Hausmittel gegen Blähungen

Blähungen Hausmittel Gerade gegen Blähungen gibt es ettliche Hausmittel. Foto: © Robert Kneschke/Fotolia.com

Blähungen sind immer noch ein Tabu-Thema, über das man nicht spricht. Das ist natürlich Unsinn. Denn chronische Blähungen sind eindeutig ein Krankheitsbild, hinter dem sich schwere Erkrankungen bis hin zum Pankreas-Krebs verbergen können. Das Problem Blähungen war immer schon (auch wegen der Ernährung) ein großes Thema für die Volksmedizin.

Da wir – anders als in anderen Kulturkreisen – den natürlichen Abgang von Blähungen (ein kräftiger Furz, auch Pubs genannt) zurückhalten und unterdrücken, kann das zu unangenehmen Folgen führen. Vor allem fühlen wir uns im Bauch nicht wohl. Dagegen gibt es nun sehr viele Hausmittel, die sowohl vorbeugen als auch helfen können.

Bewährte Hausmittel gegen Blähungen

Schon bei der Auswahl und der Zubereitung von Essen können Sie gegen Blähungen bewährte Hausmittel einsetzen. Für Ihre Gesundheit sollten Sie die Nahrung gut kauen. Das erspart den Darmbakterien Arbeit, im Darm wird weniger Gas erzeugt, Blähungen können gar nicht erst entstehen. Sie sollten auch viel Wasser trinken, das macht den Nahrungsbrei flüssiger und ist gut für die Verdauung. Würzen Sie Gerichte mit Hülsenfrüchten (blähen sehr stark) mit den Zweigspitzen von Bohnenkraut. Das hilft übrigens auch bei Kohl-Gerichten (Wirsing, Sauerkraut, Krautwickel), die ebenfalls stark blähend sind.

Trinken Sie einen Tee oder eine angewärmte Mich, mit Kümmel oder Anis gewürzt. Das hilft bei der Verdauung und lindert etwaige Beschwerden. Essen Sie lieber Gekochtes statt Gebratenem – denn das fördert Blähungen. Reduzieren Sie Ihren Bierkonsum, vor allem obergäriges Bier oder Weißbier kann wegen des hohen Kohlensäuregehalts zu Blähungen führen. Trinken Sie zu sehr frischem oder gar unreifem Obst kein Wasser. Eines der simpelsten Hausmittel: Nach einem großen Essen brauchen Sie Bewegung. Der “Verdauungsspaziergang” reduziert die Gasbildung im Darm.

Pflücken Sie Im Frühjahr (geht schon Ende März los) frischen Bärlauch, schneiden Sie diesen sehr klein und geben Sie ihn in eine Flasche, die Sie mit weißem Schnaps (Korn oder Wodka) auffüllen. Drei Wochen an einem warmen Platz ziehen lassen (sonnige Fensterbank oder Heizungsnähe), dann durchseihen, in eine dunkle Flasche umfüllen. Nach einem schweren Essen ein Gläschen davon trinken, das erspart den Arzt. hilft Bauch und Darm. Würzen Sie fettes Essen (Bratkartoffeln, Schweinefleisch) gut mit Kümmel. Oder reichen Sie als Vorspeise eine Quarkspeise, die mit Kümmel gewürzt ist. Kümmel hilft blähungsfrei zu verdauen – genoss wie Anis.

Die bewährten Hausmittel: Anis, Kümmel und Fenchel

Ein ebenfalls sehr bewährtes Hausmittel ist Fenchel. Geben Sie zum Salat frischen Fenchel, der hilft ebenfalls, Blähungen zu verhindern. Und er beruhigt den Magen.
Essen Sie nach 19.00 Uhr keinen frischen Salat oder schwer verdauliche Rohkost mehr. Das wird nicht mehr verdaut und beginnt im Magen oder im Darm zu gären.
Wenn Sie an chronischen Blähungen leiden: Zwei Teelöffel Dillsamen mit zwei Tassen kochendem Wasser übergießen. Ca. 10 Minuten ziehen lassen, eine Tasse am Morgen, die andere am Abend langsam trinken. In ein Glas mit lauwarmem Wasser zwei Teelöffel naturtrüben Apfelessig gießen, einen Teelöffel Honig dazu geben, gut umrühren und nach dem Essen trinken.

Wenn Sie mehrere Kräuter und Heilpflanzen mischen, dann bekommen Sie ein bewährtes Hausmittel gegen Blähungen und für eine gute Verdauung: Bereiten Sie sich einen Absud aus Fenchel, Kümmel und Anis zu. Die Zutaten zu gleichen Teilen mischen. Jeweils einen Teelöffel davon mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen, dann langsam trinken. Besonders Kleinkinder leiden sehr oft unter Blähungen. Da helfen milde Anis-, Fenchel- oder Kümmeltees.

Gegen Blähungen bei Kindern

Reiben Sie einem Kind, das unter Blähungen leidet, zweimal täglich Bauch, Brust und Rücken mit einer Majoransalbe ein. Die können Sie selbst herstellen: Zerstoßen Sie einen Esslöffel getrocknete Majoranblätter, füllen Sie die Masse in ein Glas und übergießen Sie diese mit Weingeist (95% aus der Apotheke). Gut zwei Stunden ziehen lassen, dann einen Esslöffel Schweineschmalz oder Butter dazugeben, im Wasserbad erwärmen, bis aus Majoran und dem Fett eine Salbe geworden ist. Ca. fünf Minuten verrühren, abkühlen lassen und dann gekühlt aufbewahren.

Auch ein Glas Rosmarinwein hilft bei Blähungen. Den stellen Sie so her: Einen Zweig Rosmarin in eine durchsichtige Flasche geben, mit einem trockenen Weißwein übergießen, verschließen und drei Woche in der Wärme ziehen lassen. Danach die Flüssigkeit in eine dunkle Flasche umfüllen und kühl aufbewahren. Bei Bedarf ca. die Menge eines doppelten Schnapses trinken.