Alant: Das Wundermittel für Lunge, Magen und Darm

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Für die Heilpflanze Alant gibt es eine über 1000 Jahre alte Empfehlung der großen Kräuterkennerin Hildegard von Bingen: Sie empfahl die Anwendung von Alant bei Lungenproblemen und bei Asthma. Alant sieht aus wie eine kleine Sonnenblume mit einem leuchtend gelben Blütenkopf. Aber die großen Heilkräfte der Natur stecken bei dieser Pflanze in der Wurzel. Im Herbst werden sie ausgegraben und getrocknet. Danach sind sie ein fast universelles Wundermittel gegen viele Krankheiten. Mit ihren Bitterstoffen ist sein vor allem gut für die Leber und die Galle.

Inulin stärkt die Milchsäurebakterien

Alant hat einen hohen Anteil von Inulin. Dieser Wirkstoff ist für unsere nützlichen Milchsäurebakterien im Darm ein hochbegehrter Nährstoff. Die Milchsöäurebakterien sorgen für eine gesunde Darmflora, helfen bei der Entgiftung und dem Abtransport von Schadstoffen. Sie bekämpfen Darminfektionen und vertreiben Würmer auf natürliche Weise. Viele Menschen leiden – vor allem im Alter – unter zunehmender Appetitlosigkeit. Das ist gefährlich, denn dadurch kommt es zu Mangelerscheinungen bei der Vitamin- und Mineralienversorgung.

Bitterstoffe für die Fettverdauung

Genauso wichtig für unsere Gesundheit sind die Bitterstoffe in den Wurzel von Alant. Die verstärken den Gallenfluss, der wiederum wirkt positiv auf die Arbeit der Leber ein und hilft bei der Fettverdauung, so das es gar nicht erst zu Fetteinlagerungen in der Leber oder im Bindegewebe kommt. Alant sorgte also auch dafür das wir unsere Figur behalten und nicht dick werden – auch wenn wir immer mal wieder mit fettem Fleisch, Butter und Käse sündigen.

Alant – das Kraut für die Frauen

Viele Frauen leiden unter zwei Problemen: Menstruationsschmerzen und den Folgen der Wechseljahre. Hier ist Alant ein seit vielen Jahrhunderten bewährtes Mittel gegen dies Frauenleiden. Zwei bis dreimal im Jahr eine 14tägige Kur mit Alant ist da sehr hilfreich. Vor allem die Wechseljahresprobleme sind mit Atlant besser in den Griff zu bekommen.

Hier die wichtigsten gesundheitsfördernden Wirkstoffe der Alantwurzeln:

  • Viele ätherische Öle
  • Das bereits erwähnte Inulin
  • Die Alantsäure
  • Pektin (wichtig für den Darm)
  • Kampfer, Harze und Bitterstoffe, gut für Magen und Darm
  • Kampfer, der bei einer Bronchitis beim Abhusten von festigendem Schleim hilft. Einreibungen mit Kampfer regen den Kreislauf an und wirken sich positiv auf Herzbeschwerden aus.

Alant wirkt vor allem als Tee und als Würzwein. Hier die Alant-Rezepte:

Alant-Tee

Für den Alant-Tee brauchen Sie einen TL Alantwurzel und eine Tasse Wasser. Die Zubereitung ist einfach: Das kochende Wasser über die Alantwurzeln schütten, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Vor oder zu den Mahlzeiten trinken, ist harntreibend und appetitanregend. Vorsicht: Der Tee ist sehr bitter.

Alantwein

Eine Alternative zum Tee ist der Alantwein. Für den brauchen Sie 30 g frische Alantwurzel, 30 g 80%iger Weingeist, 1 Liter trockener Weißwein. Auch den können Sie ganz einfach selbst machen: Die Wurzeln in dünne Scheiben schneiden, den Weingeist drüber gießen und gut mischen. Dann den Weißwein dazugießen und bei 25 bis 30 Grad zwei Tage stehen lassen. Die Flüssigkeit abseihen, die Wurzel darin auspressen.