfewunsch, aber ja nicht übertreiben) sehr klein schneiden, die Knoblauchzehen zerdrücken. Chili, Knoblauch, Salz mit dem Olivenöl in eine dunkle Flasche geben und vier Wochen stehen lassen. Danach tropfenweise zum Würzen verwenden.

Hinweis: Wenn Sie Chilis zerschneiden, dann sollten Sie Handschuhe tragen, die enorme Schärfe greift durch die Haut die feinen Nerven an – es brennt höllisch.

Chili con Carne

Zutaten:
75 g durchwachsenen Speck, 2 bis 3 Zwiebeln, eine Knoblauchzehe, 500 g Rinderhack, 250 g Dosentomaten, 600 g Kidneybohnen aus der Dose, drei EL Chilisauce, zwei TL Chilipulver, Salz, eine Prise Zucker.

Zubereitung:
Speck, Zwiebeln, Knoblauch würfeln, mit dem Speck anbraten, Rinderhack dazugebe und sieben Minuten kochen lassen. Tomaten klein schneiden, mit der Tomatenflüssigkeit, den Bohnen, der Chilisoße und dem -pulver dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zum Kochen bringen und gar kochen (ca. 15 Minuten). Abschmecken, evtl. nachwürzen.