Bibernelle

Ein unscheinbares Kraut, das es in sich hat: Die Bibernelle. Sie wächst bei uns wild oder im Garten, wo sie auch der Zierde dient. Oder als ein Würzkraut, von dem man gerne ein paar Blätter in die Suppe oder den Salat tut. Im Mittelalter gab es den Spruch: „Esst Bibernell, esst Bibernell, dann sterbt ihr nicht so schnell.“ Da soll sie sogar gegen die Pest geholfen haben. Verwendet wird auch die Wurzel, die entweder im März oder im September gesammelt wird. Die Wurzeln strömen einen starken Ziegengeruch aus, deshalb heißt die Bibernelle auch „Bockswurz“.

Bibernelle ist eine kleine Hausapotheke

Unscheinbar und kaum beachtet wächst diese Naturarznei fast überall. In der Naturmedizin deckt sie eine grosse Bandbreite an Heilwirkungen ab. wie z.B. Heiserkeit und Sodbrennen. Die beruhen auf ihren starken Wirkstoffen wie zum Beispiel den Saponinen oder ihren vielfältigen ätherischen Ölen. Bibernelle gehört so oft wie möglich in die Suppe – die Pflanze ist fast wie eine kleine Hausapotheke. Leider ist sie ziemlich in Vergessenheit geraten.

Darüber hinaus heilt und wirkt Bibernelle noch bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Bei Gallen- und Leberproblemen
  • Wenn die Nieren schwächeln
  • Sie reinigt das Blut
  • Bei Bronchitis
  • Bei Kehlkopfentzündungen
  • Bei Durchfall
  • Bei Nierensteinen
  • Bei Hautausschlägen
  • Bei Hämorrhoiden
  • Bei Gicht
  • Bei Herzbeschwerden

Die heilenden Wirkstoffe der Bibernelle

  • Gerbstoffe
  • Pimpinellin
  • Saponine
  • Ätherische Öle
  • Cumarine
  • Polyacetylene

Zwei Rezepte mit Bibernelle

Bibernellentee

Zutaten:
Ein Teelöffel klein gehackte Wurzel, eine Tasse Wasser.

Zubereitung:
Die Bibernellewurzeln mit einer Tasse Wasser ca. fünf Minuten köcheln, dann fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen.. Durchseihen und pro Tasse mit einem Esslöffel Honig süßen. Hilft bei Husten und Heiserkeit.

Bibernellenwein

Zutaten:
50 g feingeschnittene Bibernellewurzel, ein Liter trockener Weisswein.

Zubereitung:
Die Bibernellewurzeln in ein Gefäss geben, mit dem Weisswein übergiessen und gut verschlossen zehn Tage ruhen lassen. Dann durchseihen. Bei Erkrankungen der oberen Atemwege täglich ein Glas trinken.